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Kuhnert: „Das macht absolut Sinn“

Politik lobt Plan für „Tafel“

Hessisch Oldendorf. Die Politiker der Stadt stehen offenbar hinter dem Plan, in Hessisch Oldendorf eine „Tafel“ zu eröffnen. So lobten die Fraktionsvorsitzenden der drei im Rat vertretenen Parteien einhellig die Idee, in der Stadt Essen an Bedürftige auszugeben.

veröffentlicht am 05.02.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 04:41 Uhr

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Autor:

VON ROBERT MICHALLA
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SPD-Fraktionschef Dirk Adomat sagte auf Anfrage: „Für Hessisch Oldendorf ist das eine ganz hervorragende Geschichte.“ Unabhängig davon sei es aber erschreckend, „dass wir in Deutschland überhaupt ,Tafeln‘ benötigen“, sagte er weiter. Er hoffe, dass sich nun „Akteure finden, die das ganze auch betreiben“. Auf Unterstützung seitens der SPD könnten die Ehrenamtlichen bauen.

Günter Kuhnert, Fraktionschef der Grünen und Gruppenpartner der SPD, sagte über die geplante „Tafel“: „Das macht aus meiner Sicht absolut Sinn.“ Zwar sprach er von „organisatorischen Fragen“, die es noch zu beantworten gelte – zum Beispiel, in welchem Raum die „Tafel“ das Essen an Bedürftige ausgeben könne. Diese Probleme seien seiner Meinung nach aber zu lösen, sagte Kuhnert. „So etwas muss sich entwickeln.“ Der Grünen-Fraktionschef regte sogar an, dass der Verein unter Umständen einen Platz auf dem rund 2000 Quadratmeter großen Reupke-Gelände erhalten könnte. Dort, zwischen Langer Straße und Paulstraße, entsteht ein vier Millionen Euro teures Atriumhaus.

CDU-Fraktionschef Hans Joachim Grote sagte über den „Tafel“-Plan: „Ich finde das sehr gut.“ Er hoffe, dass sie möglichst schnell eröffne. Grote schloss nicht aus, dass die Politik das Vorhaben auch finanziell unterstützt.

In Hessisch Oldendorf soll eine „Tafel“ für Bedürftige entstehen (wir berichteten). Dies wurde unter anderem bei einem Treffen des Seniorenbeirates deutlich. Die „Tafel“ selbst ist zunächst nur für die Kernstadt geplant, soll später aber auch Einwohnern aus allen Stadtteilen offenstehen. Die Pläne selbst stecken noch in den Kinderschuhen, weder ist die Finanzierung des Angebotes geklärt noch ist entschieden, welche Räume der Verein einmal beziehen könnte. Die „Tafeln“ sammeln Lebensmittel ein, die sonst im Müll landen würden, und verteilen sie an Benachteiligte weiter. Derzeit gibt es mehr als 900 „Tafeln“ in Deutschland, eine davon in Hameln. In Hessisch Oldendorf soll eine Außenstelle entstehen.



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