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Freiwillige verbessern Abstellmöglichkeiten an Haltestellen

Platz für Fahrräder in Welsede

veröffentlicht am 01.09.2016 um 15:29 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:19 Uhr

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Autor:

Stefan Bohrer
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„Wir sind hier ohnehin etwas vom öffentlichen Nahverkehr abgeschnitten“, erklärt Sven Sattler, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft. Doch das wollte die Dorfgemeinschaft nicht hinnehmen. „Wir wollen nachhaltig die Infrastruktur im Dorf verbessern“, betont Sven Sattler. In Eigenleistung verschönerten freiwillige Helfer die von der Verwaltung aufgestellten Fahrradständer an der Bushaltestelle Krugstraße durch eine gepflasterte Fläche. „Bisher war es so, dass die Fahrräder auf der unmittelbar angrenzenden Wiese abgestellt werden mussten. Doch die wurde nicht regelmäßig gemäht“, sagt der Vorsitzende. Bis die Fläche allerdings für die Bewohner freigegeben werden konnte, war es ein langer Weg. Vor über zwei Jahren hat die Dorfgemeinschaft 1000 Euro aus der Herbert-Harting-Stiftung erhalten, verbunden mit dem Wunsch des Stifters, das Geld für die Jugendlichen zu verwenden. „Und das sind in erster Linie diejenigen, die den öffentlichen Nahverkehr täglich nutzen müssen, um zur Schule zu kommen“, sagt Sattler. So entstand die Idee für die Fahrradständer bei der Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“, wurde vom Vorstand der Dorfgemeinschaft ausgearbeitet und vor einem Jahr mit dem Aufstellen von Fahrradständern vor dem Feuerwehrhaus, am Schützenhaus und an der Bushaltestelle in der Krugstraße umgesetzt. Die Dorfjugend begrüßt die Fahrradständer sehr. Besonders die an der Bushaltestelle. Neben den finanziellen Mitteln wurden zusätzlich in diesem Jahr Betonsteine und Splitt gespendet, außerdem stellte eine Baufirma kostenlos Maschinen und Geräte zur Verfügung. Somit konnten die freiwilligen Helfer der Dorfgemeinschaft die Abstellfläche der Fahrräder nachhaltig verbessern. „Jetzt hoffen wir natürlich, dass die Öffis durch die Umstrukturierung innerhalb des öffentlichen Personennahverkehrs die Ortschaft Welsede besser und vor allem regelmäßiger an die Städte Hessisch Oldendorf, Rinteln und Hameln anbindet“, betont Sven Sattler bei der Freigabe der Fläche. Gleichzeitig forderte er die Schüler im Ort dazu auf, noch mehr den „Drahtesel“ zu benutzen, wenn sie die Anlaufstellen nicht zu Fuß erreichen wollen. Feste Stellen seien jetzt im Dorf überall an den markanten Punkten vorhanden. Gleichzeitig äußert Sattler den Wunsch an den Landkreis, dass die Dörfer durch Streichung von Buslinien nicht von der übrigen Region abgeschnitten werden. „Das wäre absolut fatal, denn junge Familien werden vermutlich nicht zu uns ins Dorf ziehen, wenn die Anbindung an die anderen Städte nicht gewährleistet ist“, erklärt Sattler. Aber auch für diejenigen, die nicht mehr mobil und somit auf den Busverkehr angewiesen sind, hätte eine Streichung von Buslinien eklatante Folgen. „Es ist vermutlich damit zu rechnen, dass diese Menschen Welsede verlassen werden“, so Sattler. „Die Dörfer an der Landkreisgrenze würden ausbluten, erhöhter Einwohnerschwund sei zu verzeichnen, und das muss doch wohl verhindert werden.“



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