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Lehrer und Eltern der Oberschüler dagegen / Stattdessen soll es Technikklasse in Jahrgängen 11 und 12 geben

Plan für Gesamtschule ist vom Tisch

Hessisch Oldendorf. Die Oberschule in Hessisch Oldendorf soll um eine Fachoberschulklasse Technik erweitert werden. Der Plan, eine Modell- oder eine Integrierte Gesamtschule einzurichten, ist vorerst vom Tisch. Erledigt hat sich damit auch das Ziel, es Schülern zu ermöglichen, in Hessisch Oldendorf das Abitur abzulegen. Dies ist das Ergebnis von Gesprächen zwischen dem Landkreis als Schulträger, der Oberschule sowie Eltern. Die Protokolle der Gespräche liegen dieser Zeitung vor.

veröffentlicht am 17.10.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 12:41 Uhr

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Autor:

VON ROBERT MICHALLA
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Die Fachoberschulklasse soll den Schwerpunkt Technik erhalten. Eingerichtet werden soll sie in den Klassen 11 und 12, und zwar in Zusammenarbeit mit der Eugen-Reintjes-Schule Hameln. Sie ist eine gewerblich-technische Berufsschule des Landkreises. Der Plan sieht vor, die neue Fachoberschulklasse als Außenstelle der Eugen-Reintjes-Schule zum August 2015 in Hessisch Oldendorf einzurichten. Gespräche zwischen den beiden Schulen laufen bereits. Schüler könnten dann in Hessisch Oldendorf die Fachhochschulreife erlangen. Dies ist bislang nicht möglich.

Der Landkreis hatte von der Politik den Auftrag erhalten, sich mit der Zukunft der Oberschule auseinanderzusetzen. Die Gründe dafür waren zurückgehende Geburten- und damit auch Schülerzahlen sowie die Entscheidung einiger Eltern, ihre Kinder nicht an die Oberschule schicken zu wollen. Der Oberschule drohte, künftig nur noch zwei Klassen pro Jahrgang eröffnen zu können.

Dem Plan für eine Modellschule erteilte das Land Niedersachsen aber eine Absage. „Die strengen Kriterien für eine Anerkennung als Modellschule sah das Ministerium als nicht erfüllt an“, heißt es in einem der Protokolle. Außerdem hätte die Stadt Hameln aus Angst um ihre Gymnasien sehr wahrscheinlich dem Plan widersprochen, Schülern in Hessisch Oldendorf das Abitur zu ermöglichen.

Eine Integrierte Gesamtschule einzurichten, scheiterte zudem an Widerständen vor Ort. So sprachen sich 75 Prozent der Lehrer dafür aus, die Oberschule zu erhalten. Den Plan, die Fachoberschulklasse Technik einzurichten, begrüßten sie. Auch der Schulvorstand, in dem Lehrer und Eltern sitzen, nahm in den Gesprächen davon Abstand, eine Integrierte Gesamtschule anzustreben. Eltern von Kindern im Grundschulalter hatten sich dagegen ein gymnasiales Angebot in Hessisch Oldendorf gewünscht.

Kreisrätin Petra Broistedt, beim Landkreis zuständig für das Thema Schulen, nannte den neuen Plan einen Kompromiss. Die Idee einer Fachoberschulklasse Technik sei gut. „Ich kann mir vorstellen, dass das Schüler lockt“, sagte sie. Es ist theoretisch sogar denkbar, dass Schüler aus Hameln wegen der Fachoberschulklasse nach Hessisch Oldendorf gehen. Allerdings dürften die Anmeldezahlen dafür unter denen für eine Integrierte Gesamtschule liegen. Broistedt sagte, dass besonders die Lehrer der Oberschule „aus Überzeugung“ hinter dem Plan stünden. Dies sei wichtig, weil zum Beispiel eine IGS gegen ihren Willen kaum umzusetzen sei. „Eine gute und starke Schule“ sei ohne die Lehrer nicht zu machen. Eine Integrierte Gesamtschule in Hesssich Oldendorf einzurichten, ist laut Broistedt möglich, wenn auch nicht ohne weiteres. Dazu nötig sind 75 Schüler pro Jahrgang. Dies wiederum setzt voraus, dass alle Eltern ihre Kinder auch in Hessisch Oldendorf anmelden. Noch vor den Herbstferien soll es einen weiteren Termin geben, zu dem Landkreis, Oberschule sowie Eltern zusammenkommen. Der Schulausschuss des Landkreises wird während seiner nächsten Sitzung über das Thema informiert.



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