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Nabu verteilt Nistkästen und Futterhäuser / Mehr als 10 000

Piep-Show in Grundschulen

HESSISCH OLDENDORF. Geht es nach den Vorstellungen des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) werden demnächst flinke Meisen Schüler mit der Lebensweise der Vögel vertraut machen. Die Naturschützer statten die Grundschulen in Fischbeck und Hemeringen sowie drei Schulen in Hameln mit Futterhäuschen, Nistkästen, Wildvogelfutter sowie Materialien zur Bestimmung von gefiederten Gartenbesuchern aus.

veröffentlicht am 15.01.2018 um 15:43 Uhr

Die Nistkästen erhalten die Kinder in Form von Bausätzen. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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„Im Rahmen dieses Vorhabens steht der umweltpädagogische Weg zum Kennenlernen der Lebensweise von Vögeln im Mittelpunkt“, beschreibt Nabu-Projektleiter Marcus Wilm die Zielsetzung der Aktion. Daher bietet es sich an, in den kommenden Tagen die mitgelieferten Futterhäuser auf den Schulgrundstücken aufzustellen.

In Fischbeck soll das Futterhaus einen Platz im Innenhof bekommen, wo es in den Pausen von den Schülern beobachtet werden kann, sagt Lehrerin Anja Laue. So können die Schüler bereits vor dem Frühjahr beobachten, welche Vögel an die Futterhäuser kommen. „Im Frühjahr werden sie erleben, dass der Kasten zu Nestbau, Brut und Aufzucht bezogen wird – eine hervorragende Möglichkeit, deren Lebensweise kennenzulernen und auch Rückschlüsse auf Ansprüche an den Lebensraum zu ziehen“, erklärt Wilm, der bis zum Sommer im Rahmen eines Minijobs beim Nabu beschäftgt sein wird.

Laut dem Projektleiter lassen sich vielfältige Themenstränge wie Nahrungserwerb, Insektenrückgang, der Unterschied von Zug- und Standvögel und deren Verhalten ableiten. Die Meisenkästen erhalten die Kinder in Form von Bausätzen, die sie selbst zusammenzimmern sollen. In Fischbeck im Rahmen des Werkunterrichts, wie Anja Laue erläutert.

Die Kinder jeweils einer Klasse können einen Nistkasten mit nach Hause nehmen und in den Gärten aufhängen. Gefördert wird das Projekt mit fast 10 000 Euro durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung und einer finanziellen Unterstützung der Sparkasse Hameln-Weserbergland.

Eines der Instrumente des Vorhabens sei laut Wilm die Erstellung eines Internet-Tagebuchs rund um das Geschehen. „Was ich nicht kenne, kann ich nicht schützen, deshalb freuen wir uns, dass viele Schulen mitmachen, um einen Grundstein für Artenkenntnis der Kinder zu legen. Und Neugier zu wecken, sich mit Natur zu beschäftigen“, so Wilm.

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