weather-image
11°
Ausverkauftes „Kultourismus-Forum“ beim Gastspiel von Stefan Bohrer und Lutz Göhmann

„PiekBuben“ immer für einen Stich gut

HESSISCH OLDENDORF. „Was die beiden auszeichnet? Ganz einfach, die bringen meine Frau zum Lachen“, sagt einer der Ehemänner, die aus Fuhlen ins „Kultourismus-Forum“ gekommen sind. Das ist rappelvoll. „Stefan Bohrer und Lutz Göhmann garantieren immer ein volles Haus“, stellt der für die Hessisch Oldendorfer Kulturarbeit zuständige Hermann Faust fest.

veröffentlicht am 05.11.2017 um 16:26 Uhr

it Witz und Charme plaudert sich das Duo Stefan Bohrer (links) und Lutz Göhmann von Titel zu Titel – so auch in Hessisch Oldendorf. Ihr Erfolgsrezept? „Wir nehmen uns nicht allzu ernst“, sagt Stefan Bohrer. Foto: eaw
Avatar2

Autor

Ernst August Wolf Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Und auch an diesem Abend sticht das Duo, das sich „PiekBuben“ nennt, wieder. Nach drei Jahren Pause ist die Vorfreude des Publikums im Raum fast mit Händen zu greifen.

Schon das Intro, das Bohrer langsam zur Bühne schlendernd mit Georg Kreislers Klassiker von den „Drei blauen Augen“ in Szene setzt, reißt mit. Was folgt, ist eine bunte Mischung von mit herrlichem Ideenreichtum und noch größerer Schlagfertigkeit vorgetragenen Improvisationen. Mit Witz und Charme plaudert sich das Duo von Titel zu Titel. „Eine Dauerimprovisation sozusagen, nichts ist einstudiert, nichts wiederholt sich, das gibt es nur heute Abend“, sagt Stefan Bohrer in der Pause.

Seit mehr als 20 Jahren steht der 55-jährige Krankenpfleger und freie Journalist auf der Bühne, seit 2007 zusammen mit dem sieben Jahre jüngeren Schaumburger Musikschulleiter Lutz Göhmann. Ihr Erfolgsrezept? „Wir nehmen uns nicht allzu ernst – und das merken und schätzen die Zuhörer“, erklärt Bohrer.

Die erfahren etwas von der Herkunft der zum Smoking passenden, selbstgestrickten Socken, was es mit den Hüten der beiden Akteure auf sich hat, dass AfD eigentlich ein dissonanter Moll-Akkord ist, und dass man „Bösartiges besser an die Leute bringen kann, wenn man gut gekleidet ist“.

Keine Frage, auch an diesem Abend zeigt sich das „PiekBuben“-Duo wieder in allerbester Spiel-, Sing- und Talk-Laune und trifft zielsicher den Nerv des Publikums. Das amüsiert sich über die Frage, ob man sein Kind nicht mal „Adolf“ nennen könnte ebenso wie darüber wie Bohrer immer wieder den 28-jährigen Sören Schulte aus Zersen in der ersten Reihe piesackt. Der muss ihn mit Getränken versorgen und wird zur Zielscheibe von allerlei liebenswertem Spott. „Erste Reihe? Selber schuld.“ Gleich neben Sören sitzt Gisela Mewes, die Bohrer heftig anschmachtet. „Da fühlt man sich fast verliebt“, lacht sie in der Pause.

„Bei uns muss man zuhören können“, sagt Bohrer. Und das tut das Publikum dann auch mit großer Lust: beim „one day stand“ der Eintagsfliegen, Göhmanns nachdenklichem Song über Bücher und all den Chansons, die die beiden zum Besten geben.

„Wenn Sie als Veranstalter ein volles Haus wollen, dann nehmen sie die beiden“, sagt Hermann Faust zufrieden. Stimmt, denn gleich, ob Liebeslieder zum Männertag in Dur oder Moll, ob bissiger schwarzer Humor oder liebgewonnene Kalauer: Die „PiekBuben“ sind immer für einen Stich gut.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare