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Segelhorster Straße 10 – viele Fragen noch offen / Politiker fordern Beantwortung von Stadtverwaltung

Ortsrat vertagt Stellungnahme zum Hausverkauf

Hessisch Oldendorf (bj). Einige Fragen blieben für die Kommunalpolitiker in der Sitzung des Ortsrates offen, als es um das Haus in der Segelhorster Straße 10 ging. Sie wollen erst von der Stadtverwaltung Antworten bekommen, bevor sie eine Entscheidung zum Verkauf oder Nichtverkauf des Wohngebäudes fällen.

veröffentlicht am 04.04.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 19:21 Uhr

Haus Segelhorster Straße 10.
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Bereits schon einmal hat der Ortsrat der Kernstadt einen Verkauf des Hauses mit den elf Wohnungen abgelehnt. Nun wird ein neuer Versuch gestartet, um die ehemalige Mühle zu veräußern, damit Geld in die Stadtkasse fließt. Den Reigen der Fragen eröffnete Gunhild Spies (CDU): „Zu welchem Zweck will man das Haus veräußern, man kennt keine Zahlen und kann nicht vergleichen.“ Dazu erklärt Gerd Kube als Vertreter der Stadtverwaltung, dass man im Rathaus den Kaufinteressenten ausdrücklich Verschwiegenheit zugesichert habe. „Auch ohne den Preis zu nennen, sollte in der öffentlichen Sitzung darüber beraten werden, damit nicht der Eindruck entsteht, dass etwas verschleiert wird.“ Jörg Clavey (SPD) fragt, warum die Stadt das Haus jetzt verkaufen will und es nicht schafft, damit selbst Geld zu verdienen? Allein Karl-Dieter Wiesenthal (SPD) spricht sich für einen Verkauf aus, denn die Immobilie sei wie ein Fass ohne Boden. Er erinnerte an notwendige Wärmedämmungsmaßnahmen.

Jörg Clavey führt aus, dass seit 60 Jahren Miete eingenommen wird, und will wissen, wo dieses Geld geblieben ist. Hierauf erklärt Volker Rödenbeck (SPD): „Das Geld ist in den Gesamthaushalt geflossen, denn wovon will man sonst ein Schwimmbad oder eine Krippe finanzieren.“ Ortsbürgermeister Claus Clavey griff die Anregung von Gunhild Spies auf, die forderte, die Beratung zu vertagen, und erklärte, dass die Angelegenheit dann mit konkreten Fragestellungen zurückgegeben werden sollte. Es folgten die Fragen, warum vier Wohnungen derzeit nicht vermietet sind, wo die derzeitigen Bewohner nach dem Verkauf wohnen sollen, warum nicht die Außenwände erst gedämmt werden, bevor man verkauft und wo das Geld vom Verkauf investiert werden soll. Genau da hakt der Sozialdemokrat Claus Clavey ein und erklärt, dass es für Fischbeck die Zusage der Verwaltungsspitze gibt, das Geld aus einem Verkauf einer Fläche im Stiftsdorf bei der Dorferneuerung in Fischbeck wieder einzusetzen.

Der Ortsrat Hessisch Oldendorf ist für den Verkauf des Hauses in der Segelhorster Straße nicht ausschlaggebend. Er hat lediglich ein Anhörungsrecht. Davon will das politische Gremium auch Gebrauch machen und bittet die Verwaltung, bis zur Sitzung am 5. Mai die Fragen zu beantworten, bevor der Rat über den Verkauf entscheidet.



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