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Schüler erhalten Einblick

Orgel in der Fischbecker Stiftskirche: Besuch eines Juwels

FISCHBECK. Die alte Holztreppe auf der linken Nordseite der Stiftskirche sind noch nicht viele Fischbecker hinaufgegangen. Es ist der Aufgang zum Glockenturm und zur Hillebrand-Berner-Orgel. Die Treppe steigt eine Gruppe Mädchen und Jungen der Grundschule hinauf, sie dürfen auf der Bank vor dem alten Musikinstrument Platz nehmen und das tun, was sich viele andere wünschen: die Tasten bedienen.

veröffentlicht am 27.08.2018 um 18:14 Uhr

Die Kinder haben Fragen über Fragen zu der berühmten Orgel. Martin Requardt freut sich über das große Interesse der Schüler. Foto: pj

Autor:

Peter Jahn
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Während oben das Lied „Hänschen klein“ erklingt, sitzt eine weitere Kindergruppe im Altarraum. Kapitularin Ursula Schroeder zeigt ihnen Bilder alter Orgeln. Gegenüber dem Altarraum sind hoch oben die Pfeifen der Hillebrand-Berner-Orgel zu sehen. Eine gute Aufgabe, um das Warten zu verkürzen: Die Kinder zeichnen, was sie sehen. Mit großer Freude machen sich die Grundschüler ans Werk.

„Im Rahmen des Sach- und Religionsunterrichts gehen wir mit den Kindern in jedem Jahr ins Stift“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Elke Schaper-Schulte. Dass dieses Mal die Mädchen und Jungen auch nach oben zur Orgel gehen dürfen, hängt mit den Orgelwochen zusammen. Kantor Martin Requardt hat großen Anteil daran, dass dieses außergewöhnliche Erlebnis für die Schulkinder möglich wurde. Er zeigt den Kindern das weit über das Weserbergland hinaus bekannte alte Instrument und erklärt die Funktionsweise.

„Darf ich auch einmal spielen, ich habe Klavierunterricht und kenne schon einige Lieder“, fragen einige Mädchen und Jungen. „Natürlich!“, antwortet Martin Requardt, der sich über das große Interesse der Kinder freut. „Vielleicht ist unter ihnen mal eine künftige Organistin, ein kommender Organist?“

Die Hillebrand-Berner-Orgel in der Stiftskirche ist ein Juwel, von weit her kommen bekannte Organisten, um darauf zu spielen. Im Jahr 1734 war es Adam Berner aus Osnabrück, einer der bedeutenden Orgelbaumeister des Barocks, der das Orgelgehäuse in der Stiftskirche baute. 2007 baute die Orgelwerkstatt Gebrüder Hillebrand aus Altwarmbüchen bei Hannover ein neues Orgelwerk mit 32 Registern in das historische Gehäuse ein.

Alle Organisten, die schon einmal in der Fischbecker Stiftskirche gespielt haben, schwärmen von dieser Orgel. Seit dem vergangenen Jahr gibt es Orgelführungen. Da die Nachfrage groß ist, wird das Angebot in diesem Jahr fortgesetzt. Die nächste und vorerst letzte Führung beginnt am Sonntag, 9. September, gegen 11.15 Uhr nach dem Gottesdienst.

Wer die Orgel in der Stiftskirche noch nicht gehört hat oder unbedingt wieder hören möchte, sollte sich unbedingt Montag, 3. September, vormerken. Ab 19.30 Uhr istRoman Summereder aus Wien mit den „Europäische Resonanzen“ im Rahmen der Fischbecker Orgelkonzerte zu hören.



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