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Fischbecker Neujahrslauf fand zum 18. Mal statt / Bewohner des Taubblindenwerks werden auf Wanderung begleitet

Ohne Stoppuhr gemeinsam ins neue Jahr starten

Fischbeck (ah). „Den Fischbecker Neujahrslauf möchten wir nicht missen“, sagen Julius Volquardsen und Karl-Heinz Beerberg. Sie freuen sich über das Teffen, reden unterwegs über Gott und die Welt.

veröffentlicht am 03.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:21 Uhr

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Zum 18. Mal haben Deutsches Taubblindenwerk (DTW), evangelische Kirchengemeinde sowie TSC Fischbeck zu der Veranstaltung eingeladen, die ihr ganz eigenes Tempo hat: nicht die Stoppuhr, sondern das Miteinander steht im Vordergrund.

„Lasst uns gemeinsam starten!“, unter diesem Motto eröffnet Ortsbürgermeister und TSC-Vorsitzender Horst Jeske den Lauf. Die 80 Teilnehmer bewegen sich alle in ihrem eigenen Rhythmus fort: Läufer wie eine sechsköpfige Familie mit Hund nehmen die 8,5 Kilometer lange Strecke in Angriff, eine Wandergruppe dehnt ihre Route spontan bis nach Pötzen aus. Die TSC Nordic Walking-Gruppe begibt sich auf den Weg rund um die Teiche, auf der 3,5- Kilometer-Wanderstrecke sind auch DTW-Bewohner unterwegs. Ein Taubblinder stapft am Arm von Gruppenleiterin Kerstin Kiehne mit. Kontakt, Gerüche, Bewegung sowie das feuchtnasse Wetter genieße er, erzählt die Betreuerin. „Es tut gut, nach der Silvesternacht wieder in Gang zu kommen, frische Luft zu tanken“, sagt Carmen Köberle, die mit ihren Töchtern mitgeht. Erstmals dabei ist Elisabeth Seidel aus Fuhlen, die erklärt: „Das ist eine wunderschöne Strecke.“

Stefanie Lampe hakt sich links bei einer Betreuerin ein, ihre rechte Hand umschließt die Hand Fritz Königs. Der Fischbecker gesellt sich alljährlich an ihre Seite. „Jetzt sind wir mitten im Wald“, stellt sie fest und fragt dann: „Bist du erkältet?“ Für die blinde DTW-Bewohnerin ist es ein besonderer Tag, ihr 38. Geburtstag. Die 100 Gäste, die sich zum Essen einfinden, stimmen nach der Begrüßung durch Einrichtungsleiter Jürgen Hennies „Viel Glück und viel Segen“ für sie an. Bei der Neujahrsandacht macht Pastor Klaus Sander mit Blick auf die Jahreslosung Mut, mit Grenzen zu leben. „Das ist ein toller Start ins neue Jahr“, lobt Irene Michelmann.

Mit Regenschirmen gut gewappnet laufen Bewohner und Betreuer des Taubblindenwerks gemeinsam mit Fischbecker Bürgern beim Neujahrslauf.

Foto: ah



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