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OCC steht vor Zerreißprobe

Hessisch Oldendorf. Der Oldendorfer Carneval Club (OCC) steht vor der wohl größten Zerreißprobe seiner Geschichte. Bei der Jahreshauptversammlung heute Abend müssen die Mitglieder mehrere Vorstandsposten neu besetzen. Dabei stehen sich zwei Lager innerhalb des Vereins bislang unversöhnlich gegenüber. Dem Carneval Club droht das Schlimmste, sollte es zu keiner Einigung kommen.

veröffentlicht am 09.04.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 22:41 Uhr

Autor:

Robert Michalla
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Lücke-Lange: „Ich möchte nicht, dass dieser

Verein kaputtgeht.“

Zur Wahl stellt sich heute unter anderem der Vizepräsident des Vereins, Thomas Jentsch. Er hatte dieses Amt im November 2012 kommissarisch übernommen. Zuvor hatten vier von sechs Mitgliedern des Vorstandes und zwei weitere des erweiterten Vorstandes ihren Rücktritt erklärt, der Verein selbst war damit handlungsunfähig. Ebenfalls zur Wahl stehen heute nach den Worten der Präsidentin Heidi Lücke-Lange der Zugmeister, der Schriftführer sowie mehrere Stellvertreter. „Wie hoffen, dass sie durch die Mitglieder bestätigt werden“, sagte Lücke-Lange gestern auf Anfrage. Die Präsidentin selbst ist noch für ein weiteres Jahr gewählt.

Torsten Schulte und Kai-Uwe Eggers zählten in der Vergangenheit zu den Kritikern Lücke-Langes. Eggers sagte gestern auf Anfrage, dass er kein Gespür dafür habe, wie die Veranstaltung verlaufen werde. Er gehe aber davon aus, „dass die Präsidentin an ihrer Strategie festhält“, sagte er. Schulte war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Eggers‘ Worten zufolge drohen den Kandidaten heute Abend Gegenstimmen. Mit Gegenkandidaten rechnet Eggers indes nicht. Er selbst werde sich neutral verhalten, denn er habe „null Interesse daran, den Karneval in Hessisch Oldendorf kaputtzumachen“. „Ich wünsche dem Karneval viel Erfolg“, sagte er. Damit ist er gar nicht so weit entfernt von Lücke-Lange. Sie sagte zwar ebenfalls, sie wisse nicht, was passieren werde. Sie betonte aber auch: „Ich möchte nicht, dass dieser Verein kaputtgeht.“

Eggers: „Ich

wünsche dem Karneval viel Erfolg.“

Der Streit innerhalb des Oldendorfer Carneval Clubs tobt seit langem (wir berichteten). Kritiker forderten in der Vergangenheit wiederholt den Rücktritt der Präsidentin, sie warfen Lücke-Lange unter anderem schlechten Führungsstil vor. Wiederholt sei ihre Arbeit behindert worden, weil die Präsidentin entgegen den Absprachen im Vorstand eigenmächtige Entscheidungen getroffen habe, wie Mitglieder des Clubs sagten.

Lücke-Lange selbst hatte diese Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen. Ihrer Meinung nach sind die Angriffe unbegründet. Der Verein stehe seit ihrem Amtsantritt besser da, als ihre Kritiker dies darstellten.

Zuletzt hatten sich Vertreter der beiden Lager vor dem Schiedsmann wiedergetroffen. Doch auch nach mehreren Treffen konnten sich die Gegner nicht auf einen Kompromiss einigen.

Der OCC kommt seit Jahren nicht zur Ruhe. 2008 hatte der damalige Vorsitzende Wilhelm Lutter nach Kritik das Handtuch geworfen. Im Jahr 2009 hatte es Querelen um die Kassenführung gegeben. Im selben Jahr wählten die Narren Heiner Amelung zum Präsidenten. Ihm folgte die aktuelle Club-Chefin Lücke-Lange. Zwischenzeitlich hatten sich die Narren auch über Bonbons in die Haare gekriegt. Auslöser waren „Kamellen“, die beim Kinderkarneval verteilt worden waren. Einige davon sollen auch den Weg in die Hosentaschen der Organisatoren der Veranstaltung gefunden haben.



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