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Nur am Vormittag ist die Mensa voll ausgelastet

Hessisch Oldendorf (ah). „Wir sind in jeder Pause hier drin“, erzählen sieben Zehntklässlerinnen, die sich um 11.35 Uhr einen Tisch in der voll besetzten grünen Mensa ergattern konnten. Am Tresen bei der Essens- und Getränkeausgabe stehen zahlreiche Schüler; nicht alle werden gleich einen Sitzplatz finden. Anders ist es mittags, da bleiben viele Plätze in der Mensa leer, da die Busse fahren und nur die Schüler bleiben, die am freiwilligen Nachmittagsangebot der Schulen teilnehmen.

veröffentlicht am 02.02.2010 um 16:22 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 22:21 Uhr

Mensa
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Hessisch Oldendorf (ah). „Wir sind in jeder Pause hier drin“, erzählen sieben Zehntklässlerinnen, die sich um 11.35 Uhr einen Tisch in der voll besetzten grünen Mensa ergattern konnten. Am Tresen bei der Essens- und Getränkeausgabe stehen zahlreiche Schüler; nicht alle werden gleich einen Sitzplatz finden. Anders ist es mittags, da bleiben viele Plätze in der Mensa leer, da die Busse fahren und nur die Schüler bleiben, die am freiwilligen Nachmittagsangebot der Schulen teilnehmen.
 Vor über drei Monaten öffnete die Mensa mit der besonderen Farbgestaltung am Schulzentrum in der Mühlenbachstraße ihre Türen für Real- und Hauptschüler. Auf den ersten Blick scheint sie hervorragend angenommen zu werden. Die Gruppe der Realschülerinnen lobt: „Die Mensa ist ein guter Treffpunkt für Haupt- und Realschüler, hier ist es schön warm und gemütlich.“
 Regelmäßig kaufen sie sich Backwerk, Süßigkeiten oder etwas zu trinken, aber fünf von ihnen verraten: „Wir haben hier noch nie etwas Warmes zu Mittag gegessen.“ Kommt der Speiseplan nicht an? „Der einzige Grund, warum wir das Mensaessen nicht nutzen, besteht darin, dass wir nachmittags keine Schule haben“, erklären sie. Die Auswärtigen unter ihnen müssen ihren Bus erreichen, die in der Kernstadt Wohnenden essen lieber mit der Familie, schließlich kochen ihre Mütter. Nur zwei der sieben Jugendlichen haben das Mensa-Mittagessen schon probiert: „Pommes mit Currywurst beziehungsweise Döner gab es da – und das war voll okay“, sagen sie.
 Ein Besuch in der Mensa, zwei Schulstunden später zur Mittagszeit, belegt, was die Realschülerinnen angedeutet haben: Nur wenige Tische sind besetzt, nicht zu vergleichen mit dem Trubel der zweiten großen Pause. Durch die große Glasfensterfront sind die Schülergruppen zu sehen, die an der Bushaltestelle warten. Küchenchefin Helga Bialas hat angesichts dieser Situation nicht das Strahlen in ihrem Gesicht verloren. „Das hier ist einfach mein Ding, ich bin zufrieden, eigentlich läuft es gut“, sagt sie und ergänzt: „Bei der Zahl an Schülern sind es natürlich zu wenig, die hier in der Mensa zu Mittag essen, die Zahlen haben sich aber im Vergleich zu den Anfangswochen gesteigert.“  Heute stehen bei ihr Hackreistopf für drei Euro und Pizza für 1,90 Euro auf dem Speiseplan. 50 Essen wird sie ausgeben, die Hälfte davon ist vorbestellt. Pommes sind nach wie vor der Renner, vor allem bei den älteren Schülern; die jüngeren essen eher à la Cárte und bestellen vor. „Ein Essen, das gar nicht lief, gab es noch nicht“, versichert Helga Bialas und verrät, dass neben den Schülern auch eine handvoll Lehrer die Mensa nutzt. „Und Herr Framke isst immer hier“, lobt sie. Der Schulleiter der Wilhelm-Busch-Realschule, dem es in der Mensa „gut schmeckt“, hat die Problematik längst erfasst. „Natürlich brauchen Haupt- und Realschule mit ihrem Nachmittagsangebot die Mensa für die Ausgabe und die Einnahme des Mittagessens“, betont er. Aber es seien noch nicht alle Potenziale ausgeschöpft, da unter anderem Fahrschüler nicht mitessen. Busse fahren das Schulzentrum nach Unterrichtsende um 13.30 Uhr und um 15.40 Uhr an. Wer das Nachmittagsangebot nicht wahrnimmt, muss lange auf die Heimfahrt warten, wenn er in der Mensa isst.
 „Diesbezüglich sind wir Schulleiter in konstruktiven Verhandlungen mit dem öffentlichen Personennahverkehr in Hameln“, erklärt Ottmar Framke und ist sicher, dass sich nach den Sommerferien etwas positiv verändern wird. Eine Schwachstelle sieht er auch darin, dass die Mensa im laufenden Schuljahr übergeben wurde, und die Möglichkeiten noch nicht voll im Stundenplan berücksichtigt werden konnten. „Schon im neuen Schulhalbjahr wird aber eine Musik-AG auf der Bühne üben“, erwähnt er. Von der Mensa als Veranstaltungsraum haben Haupt- und Realschule bereits profitiert, Weihnachtsfeiern fanden dort statt und natürlich werden die Schulentlassungsfeiern in diesem großzügigen Ambiente geplant.



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