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Dorfentwicklungsplan sieht zwei Stück bei Rohden und Segelhorst vor

Noch mehr Kreisel?

Hessisch Oldendorf. Im Dorfentwicklungsplan der Weserdörfer sind sie auf einer Skizze markiert, auch wenn Umsetzung und Finanzierung des „sonstigen öffentlichen Projekts“ noch nicht feststehen – zwei weitere Kreisel für den Hessisch Oldendorfer Raum. Diesmal an der L 434 und in einem Abstand von 500 Metern zu einander.

veröffentlicht am 23.02.2016 um 14:30 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:36 Uhr

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Autor:

von MAike Lina Schaper
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Einen Kreisel sieht der Plan bei Rohden an der Einmündung zur Ellerbachstraße vor, einen anderen bei Segelhorst am Sportplatz. Begründung: In den Außenbereichen beider Dörfer würde auf der Landesstraße zu schnell gefahren werden. Zudem gäbe es an Wochentagen einen regen Schwerlastverkehr bedingt durch den nahen Steinbruch Langenfeld. Für Fußgänger und Radfahrer sei eine gefahrenfreie Querung nicht möglich. Dadurch sei auch der gemeinsam von Rohdener und Segelhorster Jugendlichen genutzte Sportplatz nur erschwert erreichbar. Die Bewohner würden sich für beide Kreuzungsbereiche eine deutliche Geschwindigkeitsreduzierung wünschen – oder noch besser, eben den Bau eines Kreisels um „aktiv baulich die Autofahrer zum Langsamfahren zu zwingen“, so steht es im Papier. Dadurch soll die Straße gefahrlos überquert werden können.

Aber braucht die Kommune wirklich weitere Kreisel? Und wie realistisch ist dieser Bürgerwunsch? Fachbereichsleiter Heiko Wiebusch von der Stadtverwaltung verweist auf die Zuständigkeit der Niedersächsichen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Gleichzeitig betont Wiebusch, dass es sich bei den Maßnahmen im Dorfentwicklungsplan zunächst um die Ergebnisse des Arbeitskreises unter Beteiligung der Bürger aus den Weserdörfern handele. „Man wird in weiterer Diskussion sehen, wie man damit umgeht.“ Bisher seien alle Maßnahmen noch „informelle Planwerke ohne Verbindlichkeit“.

Aus Sicht der Landesbehörde ist eine Geschwindigkeitsregelung an dieser Stelle allerdings nicht gewünscht: „Wir befinden uns hier im Spannungsfeld zwischen Bürgerwillen und den Interessen anderer, die man nicht fragen kann. Das sind die Autofahrer, die dort vorbeifahren“, sagt Geschäftsbereichsleiter Markus Brockmann. Aus Sicht der Landesbehörde sei die Strecke wichtig, weil sie die Verbindung zur Autobahn herstellt.

Der Wunsch nach einer Geschwindigkeitsdrosselung seitens der Bürger sei nachvollziehbar, trotzdem müsse genau hingeschaut werden, ob diese Maßnahme dort sinnvoll ist. Ein Kreisel würde nur gebaut werden, wenn dafür eine Notwendigkeit gegeben ist. Beispielsweise wenn die Leistungsfähigkeit der Stelle eingeschränkt ist und es zu vermehrten Rückstaus im Verkehr käme. „Derartige Probleme sehe ich dort allerdings nicht“, sagt Brockmann.

Aktuell ist die Strecke zur Autobahn für Geschwindigkeiten bis 100 Stundenkilometer freigegeben mit einer Drosselung auf einigen Abschnitten auf Tempo 70. Diese Geschwindigkeitsverminderungen seien bereits dort angeordnet, wo es nach Prüfung der Behörde notwendig ist, heißt es von Brockmann. „Weitere Beschränkungen sind aus unserer Sicht nicht erforderlich“.

Zwar könnten eventuell Kreisel an dieser Stelle gebaut werden, doch dann müsste sich die Stadt Hessisch Oldendorf stark dafür einsetzen. Zudem müssten die Kreisel groß genug sein, um für Schwerlasttransporte wie etwa mit Windradteilen durchquerbar zu sein. Eine Finanzierung durch die Niedersächsische Straßenbaubehörde schließt Brockmann aufgrund der fehlenden Notwendigkeit aus Sicht seiner Behörde aus.



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