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Krippe, Kita und Schule sollen unter ein Dach / Verwaltung gesprächsbereit, sieht aber Platzprobleme

Neuer Rettungsplan für die Grundschule

Großenwieden/Welsede (doro). Die Grundschule Großenwieden erhalten und die angedachten Krippenplätze mit Großtagespflegestelle trotzdem einrichten, das ist die Wunschvorstellung des Ortsrates Großenwieden und betroffener Eltern. Auf diese Weise gingen die bereits beantragten Fördergelder nicht verloren und die Schule könnte möglicherweise gerettet werden. Der Zeitpunkt für eine Entscheidung sei verfrüht, glauben die Betroffenen, da sich für das Schuljahr 2013/2014 so viele Schüler angemeldet hätten, wie schon lange nicht mehr (16 Anmeldungen plus ein Kann-Kind, außerdem 2 bis 3 Rückstellungen aus diesem Jahr). „Derzeit ist viel Bewegung im Dorf, es gibt große Pläne, wie man das Dorf und die Schule attraktiver machen kann“, sagt Juliane Dohme. Man könne das Geschehen ebenso gut noch ein Jahr beobachten und die endgültige Entscheidung dann treffen. Für ein Gespräch mit den Beteiligten bezüglich der Realisierungschancen signalisierte Klaus-Dieter Leupold, Fachbereichsleiter für Schulangelegenheiten, Bereitschaft. Terminiert wurde das Treffen nach dem Fachausschuss – wenn die Mitglieder grünes Licht geben sollten.

veröffentlicht am 09.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:21 Uhr

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Gedacht war es von Politik und Verwaltung bisher anders: Nachdem die Ortsräte sich eingebracht haben, sollte am 13. Juni der Fachausschuss seine Empfehlung geben, am 21. Juni der Rat entscheiden. Auch dieser Beschluss würde dann auf die nächste Ratssitzung verschoben.

In den Ortsräten Rohdental und Großenwieden stellte Gleichstellungsbeauftragte Margareta Seibert noch einmal die Elternbefragung und die von der Verwaltung gezogenen Schlüsse vor. Sie betonte, dass es keine Korrektur der Auswertung oder Diagramme geben werde, da Einzelfälle das Ergebnis nicht signifikant beeinflussten.

Eine Parallelnutzung von Schule und Krippe hält sie für keine gute Lösung: „Das ginge auf Kosten der Schule“, erklärte Seibert in Welsede. Für die Schule infrage komme ohnehin nur der linke Gebäudetrakt wegen der bestehenden getrennten WC-Anlagen für Jungen und Mädchen. Müsste man die im rechten Trakt neu schaffen, käme man mit den Fördermitteln nicht hin. Rund 173 Quadratmeter ständen für die Familiengruppe im rechten Trakt zur Verfügung, der einen Gruppenraum, einen Kleingruppenraum, einen Schlafraum, Sanitäranlagen, eine Küche, einen Abstellraum und ein Büro beherbergen würde. Wollte man die Schule auch noch im Gebäude unterbringen, gäbe es für die Schüler weder Fachräume noch einen PC-Raum, die Schulleiter sich in der Regel wünschten.

Davon, dass in den neuen Räumen auch noch die Großtagespflegestelle oder gar der Kindergarten untergebracht werden könnte, war bei der Vorstellung der Pläne verwaltungsseitig in keiner der Sitzungen die Rede. Die Planung für den rechten Trakt bezieht sich derzeit nur auf die Familiengruppe. Der angrenzende Kindergarten ist durch eine Wand vom Schulgebäude getrennt und liegt baulich auf einer anderen Ebene. Ihn in die Planung mit einzubeziehen, bedeute wiederum mehr finanziellen Aufwand. Die Fördermittel für die Einrichtung der Großtagespflegeplätze und die Plätze für die unter Dreijährigen in Großenwieden seien nicht beantragt worden, um die Betroffenen unter Druck zu setzen, betonte Margareta Seibert, sondern zum einen, weil die Beantragungsfrist zum 20. April abgelaufen sei, zum anderen, um die Infrastruktur des Dorfes zu stärken, falls die Schule geschlossen wird. Zu bedenken gab sie in diesem Zusammenhang, dass auch der Kindergarten 2017 nicht mehr ausgelastet sei: Bei 126 Prozent läge man dann, mit den Plätzen für unter Dreijährige, für die zwei normale Plätze gerechnet werden, könnte man diese Entwicklung auffangen. Während im Großenwiedener Ortsrat Einigkeit bezüglich der Schule und der weiteren Vorgehensweise herrschte, war im Ortsrat Rohdental zu spüren, dass das Thema mit mehr Distanz betrachtet wird. Auch in Rohden wurde 2006 die Schule geschlossen: „Auch bei uns war das eine emotionale Angelegenheit“, sagte Astrid Hücker (SPD). Wie die Schließung das Dorf verändert hat, darüber gingen die Meinungen auseinander. Auch die Frage, ob der Wechsel an die Grundschule am Rosenbusch den Kindern Vor- oder Nachteile gebracht hat, schien eine Sache des Blickwinkels – beide Standpunkte wurden vertreten. Am Ende stimmte lediglich ein Ortsratsmitglied gegen eine Schließung spätestens 2014/15, vier dafür, sechs enthielten sich.



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