weather-image
15°

Zwölf Jahre Hin und Her um Straße „An der Friedenseiche“ / Ausbau kostet rund 40 000 Euro

Neuer Anlauf – verschwindet die Buckelpiste?

Segelhorst (pj). Die Diskussionen um den Ausbau der Straße „An der Friedenseiche“ lässt sich weit zurückverfolgen. Bereits zur Jahrtausendwende, als Welsede im Dorferneuerungsprogramm aufgenommen worden war, ging es um die Straße im Randbereich des Rohdentaler Dorfes. Ins Programm konnte ein Teil der Straße nicht kommen, da er nicht innerhalb des gültigen Bebauungsplans lag. Heute, zwölf Jahre danach, beschäftigt sich der Ortsrat immer noch mit dem Thema. Die Verwaltung soll Pläne für den Ausbau erstellen, damit die Maßnahme vielleicht im Jahr 2013 umgesetzt werden kann.

veröffentlicht am 08.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 10:41 Uhr

270_008_5805365_lkho102_0809.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Damals wie heute: Die Anlieger müssen sich an den Kosten beteiligen. 2002 machte der damalige Stadtdirektor Wilhelm Kuhlmann den Anliegern im Bereich außerhalb des Bebauungsplans ein interessantes Angebot. Von den Baukosten in Höhe von 40 000 Euro hätte das Amt für Agrarstruktur 50 Prozent übernommen. An der Restsumme hätten sich die Anlieger beteiligen müssen. Es kam, wie viele damals befürchteten: Der Ausbau der Straße „An der Friedenseiche“, letzte öffentliche Maßnahme der Dorferneuerung, konnte nicht durchgeführt werden. „Ein Anlieger zieht nicht mit, willigt nicht ein, sich freiwillig an den Ausbaukosten zu beteiligen. Dabei war der Plan fertig. Zuschüsse wären geflossen. Alle Appelle haben nichts genutzt“, mussten Stadtdirektor Wilhelm Kuhlmann und der damalige Bürgermeister Heinz Beißner enttäuscht mitteilen.

Zwei Jahre später, im Jahr 2004, waren die Anlieger bereit, einen Anteil dazugeben, doch Zuschüsse für die Befestigung des Weges waren nicht mehr lockerzumachen. So fahren die Anwohner noch heute über den holprigen Weg und die Fußgänger laufen bei Regen um die Pfützen herum Slalom. Heinz Hartmann, in diesen Jahren noch Mitglied des Ortsrates, gab nicht auf, er kämpfte für den Ausbau des Wegstücks. Auch im Rathaus versuchte man, den Welsedern zu helfen. Eine günstige Variante wäre, einfach eine Asphaltdecke aufzubringen. „Kostet 13 000 bis 15 000 Euro“, errechnete Harald Krüger, 2004 noch Erster Stadtrat. Da in der Kasse der Stadt das Geld fehlte, mussten weitere Jahre vergehen. Und die Kosten stiegen.

Im Juni 2012 entschied sich der Ortsrat Rohdental einmütig, Geld aus dem Dorfstrukturprogramm zum Ausbau der Straße „An der Friedenseiche“ beizusteuern. Zur Verfügung stehen mit einem Rest von rund 3000 Euro aus dem vergangenen Jahr insgesamt 9900 Euro. Heute belaufen sich die Kosten für den Ausbau auf rund 40 000 Euro, wie Christian Mork am Donnerstagabend in der öffentlichen Sitzung des Ortsrates Rohdental erklärte. Die Straße soll eine Breite von 3,50 Metern haben. Dazu kommt eine Bankette von 75 Zentimetern. Da die alte Straße „keinen tragfähigen Untergrund hat“, muss sie völlig neu aufgebaut werden. Die Frage von Ausschussmitgliedern, ob die alten Steine wiederverwendet werden können, verneinte Christian Mork, der im Rathaus für den Straßenbau verantwortlich zeichnet. Die Sandsteine, die vermutlich aus einem Steinbruch bei Groß Berkel kamen, seien nicht bruchsicher. Mit einer Bitumendecke soll die Straße „An der Friedenseiche“ befestigt werden, schlägt Christian Mork vor. Der Ortsrat beauftragte ihn, den Plan für den Ausbau zu erarbeiten, damit in der nächsten Sitzung konkreter über das Vorhaben gesprochen werden könne. Der Straßenausbau könnte dann im nächsten Jahr erfolgen.

Was die Kosten anbelangt, so wird die Stadt 40 Prozent tragen. 24 000 Euro entfallen auf die Anlieger. Die Dorfstrukturmittel reichen also noch nicht aus, um den städtischen Anteil abzudecken. Die Politiker und die Verwaltung müssen sich deshalb Gedanken machen, wo sie die Restsumme hernehmen. Rohdentals Ortsbürgermeister Friedrich Meier teilte mit, dass es ein Angebot aus Großenwieden gebe. „Ortsbürgermeister Heinz Kütemeyer hat angeboten, mit 5000 Euro aus Dorfstrukturmitteln auszuhelfen“, erklärte Friedrich Meier in der Ortsratssitzung.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?