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Brand hat dem Ehepaar kurz vor Weihnachten das Zuhause genommen

Neue Wohnung für Rumbecker Rentner gesucht

Hessisch Oldendorf. Nachdem die Wohnung eines Rentnerehepaares aus Rumbeck am Freitagnachmittag durch einen Brand unbewohnbar geworden ist, sucht ihre Schwiegertochter in spe nun eine neue Wohnung für die beiden 76-jährigen Senioren.

veröffentlicht am 14.12.2015 um 13:24 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:41 Uhr

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Autor:

von maike lina schaper
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Es es ist ein Szenario, vor dem viele Menschen Angst haben: Man stellt zu Hause ein Elektrogerät an, will gerade die Wohnung verlassen, während ein anderes Familienmitglied nichts ahnend schläft, und plötzlich fängt der Rauchmelder an zu piepsen. So erging es einer 76 Jahre alten Rentnerin aus Rumbeck und ihrem gleichaltrigen Mann am Freitagnachmittag.

Es war kurz vor 15 Uhr, die Rentnerin wollte noch schnell die Waschmaschine einschalten, bevor sie das Haus verlässt, um zur Familie ihres Sohnes zu gehen. Ihr Mann hielt währenddessen Mittagsschlaf auf dem Sofa. Doch der Rauchmelder stoppte die Rentnerin. Sie sah noch, wie Flammen hinter der Waschmaschine hervorkamen, und konnte ihren Mann wecken. Mit Wasser wollten sie den Elektrobrand nicht löschen, ein Feuerlöscher war nicht zur Hand. Bis die alarmierten Feuerwehren aus der Umgebung eintrafen, kam bereits schwarzer Qualm aus der Wohnung.

Die Einsatzkräfte konnten den Brand löschen, schleppten die kokelnde Waschmaschine und andere verbrannte, zum Teil noch glimmende Gegenstände aus der Wohnung, um sie draußen auf dem Rasen mit Löschwasser abzuspritzen und einen zusätzlichen Wasserschaden zu verhindern.

2 Bilder

Trotzdem bot sich ein Bild des Schreckens: Der Boden der Wohnung war durchnässt, die Decke und die Wände vom Ruß im oberen Teil vollständig geschwärzt. „Die Wohnung ist unbewohnbar“, erzählt die Schwiegertochter in spe, Claudia Neuhaus. Die beiden Rentner möchten lieber anonym bleiben.

Erst vor zwei Jahren waren ihre zukünftigen Schwiegereltern in die Erdgeschosswohnung im Kiefernweg gezogen, berichtet Neuhaus. „Alles war neu, die Tapeten, das Laminat, der Putz. Selbst die Küche war brandneu und vor drei Monaten haben sich die Beiden zwei neue Matratzen gekauft.“ Die beiden Rentner seien entsprechend „aufgelöst“. Die Familie weiß noch nicht, was sie aus der Wohnung retten kann. Das meiste ist verrußt oder es riecht stark nach Rauch.

Noch ist alles, so wie es am Brandtag war, ein Gutachter muss sich die Mietswohnung noch ansehen. Wohngebäude und Hausrat sind versichert. Was man ersetzen kann, das würde die Versicherung auch ersetzen, habe ein Vertreter zu der Familie gesagt. Nur die Erbstücke und Fotos eben nicht, denen trauert die Mutter ihres Mannes besonders hinterher, sagt Neuhaus. Sie hoffen, dass eine Firma, die auf die Beseitigung von Brandschäden spezialisiert ist, noch das ein oder andere Stück retten kann. Die Wohnung wird dem Anschein nach eine längere Zeit unbewohnbar sein. Die beiden Rentner sind behelfsweise bei einem ihrer Söhne in Fischbeck untergekommen, doch brauchen nun eine neue Wohnung.

Doch da Wohnraum aktuell durch den Zuzug von Flüchtlingsfamilien sehr gefragt ist, befürchtet die Familie, dass dieses Unterfangen schwer werden könnte. Diese Befürchtung teilt auch ein Facebook-User auf der Dewezet-Seite.

Ihre angehende Schwiegertochter möchte den beiden Rentnern nun helfen und versucht für sie eine eigene Wohnung zu finden. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Ehepaares wäre eine Erdgeschosswohnung in der Kernstadt oder Fischbeck am besten geeignet. Um die 80 Quadrater sollte sie haben, zwei bis drei Zimmer und könnte zwischen 350 bis 400 Euro Kaltmiete kosten. Wer entsprechenden Wohnraum zu vermieten hat, kann sich gern bei Claudia Neuhaus unter der Telefonnummer 0171/8618164 melden.



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