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Diashow soll digitalisiert werden / Niedrigseilgarten geplant

Neue Technik für die Schillat-Höhle

HESSISCH OLDENDORF. Das natour.NAH.zentrum Schillat-Höhle könnte weiter aufgewertet werden: 20 000 Euro sollen für digitale Vorführ-Technik und einen Kinder-Spielbereich aufgewendet werden, so sieht es ein Entwurf der Stadt vor, über den die politischen Gremien noch abstimmen müssen.

veröffentlicht am 03.09.2018 um 15:17 Uhr

Das natour.NAH.zentrum soll weiter aufgewertet werden, so ein Vorschlag der Stadt. Foto: wfx
Jens Spickermann

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Die „Riesenbergschau“ funktioniert bislang mit veralteter Dia-Technik und soll laut Stadtverwaltung kostenintensiv digitalisiert werden. Die 3-D-Vorführungen werden dann künftig nur noch im Wanderinformationszentrum stattfinden und der bisherige Vorführraum in der Höhle soll für museumspädagogische Angebote umgestaltet werden. Die klimatischen Bedingungen in der Höhle seien für technische Geräte ungünstig, begründet Hermann Faust von der Stadt den geplanten Schritt.

Übrig gebliebene Mittel möchte die Stadt für einen Niedrigseilgarten im Außenbereich nutzen, der abschnittweise ausgebaut werden soll.

Bereits im September 2015 war beschlossen worden, das natour.NAH.zentrum als Bildungs- und Freizeiteinrichtung weiterzuentwickeln. Dafür hatte die Stadt 20 000 Euro zur Verfügung gestellt, die bisher allerdings nicht benötigt wurden, da für die bisherigen Gestaltungsmaßnahmen Haushalts-Restmittel ausreichten. Das bereitgestellte Geld steht deswegen noch zur Verfügung.

Ein ab 2015 entwickeltes Konzept für das Zentrum sah abgesehen von den Spielmöglichkeiten unter anderem eine Überdachung der Grillhütte und eine Aufwertung des Eintritts-Bereiches vor – diese Ziele hat die Stadt bereits umgesetzt. Probleme gab es allerdings zunächst mit dem angedachten Spielbereich: Aus Gründen des Naturschutzes mussten die Planungen zunächst mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises abgestimmt werden, heißt es von der Stadt. Es sei dabei um die Frage gegangen, inwieweit eine Gehölzanpflanzung – eine Kompensationsmaßnahme für den Gesteinsabbau – beeinträchtigt würde, erklärt Faust. Obwohl das Problem durch eine Veränderung der geplanten Gestaltung inzwischen gelöst werden konnte, lässt der Spielbereich noch bis zum Saisonschluss 2019 auf sich warten. Vorrang hat nämlich die Anschaffung der neuen Digitaltechnik. Außerdem solle durch die Bautätigkeiten nicht der Café-Betrieb gestört werden, heißt es in der Beschluss-Vorlage der Stadt.

Ein Großteil des zur Verfügung stehenden Geldes dürfte ohnehin für die Digitalisierung der Riesenbergschau aufgewendet werden: Mindestens 12 000 Euro sind für die Digitalisierung selbst veranschlagt, weitere 10 000 Euro für die Installation der erforderlichen Projektionstechnik.

Weil durch Online-Buchungen von Eintrittskarten die Steuerung der Besucherströme einfacher funktioniert und der Betrieb so wirtschaftlicher wird, soll es für Buchungen im Internet zukünftig Rabatte geben. Eine Gebührenerhöhung sei damit nicht verbunden, heißt es von der Stadt.

Über die Beschlussvorschläge entscheidet zunächst am Donnerstag, 6. September, der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, bevor die Angelegenheit vom Verwaltungsausschuss und dem Stadtrat behandelt wird.

Auch sofern die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden sollten, wird die Entwicklung der Schillat-Höhle als Freizeiteinrichtung nicht abgeschlossen sein, meint Faust. „Freizeiteinrichtungen brauchen immer wieder einen neuen Impuls, damit sie interessant bleiben.“ Konkrete weitere Planungen gebe es zurzeit aber nicht.

Momentan können sich die Verantwortlichen über abnehmendes Interesse übrigens nicht beklagen. Die Besucherzahlen belaufen sich jährlich relativ konstant auf rund 17 000 bis 18 000. Im Jahr 2017 nutzten 17 931 Personen die verschiedenen Angebote.

Mein Standpunkt
Jens Spickermann
Von Jens Spickermann

Die Schillat-Höhle ist die nördlichste Tropfsteinhöhle Deutschlands und ein bedeutender touristischer Anziehungspunkt, der zahlreiche Freizeit- und Bildungsaktivitäten anbietet. Investitionen erscheinen deshalb sinnvoll und könnten sich langfristig auszahlen. An der Digitalisierung der Show führt ohnehin kaum ein Weg vorbei, denn die analoge Technik ist nicht mehr zeitgemäß.



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