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Geburten-Anstieg macht zusätzliche Betreuungsplätze notwendig

Neue Kinderkrippe eingeweiht

HESSISCH OLDENDORF. Billlig war die neue Kinderkrippe „Pusteblume“ nicht. Ein Grund, aus dem sie gebaut werden musste, ist aber aus demografischer Sicht erfreulich: In der Stadt werden wieder mehr Kinder geboren. Nun ist die neue Betreuungseinrichtung an der Goethestraße nach einjähriger Bauzeit feierlich eingeweiht worden.

veröffentlicht am 18.09.2018 um 18:05 Uhr
aktualisiert am 18.09.2018 um 19:42 Uhr

Gemeinsam mit Erzieherinnen lüftete Bürgermeister Harald Krüger das Namensschild der Krippe „Pusteblume“. Foto: jsp
Jens Spickermann

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Die Stadt, der Landkreis und Land mussten ordentlich Geld auf den Tisch legen – 1,4 Millionen Euro hat der Neubau gekostet. Doch immer mehr Kinder in Hessisch Oldendorf benötigen einen Kita- oder Krippenplatz und die Stadt hat mit Investitionen darauf reagiert. Das gilt nicht nur für den aktuellen Neubau, sondern auch für bestehende Einrichtungen. „Mir ist es wichtig, dass unsere Einrichtungen allesamt einen vernünftigen Standard haben“, erläuterte Bürgermeister Harald Krüger. Allein in den Kindergarten Zwergenland an der Henningstraße seien deswegen 60 000 Euro in Renovierungsarbeiten investiert worden.

Die Stadt rechnet damit, dass auch in Zukunft weitere Kita- und Krippenplätze geschaffen werden müssen. Deshalb hat der beauftragte Architekt das Gebäude so gestaltet, dass es von aktuell zwei Gruppen ohne allzu großen auf drei erweitert werden kann.

Vor zehn Jahren habe man sich den großen Bedarf gar nicht vorstellen können, sagte Krüger bei seiner Einweihungsrede. Damals sei man eher davon ausgegangen, dass aufgrund des demografischen Wandels langfristig Einrichtungen geschlossen werden müssten. Letztendlich kam es aber anders: Die Kita am Rosenbusch wurde seitdem gebaut und ebenso eine Krippengruppe in Hemeringen eingerichtet. Die aktuelle Entwicklung führt Krüger auf drei Gründe zurück: Zum einen sei die Nachfrage nach Kita- und Krippenplätzen gestiegen – nicht zuletzt durch die Gebührenbefreiung für Kinder ab drei Jahren, die seit dem aktuellen Kindergartenjahr gilt. Ein gewisse Rolle spiele auch die Zuwanderung von Flüchtlingen. Außerdem habe es schlichtweg mehr Geburten gegeben, als man noch vor Jahren prognostiziert hatte. „Damals haben wir nicht gedacht, welche Dynamik das Kinderkriegen noch bekommt“, sagte Krüger. Für den Bürgermeister sind das erfreuliche Nachrichten, auch wenn durch die zusätzlichen Betreuungplätz Kosten entstehen. „Besser als in Bildung – in kleine Kinder – kann man Geld gar nicht investieren“, so Krüger.

Sämtliche Räume der neuen Krippe sind ebenerdig und somit barrierefrei. Foto: jsp

Die Kita Pusteblume hat am 1. August die ersten neun Kleinkinder aufgenommen, deren Anzahl schrittweise auf 30 gesteigert wird. Die Unter-Dreijährigen sollen die Möglichkeit haben, sich in Ruhe an die neue Umgebung zu gewöhnen, deswegen werden die verfügbaren Plätze nicht sofort alle belegt.

Das Gebäude wurde in Massiv-Bauweise auf einem 1800 Quadratmeter großen Grundstück gebaut, das die Stadt von Westfalen Weser Netz erworben hat. Zu den Baukosten haben der Landkreis 150 000 Euro und das Land Niedersachsen 360 000 Euro beigesteuert.

Trotz der höheren Kosten fiel die Wahl auf ein Gebäude in Massiv-Bauweise und nicht auf die günstigere Fertig-Bauweise. Der Vorteil liege in besseren Schallschutz-Eigenschaften und einer geringeren Erwärmung bei sommerlichen Temperaturen, hieß es bei der Einweihung.

Die Krippe überzeugt durch große, helle Räume und umfasst einen bepflanzten Außenbereich mit Spielgeräten. Bei der Auswahl des Mobiliars und der Farbgestaltung wurde der Einrichtungsleiterin freie Hand gelassen. Gemeinsam mit dem zuständigen Architekturbüro sorgte sie so für eine kindgerechte Gestaltung.

Im Gegensatz zu Kitas oder gemischten Einrichtungen bietet die „Pusteblume“ ausschließlich Plätze für Kleinkinder an. Deren Betreuungsquote ist in den letzten Jahren gestiegen. Aktuell liege sie in Hessisch Oldendorf bei etwa 35 Prozent, heißt es von der Stadt.



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