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Feuerwehr Lachem erhält Fahrzeughalle an neuem Standort

Neubau statt Sanierung

Lachem. Lachem soll noch in diesem Jahr ein neues Feuerwehrgerätehaus bekommen. Das hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig empfohlen. Die Verwaltung ist nun beauftragt, die erforderlichen Planungsleistungen zur Umsetzung des „Neubau Feuerwehrgerätehaus Lachem“ zu vergeben.

veröffentlicht am 13.04.2016 um 16:04 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Wie der Ausschussvorsitzende Friedrich Meier (SPD) betonte, hat Lachem derzeit von allen 24 Hessisch Oldendorfer Ortswehren baulich den wohl schlechtesten Stützpunkt: „Das vorhandene Feuerwehrgerätehaus weist gravierende funktionale und auch sicherheitsrelevante Mängel auf.“ Heiko Wiebusch von der städtischen Gebäudebewirtschaftung unterstrich, dass für Lachem auch nach dem aktuellen Feuerwehrbedarfsplan ein Neubau vertretbar sei. So sei die Freiwillige Feuerwehr Lachem im Verhältnis zur Einwohnerzahl des Stadtteils eine vergleichsweise gut aufgestellte Wehr mit zurzeit 25 Aktiven. Sie weise zudem eine ausgeglichene Altersstruktur auf und habe derzeit keine Nachwuchssorgen. Demgemäß enthalte der Feuerwehrbedarfsplan für den Südweserbereich in seinem Entwurf auch keine Empfehlung zur Aufgabe oder zur Zusammenlegung von Ortswehren.

„Nach intensiven Vorgesprächen stehen die Ampeln für einen Neubau derzeit vorsichtig auf Grün“, erklärte Wiebusch den Ausschussmitgliedern. In Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Architekt, Brand-schutzprüfer und einem Statiker, dem Ortsbrandmeister sowie der Kirchengemeinde Lachem als Grundstückseigentümerin wurden in der Vergangenheit bereits verschiedene Varianten einer zukunftsfähigen Entwicklung für ein Feuerwehrgerätehaus in Lachem erörtert. So wurden als Möglichkeiten sowohl die Sanierung des vorhandenen Feuerwehrgerätehauses, ein Neubau einer Fahrzeughalle neben dem ehemaligen Pfarrhaus in Lachem mit Schulungsraum im alten Pfarrhaus als auch der Ausbau der unter Denkmalschutz stehenden Pfarrscheune zu einem Feuerwehrgerätehaus diskutiert. Im Ausschuss entschied man sich nun einstimmig für den Neubau einer Fahrzeughalle am Sportheim in Lachem. Der Dachboden über der Halle soll als Schulungsraum ausgebaut werden. Alle anderen Varianten schieden aus Kostengründen aus.

Denn die Mittel für Lachems neues Feuerwehrgerätehaus sind bereits mit einem festen Finanzrahmen vorhanden und müssen noch in diesem Jahr verbaut werden: Bereits in den Haushalt 2014 wurden unter dem Vorbehalt eines jetzt vorliegenden Feuerwehrbedarfsplanes insgesamt 60 000 Euro zweckgebunden für das Gerätehaus eingestellt.

Neben dem Sportheim in Lachem soll die neue Fahrzeughalle für die Feuerwehr Lachem gebaut werden. Fotos: Dana (2)

Nach einer Vorprüfung wurde von der Verwaltung festgestellt, dass eine Sanierung des bestehenden Feuerwehrgerätehauses wenig sinnvoll wäre: Sanierungsbedarf besteht dort insbesondere am Dach, an der Heizungsanlage, den Türen und Toren sowie in den Sanitäranlagen. Diese Sanierungskosten allein würden nach überschlägiger Schätzung schon rund 30 000 Euro betragen. Bei einer Sanierung des vorhandenen Feuerwehrgerätehauses ließen sich die bestehenden baulichen, funktionalen und letztendlich auch sicherheitsrelevanten Mängel jedoch nur in Ansätzen beseitigen, so die Fachleute. Die sehr beengten Platzverhältnisse in der Fahrzeughalle und im Schulungsraum wären damit noch nicht beseitigt. Auch wäre für eine zweite Toilette kein Platz vorhanden. Eine bauliche Erweiterung des vorhandenen Gebäudes wäre nicht möglich.

Eigenleistung der Feuerwehr erforderlich

Dabei war der nun geplante Neubau einer Fahrzeughalle am Sportheim in Lachem mit Ausbau des Dachbodens als Schulungsraum bereits im Zuge einer früheren Planung schon einmal untersucht und seinerzeit nicht weiter verfolgt worden. Damals hatte man angedacht, im Dachgeschoss einen Versammlungsraum für bis zu 50 Personen als kleines Dorfgemeinschaftshaus einzurichten. Das war aber aufgrund der Statik illusorisch. In der nunmehr untersuchten geänderten Variante erscheint jedoch ein Schulungsraum im Neubau-Dachgeschoss nach den Ergebnissen der Vorabstimmung mit den Sachverständigen für Statik und Brandschutz in verschlankter Form für die Wehrstärke grundsätzlich machbar. Vorgesehen ist nun der Neubau einer Fahrzeughalle neben dem Sportheim des SV Lachem mit abgetrenntem Umkleideraum. Im vorhandenen Sportheim sollen die Sanitäranlagen mitgenutzt werden. Die Grundstückseigentümerin Kirchengemeinde sowie der Eigentümer des Sportheimes, der SV Lachem, haben dieser Variante grundsätzlich zugestimmt, erklärte Wiebusch.

Im Fachausschuss wurde aber nochmals betont, dass die Maßnahme nur im vorgegebenen Kostenrahmen realisiert werden kann, wenn die Freiwillige Feuerwehr Lachem ihren Neubau in Eigenleistung hochzieht. Einen weiteren Vorteil dieser Variante sieht der Ausschuss in der räumlichen Bündelung von Vereinswesen und Ehrenamt im Bereich des Sportplatzes in Lachem. Auch wäre die Wehr dann mit ihrem Stützpunkt direkt an ihr bereits genutztes Übungsgelände herangerückt.

Nach dem politischen Beschluss steht nun die Entwurfsplanung nebst Erarbeitung der Bauantragsunterlagen an. Diese Planungsleistungen sollen extern vergeben werden.



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