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Kreis-Umwelt-Ausschuss stimmt in seiner Empfehlung zu / Biotope für seltene Tier- und Pflanzenarten

Naturschutzgebiet „Hohenstein“ ist größer geworden

HESSISCH OLDENDORF. Das Naurschutzgebiet „Hohenstein“ wurde flächenmäßig an die europäischen Vorgaben angepasst. Danach sollen alle niedersächsischen Natura2000-Gebiete, bestehend aus den Fauna-, Flora, Habitat (FFH)- und Vogelschutzgebieten (VSG), unter einem Dach bis Ende 2018 hoheitlich gesichert werden

veröffentlicht am 23.02.2018 um 15:30 Uhr

Das Naurschutzgebiet „Hohenstein“ bietet mit seinen Felsformationen beruhigte Brutplätze für den Uhu. Foto; Archiv
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Auf Wunsch oder mit Zustimmung der Eigentümer wurde der räumliche Geltungsbereich des Naturschutzgebiets „Hohenstein“ nun um Teilbereiche des Ibergs, der Südwehe und des Brennenbergs (Waldbereiche der Nds. Landesforsten), im Langeföhrtal (Waldbereiche der Forstgenossenschaft „Süntelwald“) sowie um Privatflächen oberhalb der sogenannten „Höllenmühle“ bei Langenfeld erweitert. Damit vergrößert sich die neu festgelegte Schutzgebietsfläche von ehemals 916 Hektar auf 1087 Hektar.

Die Neufassung der Verordnung über das Hohenstein-Naturschutzgebiet wurde in jüngster Sitzung vom Kreis-Fachausschuss für Erneuerbare Energien und Umwelt bei einer Enthaltung des AfD-Abgeordneten und -Fraktionsvorsitzenden Dr. Jürgen Schönbrodt einstimmig so angenommen. Zuvor waren die anerkannten Naturschutzverbände sowie die vom Vorhaben berührten Fachbehörden und sonstige Träger öffentlicher Belange – insgesamt 51 an der Zahl – angehört worden.

Das Naturschutzgebiet um den Hohenstein, 1952 per Verordnung als solches deklariert, ist das zweitälteste Naturschutzgebiet in Niedersachsen. Das geschützte Gebiet umfasst ein naturnahes Laubwaldgebiets mit großflächigen Waldmeister- und Hainsimsen-Buchenwäldern. In den Buchenwäldern auf Kalkstandorten kommen zahlreiche Orchideen vor. Prägende Felsformationen beherbergen zum Teil nieder sachsenweit die einzigem Lebensräume zahlreicher wärmeliebender Pflanzenarten, die hier ihr nördlichstes Vorkommen haben. Felsspalten und -klüfte bieten Habitate für viele Tierarten, unter anderem beruhigte Brutplätze des Uhus und sonstiger Großvögel.

Im den im Naturschutzgebiet entspringenden Waldbäche mit ihren Quellbereichen und Stillgewässern kommen rare Tierarten wie Groppe, Bachforelle, Blauflügel-Prachtlibelle und Eisvogel vor, siedeln zahlreichen Amphibienarten. Darunter kommt hier auch der Feuersalamander vor.

Eine Vielzahl nicht touristisch erschlossener Höhlen mit Tropfsteine und Sinterfahnen bieten Fledermausarten wie Bechsteinfledermaus, Teichfledermaus und Großem Mausohr Quartier.

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