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Zwei Naturlehrpfade werden insgesamt 20 000 Euro kosten

Naturschützer planen teures Projekt

HESSISCH OLDENDORF. Alte hohle Bäume, in denen Stare nisten können, gibt es immer weniger. Um dem „Vogel des Jahres 2018“ alternative Brutstätten zu bieten, hat der Hessisch Oldendorfer Nabu nun am Horstweg zehn Starenkästen installiert. 300 Euro hat die Installation gekostet, die von der Bingo-Umweltstiftung gefördert wurde.

veröffentlicht am 13.01.2019 um 16:59 Uhr

Der Nisthilfe-Lehrpfad ist bereits fertig. Hans Arend vom Nabu plant nun einen deutlich teureren Naturlehrpfad. Foto: dana
Jens Spickermann

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„Weil der im Bestand rückläufig ist, wollten wir den unterstützen“, sagt Nabu-Pressebeauftragter Hans Arend. Innerhalb der letzten 20 Jahre habe sich der Bestand der Vögel halbiert – das sei auch eine Folge des Insektensterbens, denn die Stare ernährten sich von Insekten, erklärt Arend.

Die Nistkästen-Installation dient zugleich als Anschauungsobjekt für naturkundliche Bildung. Für diesen Zweck plant der Nabu noch ein viel größeres Projekt, das in diesem Jahr fertiggestellt werden soll: zwei Naturlehrpfade, die insgesamt etwa 20 000 Euro kosten werden.

„Das wollen wir in diesem Jahr durchziehen“, verspricht Arend. Einer der Lehrpfade soll vom Nabu-Gelände in Hessisch Oldendorf zur Grillhütte nach Barksen führen. Der Weg ist zwischen drei und vier Kilometer lang. Die erste Voraussetzung hat die Stadt dafür bereits geschaffen: Mittlerweile sei Splitt auf dem unbefestigten Pfad verteilt worden, um ihn besser begehbar zu machen, sagt Arend. Der zweite Lehrpfad soll in Heßlingen entstehen – auf dem Gelände des Nabu-Vorsitzenden Oliver Nacke.

Im Unterschied zum Nisthilfe-Lehrpfad, den der Nabu bereits am Horstweg installiert hat, soll der Naturlehrpfad über ganz verschiedene Naturphänomene informieren und nicht nur über das Brutverhalten von Tieren. An einer Weide wird beispielsweise eine Station über die Weidehaltung von Vieh informieren, an anderer Stelle soll etwas über die Jagd oder über Pilze erklärt werden. „Mindestens 30 Lern-Stationen“ sollen dafür aufgebaut werden.

Die Pfade können von allen Leuten genutzt werden, besonders Schulen und Kindergärten möchte Arend aber ansprechen. Für die naturkundliche Bildung von Kindern engagiert er sich schon seit vielen Jahren.

Ab Mitte des Jahres werde der Nabu die Info-Stationen voraussichtlich aufbauen, den zwischen Hessisch Oldendorf und Barksen eventuell in zwei Abschnitten, sagt Arend. Was allerdings noch fehlt, ist das Geld: Die Kosten von 20 000 Euro kann der Nabu nicht aus eigenen Mitteln stemmen. Nötig ist eine Förderung durch die Bingo-Umweltstiftung. Arend ist sich jedoch absolut sicher, dass der Antrag unterstützt wird. „Mit Sicherheit wird das genehmigt. Die haben so viel Geld – die suchen händeringend nach Projekten, die sie fördern können“, meint der Naturschützer.



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