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Eine Attraktion für Hessisch Oldendorf – Skulpturenpark feierlich eingeweiht

Naherholung der künstlerischen Art

HESSISCH OLDENDORF. „Wer eine Vision hat, sollte zum Arzt gehen“, sagte einst Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt sehr salopp. Mag ja sein, dass das für Schmidt zutraf, jedoch bestimmt nicht für die Hessisch Oldendorfer Künstlerin Gisela Mewes und Architekt Werner Braun, ihren Lebensgefährten. Beide hatten nämlich genau das – eine Vision.

veröffentlicht am 30.09.2018 um 15:38 Uhr

Gisela Mewes und Werner Braun haben sich mit dem Skulpturenpark einen Traum erfüllt. Foto: boh
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Autor

Stefan Bohrer Reporter
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Auf dem Gelände der Bekleidungsfirma Bessmann in unmittelbarer Nähe zum städtischen Bahnhof entdeckten sie ein brachliegendes Gelände von etwa 5000 Quadratmeter Größe. „Verschenktes Areal, das ein trauriges Dasein fristete“, erklären beide. So etwas muss doch zu nutzen sein. Erste Gedanken wurden skizziert und später am Reißbrett ausgeführt. Schließlich wurde ein Modell erstellt. Ein Skulpturenpark sollte die Kernstadt um eine Attraktion reicher machen.

Vom ersten Spatenstich bis zur Einweihung sind jetzt fünf Jahre ins Land gegangen. Jahre, die nicht immer einfach und vor allem vollgepackt mit unzähligen Arbeitsstunden waren. Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Entstanden ist ein künstlerisches Naherholungsgebiet mit futuristisch anmutendem Künstleratelier und weithin sichtbaren Kunstobjekten. Hier kann man getrost die Seele baumeln lassen und Kunst auf sich wirken lassen. Auch ein Blick über die Schulter der Künstlerin ist gewährleistet, Fachsimpeln inklusive. Allein die mit Bedacht gewählte Form des Oktogons für den Kunstpavillon hat Werner Braun als echte Herausforderung gesehen. Es gibt im Oktogon keine senkrechten Wände, Fenster und Türen. Somit wurde die Holz-Stahlkonstruktion in Teilabschnitten gebaut. Auch jede Leitung, Ablagefläche und Zwischenwand musste einzeln konstruiert und ausgeführt werden. Entstanden ist ein Raum, der Behaglichkeit und gleichzeitig Kreativität ausstrahlt. Auch das Gelände selbst wurde in schweißtreibender Arbeit von Kraut und alten Baumwurzeln befreit, damit der rund 700 Quadratmeter große Teich angelegt werden konnte, der jetzt zum Flanieren geradezu einlädt. Gisela Mewes hat im Auftrag der Stadt Rees vor zehn Jahren ein überdimensioniertes Kunstwerk auf einem Kreisel gebaut. Der zählt mittlerweile zu den Wahrzeichen der Stadt. Mit dem Skulpturenpark hat sich das Künstlerpaar einen persönlichen Traum erfüllt. Auch dieser Park dürfte sich innerhalb kürzester Zeit zum Wahrzeichen der Stadt mausern. Die Zeichen dafür stehen sehr günstig, denn die Besucherzahlen der letzten Wochen sprechen Bände. Zumal dieses Projekt, auch wenn es jetzt der Öffentlichkeit übergeben wurde, eigentlich niemals fertig wird, erklären Gisela Mewes und Werner Braun schmunzelnd. „Denn wir haben noch unglaublich viele Ideen, die wir noch in die Tat umsetzen wollen!“

Andrang vor dem Kunstpavillon. Foto: boh


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