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Sanierung der Mühlenbachstraße beendet

Nach vier Monaten wieder frei

veröffentlicht am 09.09.2016 um 14:53 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:58 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Jetzt wurde sie wieder für den Verkehr freigegeben. Allerdings stehen noch Restarbeiten an Gehwege, der Straßenbeleuchtung und Beetflächen an.

Während der rund viermonatigen Bauzeit mussten Anwohner und Eltern, die ihre Kinder zur Oberschule oder den Kindergarten brachten, wie beim bekannten Gesellschaftsspiel eine Ereigniskarte ziehen. Hieß es doch: Ziehen Sie über die Umleitungsstrecken zu Ihrem Ziel an der Mühlenbachstraße.

Bis in das Frühjahr dieses Jahres hinein bot der Zustand der von der Stadt als Hauptverkehrsstraße bezeichneten Straße ein eher trostloses Bild. Löcher und Ausbesserungsstellen im Asphalt zeugten davon, dass die Fahrbahn mehrfach nur notdürftig geflickt worden war. Auch die Bürgersteige wurden im Laufe der Jahre holprig. Nicht nur zum Ärgernis von Rollstuhlfahrern und älteren Fußgängern, die mit Rollatoren unterwegs sind.

Kein Wunder. Schließlich liegt die letzte aufwendigere Sanierung fast 50 Jahre zurück. 1969 sei das gewesen, sagt Christian Mork, der in der Verwaltung für den Straßenbau zuständig ist. Der nun nahezu vollendete Ausbau ist der zweite Bauabschnitt einer Maßnahme, bei der im Jahr 2015 bereits ein Minikreisel im Kreuzungsbereich zur Langen Straße fertiggestellt wurde. Auf einer Länge von 300 Metern wurde die Straße 65 Zentimeter tief ausgekoffert und neu asphaltiert. Die zuvor sechs Meter breite Fahrbahn misst jetzt 6,50 Meter und wird von zwei 1,80 Meter breiten gepflasterten und barrierefrei gestalteten Gehwegen gesäumt.

„Mir fehlt eine Mittellinie“, lautet Jürgen Engelhardts Kommentar, als er als Erster mit seinem Mercedes über den neuen Straßenbelag fährt. Kurz zuvor hatten Bauarbeiter der Tiefbaufirma BTA Baustoffe Kallies aus Weibeck die letzten Absperrbaken zur Seite geschoben. „Gut gemacht. Das war aber auch für die Busse und den Schülerverkehr notwendig“, meint seine Beifahrerin Bärbel Meier. Die beiden Barksener scheinen mit der erfolgten Sanierung zufrieden zu sein.

„Der Ausbau ist super gelungen“, findet auch Anwohner Holger Schweinebarth. Die zuvor vielen Löcher seien verschwunden. Bleibt die Frage, ob auf der ausgebauten Straße nun schneller gefahren wird? „Das wird wohl nicht ausbleiben“, vermutet der Hessisch Oldendorfer.

Ohne Geld läuft nichts – weder beim Monopoly und erst recht nicht im wahren Leben. Ist beim bekannten Brettspiel die Parkstraße für nur 350 Euro zu erwerben, muss die Stadt Hessisch Oldendorf einen „finanziellen Kraftakt“ bewältigen. 648 000 Euro hat die umfangreiche Baumaßnahme an der Mühlenbachstraße gekostet. Mit dem Betrag sei der gesetzte Kostenrahmen eingehalten wurde, erzählt Mork.

Wie hoch der Betrag sein wird, den die Stadt zu tragen hat, ist noch offen. Nach Erhalt der Schlussrechnungen beginnt im Rathaus das große Rechnen. In der Verwaltung hatte man im Vorfeld eine „positive“ Ereigniskarte gezogen und beim Land Mittel beantragt. Es fließen bislang geschätzte 285 000 Euro Fördermittel nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Den Anlieger von Mühlenbach- und Schilfstraße – beide Straßen zählen zu einem Straßenzug – werden demnächst Bescheide zugestellt. Sie werden zur Kasse gebeten, müssen umlegungsfähige Sanierungskosten zahlen – rund 200 000 Euro.

„Mehr werden es auch nicht werden“, sagt Christian Mork. Und den von Jürgen Engelhardt vermissten Mittelstreifen wird es – mit Ausnahme an der Ampelanlage – auch nicht geben, so der Mann aus der Verwaltung. Der würde zum Schnellfahren verleiten.„Mit der Gesamtmaßnahme ist eine deutliche Verbesserung der Verkehrsverhältnisse rings um die Oberschule erreicht worden“, zeigt sich Bürgermeister Harald Krüger überzeugt, dass die Mittel gut eingesetztes Geld sind.



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