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Holz-Lastzug zieht 1600 Meter lange Dieselspur im Süntel / Feuerwehreinsatz / Boden ausgekoffert

Nach Unfall: Brunnen können wieder ans Netz

Haddessen (ube). Sie waren vor drei Wochen wegen eines Dieselaustritts im Süntel bei Haddessen vorsorglich abgeschaltet worden – nun können die beiden Trinkwasserbrunnen im Falltal wieder ans Netz gehen. Das teilte gestern Friedel Möller, Fachdienstleiter für Wasser, Abfall und Bodenschutz bei der Landkreisbehörde, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

veröffentlicht am 09.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 01:41 Uhr

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Am 22. Oktober hatte ein Holzlastzug auf einem asphaltierten Forstweg nach Polizeiangaben rund 100 Liter Diesel verloren. Die Kraftstoffspur sei 1600 Meter lang gewesen, sagte der Ortsbrandmeister von Haddessen, Ralf Ossig. Seine Feuerwehrleute, die zeitweise von Kameraden aus Fischbeck, Pötzen und Hessisch Oldendorf unterstützt wurden, waren sechs Stunden im Einsatz. Der Vorfall rief auch die Untere Wasserbehörde und das Gesundheitsamt auf den Plan.

Polizeioberkommissar Jörn Schedlitzki sagte gestern, an fünf Stellen sei Kraftstoff im Waldboden versickert. „Mit einem Bagger sind noch am selben Tag etwa acht Kubikmeter kontaminierte Erde ausgekoffert worden“, berichtete Stadtbrandmeister Hans Jürgen Hoffmann. Die so entstandenen Löcher wurden mit Schotter aufgefüllt.

Bei einem Wendemanöver im Wald hatte der Fahrer (46) eines Holz-Lastzuges vermutlich einen Baumstumpf gerammt. Dabei war ein Diesel-Tank leckgeschlagen. Gegen den Mann werde ermittelt. „Es besteht der Anfangsverdacht der Bodenverunreinigung durch Unterlassen“, sagte Schedlitzki – und erklärte: „Das ist eine Straftat.“

Georg Joschko, Geschäftsführer der Stadtwerke Hessisch Oldendorf, erfuhr gestern von der Dewezet, dass die Brunnen des Wasserbeschaffungsverbandes „Süntelwald“ sofort wieder ans Netz gehen dürfen. Joschko stellte klar, das Abschalten von zwei der drei Wassergewinnungsanlagen im Falltal sei „lediglich eine reine Vorsichtsmaßnahme“ gewesen. Hätte ja sein können, dass geringe Mengen Treibstoff über das Oberflächenwasser in das Grundwasser gelangen. Dass die Brunnen nun wieder Trinkwasser fördern, ist – so die Risikoeinschätzung des Landkreises – „problemlos möglich“.

Die Versorgungssicherheit sei nicht betroffen gewesen, so der Stadtwerke-Geschäftsführer. Soll heißen: Niemand hatte in den vergangenen Wochen kein oder weniger Wasser als sonst zur Verfügung. Denn die Brunnen laufen nicht zeitgleich, sondern im Wechsel. Die Fördermenge des einen Wasserbrunnens sei ausreichend gewesen. Versorgt wurden daraus neben Haddessen, Pötzen und Texas auch Teile von Bensen.

Ortsbrandmeister Ralf Ossig vor dem Brunnen im Falltal, der die ganze Zeit lief. Zwei weitere waren vorsorglich abgeschaltet worden.

Foto: ube

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