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Nach Istanbul zur Imam-Ausbildung

Hessisch Oldendorf (ah). „Allahu akbar!“ ruft der Imam zum Gebet, den Blick Richtung Mekka gewandt. Aber nicht in einem fernen Land, sondern beim ersten Tag der offenen Moschee in Hessisch Oldendorf bei der „YESIL CAMI“ (grünen Moschee).  „Wir möchten Vorurteile gegenüber dem Islam abbauen und Menschen die Möglichkeit bieten, unsere Gemeinde kennenzulernen“, sagt Mesut Özdemir vom Vorstand.

veröffentlicht am 04.10.2011 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 08:41 Uhr

Imam
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Hessisch Oldendorf (ah). „Allahu akbar!“ ruft der Imam zum Gebet, den Blick Richtung Mekka gewandt. Aber nicht in einem fernen Land, sondern beim ersten Tag der offenen Moschee in Hessisch Oldendorf bei der „YESIL CAMI“ (grünen Moschee).  „Wir möchten Vorurteile gegenüber dem Islam abbauen und Menschen die Möglichkeit bieten, unsere Gemeinde kennenzulernen“, sagt Mesut Özdemir vom Vorstand. Viele nehmen diese Chance wahr, unterhalten sich, kosten Hirsesalat oder Börek, gefüllte Hefeteile, und sind begeistert. Seit diesem Jahr hat die Gemeinde am Güterbahnhof 2 vier Dialogbeauftragte, die im Rahmen eines Projektes des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge und der DITIB (Türkisch-Islamische-Union der Anstalt für Religion e.V.) in Hannover ausgebildet wurden. Eine von ihnen ist Ayse Demirkaya, die in dritter Generation in der Kernstadt lebt; am Tag der offenen Tür führt sie Gäste durch die Moschee. An ihrer Seite ist Asim Karakelle, der Imam. Vor Kurzem zog er für zwei Jahre mit seiner Familie in das Gebäude der Moschee, ist jederzeit ansprechbar, leitet die Gebete und erteilt Koran-Unterricht. Das Problem: Der Imam spricht noch kein Deutsch, ist auf einen Übersetzer angewiesen. Aber er ist offen, möchte den Dialog mit Leitern anderer Glaubensgemeinschaften aufnehmen, sie auch besuchen - so wie schon sein Vorgänger. „Der Dialog kommt viel zu spät“, kritisiert ein Besucher. „Mag sein, dennoch passiert etwas, es gibt jetzt Schüler und Studenten die von der DITIB für ein Studium nach Istanbul geschickt werden, damit sie später als deutschsprachiger Imam zurückkehren“, erklärt Ayse Demirkaya.

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