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Maßnahmen zum Hochwasserschutz

Nach dem Jahrhundertregen –was bislang getan wurde

veröffentlicht am 09.09.2018 um 14:41 Uhr

Die Ortsteile Hessisch Oldendorfs traf es vor fast genau einem Jahr besonders hart. Foto: fn/Archiv
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Burkhard Reimer Reporter
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HEMERINGEN. Nur mit Schaudern erinnert man sich an die sogenannten Starkregenereignisse, die im September 2017, aber auch in diesem Jahr vielerorts in der Region teils beträchtliche Schäden verursacht haben. Nicht anders war es in Hemeringen, wo im Vorjahr aufgrund eines „Jahrhundertregens“ ein an der tiefsten Stelle des Baugebiets gelegener Garten überschwemmt wurde, weil ein Entwässerungsgraben über die Ufer getreten war.

In der Folge, heißt es aus dem dem zuständigen Fachbereich der Stadtverwaltung Hessisch Oldendorf, seien der Graben ausgeräumt, die Durchlässe gereinigt sowie eine 90-Grad-Biegung des Gewässers abgeflacht worden – „zur vollen Zufriedenheit des Grundstückeigentümers“, wie betont wird.

In diesem Jahr habe es dann abermals eine Überschwemmung gegeben. Grund dafür sei dieses Mal gewesen, dass ein Feldweg wegen ausladender Baumkronen von schweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen nur einseitig habe befahren werden können und deshalb zur Grundstücksseite hin abgesackt war. Das Niveau des Feldwegs soll nun wieder angehoben und die Baumreihe beschnitten werden. Der Baumschnitt dürfe allerdings erst nach Ende der Vegetationsphase durchgeführt werden.

Ortsbürgermeister Klaus Brzesowsky wies in diesem Zusammenhang während der jüngsten Sitzung des Ortsrats Hemeringen/Lachem darauf hin, dass laut Gesetz die Grundstückseigentümer selbst dafür zuständig sind, im Rahmen ihrer Möglichkeiten für Hochwasserschutz zu sorgen, so wie es Nachbarn des Betroffenen getan und vorsichtshalber Schutzwälle angelegt hätten.

Noch weit größere Schäden hatten im September 2017 Hauseigentümer im Wohngebiet Wahrendahl zu beklagen. Dort hatte der Hemeringer Bach die Regenfluten nicht mehr aufnehmen können, wodurch mehrere Keller überschwemmt wurden. Es wird nun überlegt, ob in diesem Bereich, nach Worten von Hessisch Oldendorfs Bürgermeister Harald Krüger „ein regelrechter Kessel“, ein Regenauffangbecken Abhilfe schaffen könnte. Zunächst soll dazu ein hydraulisches Gutachten erstellt werden, was momentan allerdings eher sinnlos erscheine, denn angesichts der Trockenheit würde es, so Krüger, doch nur ein „verschwommenes Bild“ liefern. „Aber wir sind da dran und werden zu gegebener Zeit darüber berichten“, versicherte der Bürgermeister.

Doch auch wenn das Auffangbecken seinen Zweck erfülle, führte Harald Krüger schließlich noch aus, „einen hundertprozentigen Hochwasserschutz, gar eine Garantie, dass so etwas für ewige Zeiten nie mehr passiert, kann eine Gemeinde selbstverständlich nicht leisten“.br



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