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Bereich vor Privatgrundstück bekommt Pflaster

Nach Berichterstattung: Stadt lenkt bei Festplatz ein

FISCHBECK. Viele Fischbecker sind mit dem Festplatz in der Dorfmitte unzufrieden. Bei Regen oder nach Regenfällen ist der Platz für Fußgänger praktisch unpassierbar: Es bilden sich große Wasserlachen, der Boden weicht auf, der Untergrund wird schlammig. Besonders betroffen ist die Familie von Anwohner Nino Weiß.

veröffentlicht am 10.01.2018 um 12:44 Uhr
aktualisiert am 10.01.2018 um 17:40 Uhr

Anwohner Nino Weiß ist froh, dass sich am Festplatz endlich etwas tut und er die alte Holzpalette, die seiner Familie und ihren Besuchern seit geraumer Zeit als Querungshilfe dient, um trockenen Fußes die Haustür der Weiß’ zu erreichen, bald entsorge
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Wenn es regnet, sammelt sich das Wasser unmittelbar vor seinem am Festplatz gelegenen Grundstückszugang, Wasser und Schlamm fließen sogar auf seinen Grund und Boden. Doch die Stadt Hessisch Oldendorf sah lange keinen Handlungsbedarf, ignorierte Weiß‘ Hilfsgesuche. Bis zur Berichterstattung der Dewezet Ende August.

Hermann Faust von der Stadtverwaltung kündigte damals auf Anfrage der Dewezet an, die Lage vor Ort zu prüfen. Jetzt bestätigt die Stadt den Grund für Weiß’ Klagen. „Im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt, dass sich vor dem Zugang des Anliegers Weiß nach längeren, heftigen Regenfällen eine kleine Fläche bildet, die durch Feuchtigkeit zur Verschlammung neigt“, teilt Faust gegenüber der Dewezet mit. „Diese Fläche wird im Frühjahr mit dem in den Randbereichen verwendeten gelblichen Natursteinpflaster befestigt.“

Anwohner Nino Weiß fällt ein Stein vom Herzen. Die alte Holzplatte, die seiner Familie und ihren Besuchern seit geraumer Zeit als Querungshilfe diente, um trockenen Fußes die Haustür der Weiß‘ zu erreichen, kann also bald entsorgt werden. „Wir als Familie freuen uns sehr, dass sich jetzt endlich was tut, dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Nino Weiß im Gespräch mit der Dewezet. „Denn das war schon katastrophal für Haus und Auto, was man da so an Schlamm mit angeschleppt hat.“ Die Problematik habe von Anfang an mit dem runderneuerten Platz bestanden. Nino Weiß hofft nun, dass auch die übrigen Probleme, die rund um den Platz bestehen, damit auch die übrigen Fischbecker etwas davon haben.

Der einzige positive Nebeneffekt des desolaten Zustands des neugestalteten Festplatzes in Fischbeck: Die großen Wasserlachen, die sich bei Regenfällen bilden, bieten sich für Kinder zum Spielen an. Foto: Nino Weiß/pr
  • Der einzige positive Nebeneffekt des desolaten Zustands des neugestalteten Festplatzes in Fischbeck: Die großen Wasserlachen, die sich bei Regenfällen bilden, bieten sich für Kinder zum Spielen an. Foto: Nino Weiß/pr

Denn die Wasserlachen bilden sich nicht nur vor Weiß‘ Grundstück, sondern auch an anderen Stellen des Festplatzes. Fußgänger meiden dann den Platz und nehmen lieber einen Umweg in Kauf, aber dann bleiben wenigstens die Füße trocken und die Schuhe sauber (wir berichteten).

Da es sich bei dem Boden des Festplatzes laut Faust um eine – wie von der Politik 2014 beschlossen – wassergebundene Decke handelt, liege es in der Natur der Sache, dass sie nach längeren Regenfällen aufweiche. „Das anfallende Niederschlagswasser versickert in den unter der Splittschicht eingebauten Schotter- und Kiesschichten und wird mit Dränageleitungen abgeführt“, schildert Faust. Da der Platz mit einem leichten Gefälle hin zum Nährenbach angelegt worden sei, sollte das Regenwasser eigentlich dorthin abfließen.

Trotzdem bilden sich immer wieder große Pfützen. Diese Wasserlachen sind Faust zufolge darauf zurückzuführen, dass der Platz trotz Fahrverbots wiederholt von Autos befahren werde. „Bereits im vergangenen Jahr wurden Bereiche nachgearbeitet, in denen sich durch unberechtigte Befahrung des Platzes Pfützen gebildet haben“, so Faust. „Für dieses Jahr ist die Beseitigung der entstandenen Pfützen schon beauftragt worden.“ Der Aufwand dafür halte sich in Grenzen.

Inzwischen hat Ortsbürgermeisterin Rosemarie Kreienssen bei der Stadtverwaltung einen Antrag zur Schadensbegrenzung am Festplatz gestellt. Worin genau diese Schadensbegrenzung bestehen soll, will die Stadt nicht sagen. Die Ortsbürgermeisterin war bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Mit dem absoluten Halteverbot, das aufgrund der schlechten Bodenbeschaffenheit eingeführt wurde, wird Anwohner Weiß wohl bis auf Weiteres weiter leben müssen. Zum Be- und Entladen müsse er sein Grundstück eben vom Sommerweg aus über den Stichweg anfahren, so die Argumentation der Stadt.

Der Festplatz war im Jahr 2015 für 215 000 Euro runderneuert worden. Die Kosten wurden zur einen Hälfte von der Stadt getragen, zur anderen von der EU.

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