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Rohdener fordern Tempo 30 auf enger Ellerbachstraße / Ärger um Verkehrsberuhigung auf L 434

„Muss erst etwas Schreckliches geschehen?“

Rohden (pj). In der Ellerbachstraße wird nicht zu schnell gefahren; da die Rohdener Ortsdurchfahrt jedoch an einigen Stellen sehr eng ist, wird es dennoch häufig ganz brenzlig. „Wir fordern Tempo 30 wegen der Lkw, die hier durchfahren. Da sind 50 Stundenkilometer zu viel, Kinder, Eltern und Fahrer haben keine Chance, es kann an den engen Stellen schnell zu einem Unfall kommen“, betont Helge Hiddensen (SPD) in der Sitzung des Ortsrates Rohdental. Die Politiker wollen, dass auf Teilabschnitten der Ellerbachstraße Tempo 30 angeordnet wird.

veröffentlicht am 11.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 10:41 Uhr

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Als es um die schon lange von den Kommunalpolitikern geforderte Verkehrsberuhigung in der Ellerbachstraße in Rohden, der Oststraße in Welsede und der Landesstraße 434 in Rohdental geht, werden die Redebeiträge emotionsgeladen. „Unsere Geduld wird auf eine harte Probe gestellt“, bemerkt ein Ortsratsmitglied. Ortsbürgermeister Friedrich Meier (SPD) ist sichtlich ärgerlich und erklärt mit lauter Stimme: „Es ist eine Frechheit, wenn gesagt wird, dass für verkehrsberuhigende Maßnahmen kein Geld da ist.“ Was ihn besonders wurmt, ist die Ungleichbehandlung, wenn es um den Verkehr aus dem Steinbruch geht. Friedrich Meier verweist darauf, dass in Langenfeld doch auch Maßnahmen ergriffen worden sind, um die Geschwindigkeit des Lkw-Verkehrs in der Ortsdurchfahrt zu drosseln. „Was in Langenfeld recht ist, muss in Rohden billig sein“, schimpft der Sozialdemokrat. Sowohl durch Langenfeld als auch durch Rohden fahren die Lastwagen von und zum Segelhorster Steinbruch.

„Wenn Du fertig bist, will ich auch meinen Frust loswerden“, erklärt der sonst so ruhige und besonnene Peter Ziegler. Der Christdemokrat geht darauf ein, dass für das Straßenverkehrsamt „aufgrund der gesetzlichen Vorschriften keine Möglichkeit besteht, die Geschwindigkeit auf der L 434 auf 70 Stundenkilometer zu beschränken, zumal es laut Unfallstatistik keine Unfallschwerpunkte aufgrund überhöhter Geschwindigkeiten bisher gab“. Peter Ziegler wettert: „Muss denn erst etwas Schreckliches geschehen, bevor ein Schild aufgestellt wird?“

Fakt ist, das ergaben Geschwindigkeitsmessungen mit Zählplatten: Auf der Landesstraße durch Rohdental wird zu schnell gefahren, manchmal viel zu schnell. So soll ein Fahrer frühmorgens mit 150 Stundenkilometern durchgebraust sein, wie Ortsratsmitglieder erzählen. Lediglich in Verbindung mit einer Geschwindigkeitsmessanzeige mit einem Dialog-Display bestehe die Möglichkeit, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge, die aus Richtung Rehren die abschüssige Straße befahren, vor dem Ortseingang auf 70 Stundenkilometer zu beschränken. Doch weder die Straßenbaubehörde noch der Landkreis Hameln-Pyrmont seien in der Lage, eine solche Messanzeige zu finanzieren, heißt es in der Vorlage zur Ortsratssitzung. Nun wollen Mitglieder der Interessengemeinschaft Rohdental/L 434 versuchen, mithilfe von Sponsoren einen Starenkasten zu beschaffen.

An der Landesstraße hat sich schon einiges verändert. Die Einengung der Fahrbahn hatte auch zunächst geschwindigkeitsreduzierende Wirkung. Doch diese scheint inzwischen verpufft. „Die Autofahrer haben sich inzwischen an die Einengungen gewöhnt“, erklärt Ortsbürgermeister Friedrich Meier. Peter Ziegler besteht darauf, dass der Antrag auf weitere Geschwindigkeitskontrollen gestellt wird. Diese hat der Landkreis auch bereits zugesagt und angekündigt, dass noch im Laufe des Jahres neue Messtechnik zur Verfügung stehe, die von den Verkehrsteilnehmern kaum zu erkennen sei.



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