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Ausgediente Weihnachtsbäume bringen Spendengeld für Jugendarbeit

Musiker helfen bei Entsorgung

Hessisch Oldendorf (boh). Alle Jahre wieder das gleiche Problem: Kaum sind die Festtage vorbei, ist die fette Weihnachtsgans vertilgt, der Hüftumfang deutlich verbreitert, fängt der Christbaum an zu nadeln. Heruntergefallene Nadeln pieksen sich in die Auslegware, der Staubsauger müsste fast stündlich bewegt werden. Es wird Zeit, die Kugeln abzuhängen, das Lametta aufzubügeln und den alten Tannenbaum zu entsorgen. Liebhaber des traditionellen Tannenbaums sind gleich nach den Festtagen gefordert, Hand anzulegen. Wer einen Kübelweihnachtsbaum besitzt oder gar einen aus Plastik, ist klar im Vorteil. Ersterer kann getrost nach draußen gestellt, Letzterer einfach entstaubt und eingepackt werden. Bei der Otto-Normalverbraucher-Tanne heißt es aber: Ab in die Bio-Tonne, aus dem Fenster, wie seit Jahren in der Werbung einer schwedischen Möbelhauskette propagiert, oder zur Sammelstelle.

veröffentlicht am 10.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 00:41 Uhr

Achim Wellhausen lässt seinen ausgedienten Tannenbaum von Henning Brautlecht (Mitte) und Carsten Hiddensen (re.) entsorgen. Foto
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Das Musikkorps der Stadt Hessisch Oldendorf bietet seit rund zwölf Jahren einen besonderen Service. Gegen eine kleine Spende wird der ausgediente Baum direkt an der Haustür abgeholt. „Auch in diesem Jahr sind wir wieder bestens gerüstet“, sagen Henning Brautlecht und Carsten Hiddensen. Ausgestattet mit einem Korb voll Keksen und Heißgetränken in Thermoskannen, den Hiddensens Mutter spendiert hat, entsorgten sie mit dem vereinseigenen Bulli Weihnachtsbäume im Stadtgebiet. „Leider hat im letzten Jahr unser alter Kleinbus das Zeitliche gesegnet“, erklären beide. Inzwischen aber hat sich das Musikkorps einen neuen Bus geleistet, und der verfügt sogar über eine ausklappbare Rampe. „Das erleichtert den Abtransport ungemein“, sagt Henning Brautlecht.

Bei ihrer mehrstündigen Tour durch die Kernstadt sei Koordination natürlich alles. „Unsere Route ist genau geplant. Jeder Nutzer weiß, zu welcher Uhrzeit wir an seiner Haustür klingeln“, ergänzt Carsten Hiddensen. Zwischendurch fahren sie die örtlichen Sammelstellen an, um Platz für die nächsten Weihnachtsbäume zu schaffen. „Leider ist das Fassungsvermögen unseres Transporters nicht sehr groß. Je nach Größe passen etwa fünf Weihnachtsbäume hinein“, erklären die Entsorger. Etwa sechs Stunden sind sie in unermüdlichem Einsatz. Zeit für einen Plausch an der Haustür nehmen sich Hiddensen und Brautlecht trotzdem. Bemerkenswert sei die Spendenbereitschaft an der Haustür, erklären sie. Das Geld kommt komplett der Jugendarbeit des Musikkorps zugute. Bleibt am Ende der Tour nur noch eines zu erledigen: das Reinigen des Kleinbusses, ehe der Transporter wieder am Baxmann-Zentrum abgestellt wird. „Doch bei aller Putzakribie werden wir vermutlich trotzdem noch in einigen Monaten Tannennadeln finden“, befürchten Hiddensen und Brautlecht augenzwinkernd.



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