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Seit Monaten bedeutet dies zusätzliche Arbeit für die Männer vom städtischen Abwasserbetrieb

Mullbinden verstopfen immer wieder Pumpen

Hessisch Oldendorf (pj). Seit einem knappen Jahr fällt in Hessisch Oldendorf immer wieder und immer öfter das Pumpwerk „Zwischen den Brücken“ aus. Der Grund: Mullbinden wickeln sich um die Laufräder der Tauchpumpen und bringen diese so zum Stillstand. Neben dem zusätzlichen Kontroll- und Reparaturaufwand steigt auch das Rückstaurisiko im Kanalnetz bei Pumpenstillstand. Am Mittwoch fielen gleich beide sieben Kilowatt starken Pumpen aus, das bedeutet für die Mitarbeiter des Abwasserbetriebes eine bis zwei Stunden Arbeit, wie Frank Preuß gestern erklärte. Das Pumpengehäuse muss jedes Mal auseinandergebaut werden, um die Mullbinden die sich verfangen haben, wieder zu entfernen.

veröffentlicht am 02.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 08:41 Uhr

Am Mittwoch musste Frank Preuß in den Schacht steigen, um die ve
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Joschko: Hier wird Abfall widerrechtlich entsorgt

„Das Pumpwerk ,Zwischen den Brücken‘ am Feuerwehrhaus im Steinbrinksweg ist das wichtigste Pumpwerk Hessisch Oldendorfs“, erklärt Georg Joschko, Betriebsleiter des Abwasserbetriebes der Stadt Hessisch Oldendorf, „es fördert das Abwasser des südöstlichen Kernstadtbereichs und der Dörfer Barksen, Krückeberg, Zersen, Wickbolsen und Weibeck zur Kläranlage Hessisch Oldendorf, wo es anschließend gereinigt wird“.

Wie Georg Joschko am Mittwochabend in der Sitzung des Werksausschusses im Ausflugslokal Pappmühle in Zersen ausführte, begann das Problem mit den Mullbinden Mitte letzten Jahres und nimmt zu. „Hier wird Abfall widerrechtlich über die Kanalisation entsorgt“, betont der Betriebsleiter des Abwasserbetriebes. Wer der Einleiter ist, konnte bislang noch nicht festgestellt werden. Wie ein Ausschussmitglied bemerkte, könnten die Binden von gewerblich tätigen Einleitern wie Arztpraxen und Alten- und Pflegestationen genauso wie aus Privathaushalten mit ambulanter Behandlung stammen.

Vor Jahren gleiches Problem in Langenfeld

„Hygieneartikel oder gar Mullbinden gehören nicht ins Abwasser“, macht Georg Joschko deutlich, „die Pumpen sind nicht in der Lage diese Stoffe zu fördern und sollen das auch gar nicht, denn sonst wird das Problem in die Druckleitung verlagert, in der Störungen noch höheren Aufwand erzeugen“. Die beiden Mitarbeiter des Abwasserbetriebes, Jörg Meier und Frank Preuß, sind wenig erfreut über das Verhalten dieser Kunden, denn sie müssen dafür sorgen, dass die Pumpen wieder laufen. Außerdem entstehen dadurch Kosten für die Steuerzahler, die nicht sein müssen.

Die Mitarbeiter des Abwasserbetriebes wachen über 19 Pumpwerke im Hessisch Oldendorfer Stadtgebiet. Nicht alle sind so groß wie das am Feuerwehrhaus im Steinbrinksweg und das am alten Klärwerk in Fischbeck. Doch auf ein weiteres in der Kernstadt richtet sich das Augenmerk des Abwasserbetriebes. Wie Frank Preuß gestern sagte, haben die Arbeiter „auch im Pumpwerk in der Welseder Straße ständig zu tun“. Auch hier müssen recht oft Verstopfungen beseitigt werden.

Das Problem mit verstopften Druckleitungen, die mit großem Aufwand wieder freigespült werden müssen, kennt Georg Joschko schon seit einigen Jahren. 2004 war es ein Büstenhalter, der um einen Stein gewickelt durch eine Toilette in Langenfeld entsorgt worden war. Zwei Jahre später war das Pumpwerk Höllenmühle in Langenfeld gleich mehrfach betroffen. Im Bergdorf hatte jemand Damenunterwäsche und Windeln über das Abwassersystem entsorgt. „Hygieneartikel oder gar Kleidungsstücke gehören nicht ins Abwasser“, macht Georg Joschko auch diesmal deutlich.

„Sollten wir den Einleiter ermitteln, erwartet diesen eine saftige Rechnung für den bereits entstandenen Reparaturaufwand,“ kündigt Joschko an.



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