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Kein Schlamm mehr auf der Straße / Investitionen erst 2010 / Zwei Millionen mehr als geplant

Muldenkipper müssen durch die Waschanlage

In der Mulde links unten im Bild soll die neue Aufbereitungsanlage platziert werden. In dem von der Schillat-Höhle zu sehenden Gebäude sollen in Zukunft die Brecher „eingehaust“ werden.

veröffentlicht am 25.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 11:21 Uhr

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Fotos: doro

Segelhorst (doro). Was lange währt, wird endlich gut: Nach Jahren des Wartens, in denen die Nerven der Anwohner von Schlamm und Staub strapaziert wurden, den die Lastkraftwagen aus dem Segelhorster Steinbruch regelmäßig auf die kurvige Kreisstraße zwischen Segelhorst und Langenfeld trugen, ist sie nun endlich da: die neue Waschanlage für die Muldenkipper. Statt durch die sinnlose Reifenwaschanlage vor den Toren des Steinbruchs fahren die verdreckten Brummis seit April zunächst durch eine Waschanlage, die neben den Silos nebst Ablaufrinne montiert wurde. Die ist zwar gebraucht gekauft, aber funktionstüchtig – und darauf kommt es schließlich an. Danach fahren die Lkw auf einen eigens angelegten Asphaltweg und dann erst auf die Straße – so wie es die Norddeutsche Naturstein GmbH versprochen hat. „Die Zusagen wurden eingehalten“, konstatierte Ratsherr Werner Buchmeier (CDU).

„Im Moment ist die Situation zufriedenstellend“, bestätigte auch Ortsbürgermeister Helmut Klausing während der Sitzung des Ortsrates Hohenstein in der Pappmühle, „ob es funktioniert, wird sich aber vor allem in den Herbst- und Wintermonaten zeigen“.

Die Investitionen im Segelhorster Steinbruch, die eigentlich im Frühjahr dieses Jahres getätigt werden sollten, verschieben sich nach Aussage von Geschäftsführer Uwe Werner hingegen in das Jahr 2010 und 2011. Grund für die Verzögerung seien die massiven Preiserhöhungen für Energie und Stahl im letzten Jahr.

Seit April müssen die Lkw durch die neu montierte Waschanlage fa
  • Seit April müssen die Lkw durch die neu montierte Waschanlage fahren, bevor sie auf die Straße dürfen. Foto: doro

Statt vier müssen nun sechs Millionen Euro investiert werden, um die alte Aufbereitungsanlage von 1959 gegen ein Modell auszutauschen, das dem Stand der Technik entspricht. Im Grundsatz ändere sich aber nichts am Konzept.

Steinbrecher werden weiter oben platziert

Die neuen Steinbrecher sollen im nächsten Jahr weiter oben im Steinbruch platziert und „eingehaust“ werden. Dadurch, dass die Maschinen sich in Zukunft in einem Gebäude befänden, werde die Staub- und Lärmemission spürbar gedrosselt, so Werner. Wie im Mutterwerk in Flechtingen fahren die Muldenkipper dann in dieses Gebäude hinein und kippen die Gesteinsbrocken in die Brecher. Eingekapselt werden auch die Silos, die mit unterschiedlichen Siebmaschinen versehen werden. Zusätzlich werden im Inneren neue Entstaubungsanlagen installiert und ein asphaltierter Serpentinenweg angelegt. Auch die Waschanlage wird später sinnigerweise nach oben verlegt. Eine neue Ausschreibung für die Baumaßnahmen läuft bereits.

Geschäftsleiter Uwe Werner erneuerte indes noch einmal die Einladung an den Ortsrat, das Werk in Flechtingen zu besuchen, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

Allein die Tatsache, dass man die neue Aufbereitungs- und Verladestation von der Schillat-Höhle aus sehen kann, war Ortsbürgermeister Klausing anfangs nicht ganz geheuer. Werner Buchmeier sieht es hingegen als inspirierendes Zusatzprogramm: „Den Tagesablauf im Steinbruch vom Café der Schillat-Höhle aus beobachten zu können, stelle ich mir interessant vor.“



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