weather-image

Ansteckende Krankheit / Jäger sollen Überlegungen zur Krankheitsbekämpfung anstellen

Muffelwild im Süntel leidet unter Moderhinke

Hessisch Oldendorf (pj/die). Jäger haben festgestellt, dass Muffel, die bei uns im Süntel heimisch sind, an der Moderhinke erkrankt sind. Nun wollen die Revierinhaber überlegen, was dagegen getan werden kann, damit sich die ansteckende Krankheit beim scheuen Muffelwild nicht weiter verbreitet. „Schwerkranke Tiere können auch jetzt geschossen werden“, sagt Kreisjägermeister Jürgen Ziegler. Damit die Ausbreitung der Krankheit, die von Veterinären nach Untersuchungen bestätigt wurde, sich nicht weiter ausbreiten kann, soll der Muffelbestand verringert werden.

veröffentlicht am 30.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 15:41 Uhr

Muffelwild bekommt man auch im Süntel nur selten zu Gesicht.
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Abschuss beim Schwarzwild verdoppelt

„Thema Nr. 1 bleibt für uns Jäger weiterhin die Bejagung der Sauen“, betont Jürgen Ziegler, der Vorsitzende der Jägerschaft des Landkreises Hameln-Pyrmont, in der Versammlung der Kreisjägerschaft. Durch eine bessere Koordinierung der Jagden seien im Vorjahr doppelt so viele Sauen zur Strecke gebracht worden als im Jagdjahr 2007. „Frischlinge und Überläufer müssen bei einer hohen Population in jedem Fall ohne Gewichtsbegrenzung bei den Jagden freigegeben werden“, sagt der Kreisjägermeister. Bei der Vermarktung des Wildes kommt der Wildbrethygiene eine große Bedeutung zu. Deshalb wurden die Jäger entsprechend der europäischen Gesetzgebung durch Schulungen zu „kundigen Personen“ gemacht. 580 Jäger wurden in zwölf Kursen beschult.

In seiner Funktion als Kreisjägermeister legte Jürgen Ziegler den Streckenbericht für das heute endende Jagdjahr vor. Dieser weist – einschließlich des Fallwildes – beim Schalenwild 1970 Wildschweine, 2507 Rehe, 286 Stück Damwild, 33 Stück Rotwild und 27 Muffel aus. Beim Haar- und Federwild sind 153 Hasen, 26 Kaninchen, 1283 Füchse (davon 149 Fallwild), 283 Dachse, 245 Waschbären, 2 Marderhunde (nur Fallwild), 6 Baummarder, 74 Steinmarder, 3 Nutria, 597 Ringeltauben, 7 Graugänse, 555 Stockenten, 23 Nilgänse, 774 Rabenkrähen und 237 Elstern aufgeführt.

Der stellvertretende Kreisjägermeister Dietrich Freiherr von Hake verweist darauf, dass die Strecke des Rehwildes im Kreis Hameln-Pyrmont gleich geblieben ist. „Es ist ein Beweis dafür, dass eben nachhaltig gejagt wird“, sagte er. „Es wird genauso viel Wild der Wildbahn entnommen wie auch nachwächst“, fügt er an. Beim Schwarzwild haben sich die revierübergreifenden Jagden als wirksam erwiesen. Da diese Wildart eine Vermehrungsquote von 330 Prozent hat, soll den Schwarzkitteln auch weiterhin intensiv nachgestellt werden.

„Das Rotwildvorkommen aus dem Osterwald verwöhnt uns jährlich mit starken Trophäen“, lobt Dietrich Freiherr von Hake. Die hohe Qualität des dort lebenden Rotwildes sei auf die Bemühungen der Hegegemeinschaft zurückzuführen, die vor vielen Jahren nach Hinweisen der wildbiologischen Gesellschaft Ruhezonen für dieses Wild eingerichtet habe. „Das Damwild hat in diesem Jahr wieder eine erfreulich große Zahl von sehr starken Trophäen hervorgebracht“, erklärt von Hake. Erlegte Tiere hätten ein Geweihgewicht von deutlich über vier Kilogramm.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt