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Fachkräfte des Bauunternehmens Echterhoff wollen die Weserbrücke betonieren

Mittwoch folgt der nächste Schritt

FUHLEN. Das ganz große Spektakel an der Großbaustelle fand im Oktober statt. Vor zwei Monaten wurde die stählerne Brücke über die Weser geschoben. Am Mittwoch soll der nächste Schritt beim Brückenbau getan werden. Fachkräfte des Bauunternehmens Echterhoff wollen die komplette Strombrücke betonieren.

veröffentlicht am 19.12.2017 um 16:23 Uhr
aktualisiert am 19.12.2017 um 19:10 Uhr

Hier rollt im kommenden Jahr der Straßenverkehr zwischen Hessisch Oldendorf und Fuhlen. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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So Aufsehen erregend wie der vollzogene Brückenvorschub wird das Betonieren wohl nicht werden. Dennoch: Einige nackte Zahlen sprechen für sich. Rund 600 Kubikmeter Beton werden auf die verschalte Stahlkonstruktion gegossen, sagt Polier Hubert Reuvers. Das sind rund 80 Fahrmischer-Ladungen.

Der Zufahrtsweg für die Mischer bereitete den Betonbauern in den letzten Tagen einiges Kopfzerbrechen. Ein vorgesehener Weg, der unter den beiden Brücken entlang führt, steht unter Wasser. Aus diesem Grund haben Tiefbauer Leitplanken an der Landesstraße abmontiert und einen Anschluss an den bereits geschobenen Damm sowie zur Flutbrücke geschaffen.

Mit zwei Autobetonpumpen – jeweils mit einer Reichweite von 58 Metern – soll der Beton verteilt werden. Pro Pumpe und Stunde fordern die Bauarbeiter 45 Kubikmeter Beton an. Innerhalb von acht Stunden soll der Baustoff verteilt und gerüttelt sein.

Die Arbeit an den Bewehrungs stäben ist ein Knochenjob. Foto: fn
  • Die Arbeit an den Bewehrungs stäben ist ein Knochenjob. Foto: fn
15 solcher Wasserabläufe wurden zwischen die Bewehrungstäbe eingebaut. Foto: fn
  • 15 solcher Wasserabläufe wurden zwischen die Bewehrungstäbe eingebaut. Foto: fn

Ein Wirrwarr an Stahlstäben prägt derzeit noch das Bild auf der zukünftigen Fahrbahn. Sieben Betonstahlbieger – auch Flechter genannt – haben in den vergangenen vier Wochen 220 Tonnen Bewehrungsstäbe gebogen, verdrahtet und auf Schaltafeln verlegt. Wie viele laufende Meter an Stäben das genau sind, vermag keiner zu sagen. Zwischen die Eisenstäbe haben die Flechter insgesamt 15 Wasserabläufe eingebaut, durch die dann später das Regenwasser von der Fahrbahn abgeführt wird.

Nach dem Betonieren werden die Arbeiten an der Brücke für dieses Jahr beendet sein, erzählt Reuvers im Gespräch. Später wird die Betonschicht gesandstrahlt und dreimal mit Kunststoffen beschichtet. „Danach kommen auch die Kappen drauf“, erklärt der Polier. Kappen nennen die Brückenbauer den Bereich, der später von Fußgängern und Fahrradfahrer genutzt wird und 15 Zentimeter höher als die Fahrbahn ist. Die Kappen werden ebenfalls mit Beton gegossen.

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