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Gehweg an der Langen Straße seit Jahren marode – jetzt soll er saniert werden

Mit Stolpergarantie

Hessisch Oldendorf. Der Gehweg an der Langen Straße ist marode – und das seit Jahren. Die Verkehrssicherheit ist nicht mehr gewährleistet, nun soll der Gehweg noch in diesem Jahr zumindest auf einem Teilstück saniert werden. Kosten: 40 000 Euro. Da der Weg neu gepflastert wird, müssen sich Anlieger an den Kosten beteiligen.

veröffentlicht am 15.04.2016 um 13:32 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Was den Gehweg entlang der Langen Straße zum Maibergring angeht, sind die Anlieger seit Jahren Kummer gewöhnt. Und da ihre Bürgersteig-Misere auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung von Hessisch Oldendorfs Ausschuss für Bau, Umwelt, Feuerschutz und Energiemanagement stand, waren auch einige Anwohner des betroffenen Straßenzuges in den Zuschauerreihen vertreten. Um so erfreuter waren sie, als sie jetzt erfuhren, dass der Gehweg an der Langen Straße von der Einmündung des Weges zum Friedhof bis zur Einmündung Maibergring auf einer Länge von rund 240 Metern noch in diesem Jahr endlich neu gepflastert wird.

Der Gehweg entlang der Langen Straße befindet sich seit Jahren in einem desolaten baulichen Zustand, die Verkehrssicherheit ist aufgrund der vorhandenen Schadstellen nicht mehr gewährleistet. Bereits vor drei Jahren wurde von dem Asphaltgehweg die dünne Decke weitestgehend entfernt, weil sie sich abschnittsweise ablöste und in Platten lose auf der Tragschicht lag. Der Gehweg besteht deshalb derzeit überwiegend nur aus einer rauen bituminösen Tragschicht, die zwei bis drei Zentimeter unterhalb der Hochbordoberkante liegt. Allein dadurch ergeben sich auf nahezu der gesamten Länge Stolperkanten. Außerdem ist festzustellen, dass die meisten Hochborde abgängig sind: Durch Frosteinwirkung sind sie rissig geworden, weisen Abplatzungen und Ablösungen auf.

Wie jetzt den Ausschussmitgliedern in der Sitzung von der Verwaltung vorgestellt wurde, soll die Asphaltierung des Gehweges beseitigt, der Weg komplett neu gepflastert werden. Außerdem werden neue Hochborde gesetzt und der Gehweg in 1,50 Meter Breite mit grauen Betonpflastersteinen befestigt. Eine Pflasterung wird einer Neuasphaltierung vorgezogen, weil so Reparaturen nach Aufrissen des Gehweges problemloser zu erledigen sind. Zudem würde eine Asphaltsanierung der gesamten Gehwegstrecke auch runde 12 000 Euro kosten, wobei nicht zu garantieren wäre, dass diese Reparatur auch halten würde, erklärte Heiko Wiebusch vom städtischen Bauamt dem Fachausschuss.

Darüber hinaus soll vorsorglich das alte Straßenbeleuchtungskabel ausgetauscht werden. Die vorhandenen Beleuchtungsmasten sind noch nicht erneuerungsbedürftig. Außerdem wird auf ganzer Länge der Baustrecke ein Leerrohr für spätere Breitbandverkabelung mit verlegt. Die Maßnahme soll noch den betroffenen Anliegern im Rahmen einer Einwohnerversammlung vorgestellt werden.

Die Erneuerung des Gehweges in Pflasterbauweise wird voraussichtlich etwa 40 000 Euro kosten – Kosten, die im Haushalt eingeplant sind und zu 55 Prozent von der Stadt übernommen werden. Die Anlieger haben sich dabei mit 45 Prozent an den Kosten zu beteiligen. Da die Stadt Hessisch Oldendorf am dem Friedhof mit deutlichem Abstand der größte Anlieger ist, verbleiben für die restlichen Anlieger noch Straßenausbaubeiträge von insgesamt rund 4000 Euro.

Mit einem Schreiben, das vier Anlieger von Langer Straße und Maibergring im Rahmen der Einwohnerfragestunde dem Ausschussvorsitzenden Friedrich Meier (SPD) überreichten, machten diese nach der offiziellen Sitzung ihrem Ärger Luft. Kritisiert wurde im Bürgerschreiben, dass der Gehweg ebenso gut hätte neu asphaltiert werden können. Dann wären die Anlieger nicht beitragspflichtig geworden, da es sich lediglich um eine Instandsetzung gehandelt hätte. Schäden an den Bordsteinkanten seien außerdem nicht altersbedingt entstanden; vielmehr seien sie durch tonnenschwere Fahrzeuge herbeigeführt worden. Ein Entsorgungsunternehmen für Glascontainer und städtische Fahrzeuge hätten die Bordsteine beim Überfahren beschädigt.



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