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Beim Fünfkampf fliegen Baumstämme

Mit Kampfgeist, Kraft und Technik

WELSEDE. Bei seinem allerersten Mal stöhnt Holger Keimburg im Gegensatz zu anderen aus seiner Altersgruppe nicht. Beim Welseder Fünfkampf fliegen am Samstag Baumstämme und Kugeln durch die Luft.

veröffentlicht am 15.10.2017 um 16:06 Uhr
aktualisiert am 15.10.2017 um 23:15 Uhr

Wettkampfteilnehmer Jakob Waldeck gibt beim Steinstoßen alles. Fotos (3): ah

Autor:

Anette Hensel
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Mitten auf dem Sportplatz Im Siek findet es statt – mit einer 1,80 Meter-Latte in der Disziplin Baumstammwerfen. Ruhig bewältigt er die Aufgabe, das zehn Kilo schwere Naturholz vom Körper weg überzukippen. Nach 5,05 Metern schlägt es auf dem Boden auf, bei Wurfchampion Kevin Rooney vom TV Jahn Welsede nach 7,37 Metern. „Das ist gewöhnungsbedürftig, auf jeden Fall sollte man das im Vorfeld trainieren“, meint der Großenwiedener. Auch beim Steinstoßen gibt er sein Bestes und erkennt: „Das ist extrem schwer – oder zumindest der Stein.“ 7,74 Meter lautet die beste Weite, die Alfred Schwob mit dem 15 Kilo-Brocken erzielt.

Besonderen Spaß macht Keimburg der Weitsprung. „Den kenne ich noch aus meiner Schulzeit, allerdings sind wir nicht aus dem Stand gesprungen“, sagt er und verrät, dass er durch eine What’s-App-Gruppe des TSV Großenwieden zum Fünfkampf gekommen sei. „Dafür wurden Mitstreiter gesucht, also habe ich mich informiert und fand die Sportarten so interessant, dass ich mich gemeldet habe.“ Der Wettkampf sei eine gute Sache – „zum Antesten, was man so alles leisten kann und für den Zusammenhalt“, so Keimburg

Beim Standweitsprung finden dank zweier Absprungbretter in der Sandgrube zeitgleich die Abnahmen bei einer der Herrengruppen und bei den Frauen statt. Während die Männer allesamt in Markensportschuhen in die Ferne springen, treten mehrere der zwölf Damen barfuß an. „Man hat dann mehr Gefühl für den Absprung, kann sich besser mit den Zehen abstoßen und hat natürlich keinen Sand in den Schuhen“, erklärt Kirsten Waldeck, die auf diese Weise 2,30 Meter überwindet. Auch der mit 83 Jahren älteste Teilnehmer, Herbert Harting zieht seine Schuhe aus und springt mit perfekter Technik aus dem Stand 1,82 Meter weit. Der in dieser Disziplin Beste, Kevin Rooney, kommt genau einen Meter weiter, ist jedoch auch mehr als 50 Jahre jünger. Etwas unzufrieden ist Kurt Tölle (78) vom TuS Vlotho, der 1,42 Meter schafft. „Früher waren es aus dem Stand mal 2,60 Meter“, meint er und sagt: „Nach 35 Jahren intensiv betriebenen Sports macht der Körper leider nicht mehr so mit.“

Auch die Teilnehmer der Lebenshilfe Rinteln haben jede Menge Spaß beim Schleuderballwerfen.
  • Auch die Teilnehmer der Lebenshilfe Rinteln haben jede Menge Spaß beim Schleuderballwerfen.
Das Baumstammwerfen verlangt Kraft und Geschick. Holger Keimburg gibt sein Bestes.
  • Das Baumstammwerfen verlangt Kraft und Geschick. Holger Keimburg gibt sein Bestes.

Beim Werfen des Schleuderballs, der mitunter steil in die Höhe geht, ist den Kindern ebenso wie den Teilnehmern der Lebenshilfe Rinteln anzumerken, wie viel Spaß sie haben. Mit Kampfgeist, Kraft und Technik erzielt Kirsten Waldeck 30,91 Meter, der auch in dieser Disziplin Erstplatzierte Rooney 43,97 Meter. Insgesamt 64 Sportler im Alter von sieben bis 83 Jahren aus acht Vereinen haben bei Superwetter beim 26. Welseder Fünfkampf mitgemacht. „Wir haben Herbstferien, somit sind wir mit der Teilnehmerzahl zufrieden“, sagt Heinrich Bekedorf, der mit Alfred Schwob den Fünfkampf alljährlich organisiert.

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