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Eine Autotür, die niemals in ein Auto verbaut wurde

Meisterstück des Bundessiegers

Der Adventskalender der besonderen Art – wir öffnen Türen für Sie. Täglich. Besonders schöne auffällige Pforten und Tore, aber auch Türen, hinter denen sich eine ungewöhnliche Geschichte verbirgt.

veröffentlicht am 18.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:41 Uhr

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Autor:

von annette hensel
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Hessisch Oldendorf. Vor zweieinhalb Monaten wurde in Hessisch Oldendorf ein Automuseum eröffnet, in dem sieben Rometsch-Modelle aus den Jahren 1951 bis 1961 zu bewundern sind. Fotos von berühmten Schauspielern, die einen Rometsch fuhren, sind in den Ausstellungsräumen ebenso zu sehen wie ein schwebendes Schmuckstück in Form einer Autotür. Hinter ihr verbirgt sich folgende Geschichte:

Oldtimer-Fan Christian Grundmann suchte vor einiger Zeit die Berliner Karosseriefirma Rometsch auf, um Stücke aus deren Fundus für das neue Automuseum in Hessisch Oldendorf zu erwerben.

Dabei durfte Grundmann auch den „Heiligen Gral“ der Berliner mit nach Hessisch Oldendorf nehmen. Auf Grundmanns Frage, warum die silberne Tür denn „Heiliger Gral“ genannt werde, erfuhr er, dass diese Tür das Gesellenstück von Wolfgang Bücke, einem damaligen Auszubildenden der Karosseriefirma war, der damit Bundessieger im Karosseriebauhandwerk wurde.

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Damals hat Geselle Bücke die Tür aus reinem Aluminium an einem Holzrahmen von Hand gefertigt – „für einen Gesellen ein wahres Meisterstück“, wie Grundmanns Vater Traugott lobt. „Sie wird von uns seither gehegt und gepflegt und nicht in ein anderes Auto verbaut, obwohl wir sie schon gut hätten gebrauchen können.“

Zur Museumseröffnung war dann auch Schöpfer Bücke nach Hessisch Oldendorf eingeladen gewesen. Er habe mit Tränen in den Augen vor seinem Siegerstück gestanden, als er es zum ersten Mal nach mehr als 45 Jahren wiedersah und sich gefreut, dass es hier in Ehren gehalten wird. Nur wenige Tage später schickte Bücke Fotos, die ihn im Juni 1968 bei der Übergabe der Siegerurkunde mit Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger zeigen.



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