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SPD und Grüne fordern Verwaltung auf, Leerstände und Baulücken zu ermitteln

Mehr Wohnraum für Hessisch Oldendorf?

HESSISCH OLDENDORF. Gerade im Alter ändern sich die Bedürfnisse an das Wohnen. Aber auch für junge Menschen müssen bei uns bezahlbare Wohnungen vorhanden sein“, sagt Dirk Adomat, Sprecher der Gruppe SPD/Die Grünen des Stadtrates. Diese stellten nun bei der Stadt den Antrag, Grundlagen für ein sogenanntes Wohnraumversorgungskonzept zu erstellen.

veröffentlicht am 20.04.2017 um 16:45 Uhr

Das leere Feld an der Henningstraße könnte als Wohnbaufläche ausgewiesen werden. Foto: wal
Johanna Lindermann

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Hintergrund des Antrags sind die Förderbestimmungen für den sozialen Wohnungsbau, die das Land Niedersachsen vor Kurzem rückwirkend zum 1. Januar 2016 geändert hat. Demnach können nun auch ländlich geprägte Gebiete wie der Landkreis Hameln-Pyrmont von dieser Förderung profitieren (wir berichteten).

Nachdem durch das Unternehmen Gewos ein Wohnraumversorgungskonzept für den Landkreis erstellt wurde, das unter anderem einen hohen Bedarf für kleinere Wohnungen sieht, müssen nun die vorhandenen Grundlagen für das Stadtgebiet Hessisch Oldendorf verfeinert werden. „Um die Fördermittel bedarfsgerecht und zielorientiert einzusetzen, ist es in den weiteren Schritten notwendig, dass die Möglichkeiten für sozialen Wohnraum genau erörtert werden“, erklärt Jost Beckmann, SPD-Ratsherr und Vorsitzender des Planungsausschusses.

Das Konzept der Firma Gewos hatte vor allem einen hohen Bedarf an kleinen und preisgünstigen Wohnungen gesehen, da die Zahl der nur von einer Person bewohnten Haushalte zunehme, während sich der Anteil an Familien verringere. Bereits 34 Prozent der Wohnungen im Landkreis Hameln-Pyrmont seien nur von einer Person bewohnt, fast die Hälfte der Einzelbewohner sei über 65 Jahre alt. „In Hessisch Oldendorf werden wir tagtäglich mit den Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt, konfrontiert“, sagt Adomat. Es sei daher wichtig, den sozialen Wohnraum zu fördern, damit dieser auch im Alter bezahlbar bleibe.

Gerade im Alter ändern sich die Bedürfnisse an das Wohnen.

Dirk Adomat, Gruppensprecher SPD/Grüne

Die Gruppe aus SPD und Grünen fordert in ihrem Antrag daher, die Stadtverwaltung solle damit beauftragt werden, für die Kernstadt, Fischbeck und Hemeringen Baulücken und Entwicklungsflächen für neue Wohnbauflächen zu ermitteln, Baulücken in den Dörfern zu erfassen, Leerstände auch für die Dörfer zu ermitteln sowie eine Einschätzung für Erhalt, Abriss oder Neubau für leerstehende Häuser abzugeben. Diese Maßnahmen sollten sicherstellen, dass alle Möglichkeiten der Wohnraumversorgung dargelegt würden, so Beckmann.

Vor drei Wochen hatte der Ortsrat der Kernstadt einstimmig beschlossen, einen Antrag an den Stadtrat zu stellen, Wohnbauflächen auszuweisen (wir berichteten). Diese sollten in der Nähe der Einkaufsmöglichkeiten, etwa an der Henningstraße zwischen Narzissenstraße und Rohdener Weg liegen.

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