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Politik befürwortet höhere Aufwandsentschädigungen für die Freiwillige Feuerwehr

Mehr Geld für Einsatzbereitschaft

HESSISCH OLDENDORF. Einige Funktionsträger der Freiwilligen Feuerwehr in Hessisch Oldendorf könnten bald höhere Aufwandsentschädigungen für die Arbeit bei Einsätzen erhalten. Die steigenden Kosten, der immer größeren Verwaltungsaufwand und die gewollte Stärkung des Ehrenamtes sind einige der Gründe für den Bedarf nach höheren Entschädigungen.

veröffentlicht am 17.01.2017 um 18:36 Uhr

Damit die Freiwillige Feuerwehr einsatzbereit bleibt, hat der Stadtbrandmeister höhere Aufwandsentschädigungen beantragt. Foto: Dana
Johanna Lindermann

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Johanna LindermannDWZ Volontärin
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Sie hat der ehemalige Stadtbrandmeister Jürgen Hilpert bereits in seinem Antrag im Mai des vergangenen Jahres angeführt. Der Ausschuss für Bau, Umwelt-, Feuerschutz und Energiemanagement stimmte diesem Antrag nun geschlossen zu. Im Februar wird der Rat endgültig entscheiden.

Die Aufwandsentschädigungen belaufen sich bisher auf zusammen jährlich 38 892 Euro. Nach den Wünschen der Freiwilligen Feuerwehr sollen diese auf insgesamt 51 228 Euro angehoben werden. Dies entspricht einer monatlichen Mehrausgabe für die Stadt von 1028 Euro. Dieses Geld soll sich unter anderem auf die finanziellen Entschädigungen des Stadtbrandmeisters, seines ersten und zweiten Stellvertreters sowie dem Ortsbrandmeister verteilen. Der zweite Stellvertretende Stadtbrandmeister leiste die gleiche Arbeit wie der erste, weswegen ihm auch dieselbe Entschädigung zustehe, begründet der neue Stadtbrandmeister Karsten Redeker die Forderungen. Des weiteren sollen Fahrtkostenpauschalen für den Stadtpressewart, den Stellvertretenden Stadtjugendfeuerwehrwart und den Ortsjugendfeuerwehrwart eingeführt werden, die oftmals eigene Fahrzeuge für die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr nutzen. Darüber hinaus wurden innerhalb der Feuerwehr mehrere neue Aufgabenbereiche geschaffen. Weitere neue Positionen müssen noch besetzt werden.

Bei den geplanten Erhöhungen der einzelnen Entschädigungen handelt es sich um überschaubare Beträge. So soll der Stadtbrandmeister eine monatliche Zahlung von 220 statt 195 Euro erhalten, die Entschädigungen des Ersten und Zweiten Stellvertreters sollen von 86 beziehungsweise 43 auf einheitlich 111 Euro angehoben werden. Die neue Fahrtkostenpauschale des Stadtpressewartes soll 25 Euro pro Monat betragen. „Grundsätzlich sind alle Aufwandsentschädigungen in den Anträgen nur als Anerkennung zu sehen, denn der tatsächliche Aufwand – ohne Berücksichtigung der Zeit – ist wesentlicher höher“, betont der Stadtbrandmeister.

Darüberhinaus merkte Redeker in der Ausschusssitzung an, dass das Durchschnittsalter der Einsatzfahrzeuge mit 21 Jahren sehr hoch sei. Die Einsatzzeit eines Feuerwehrfahrzeugs betrage in der Regel 25 Jahre. Außerdem müssten die Mitglieder der Feuerwehr noch eigenes Geld investieren, um ihre Kleidung zu vervollständigen. Aufgrund dieser Aspekte sieht Redeker die Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr auf Dauer nicht gewährleistet – und setzt auch hier auf mehr Geld. Der Ausschuss, der die Bedenken Redekers ernst nahm, vertagte eine Diskussion zu diesem Einwurf vorerst.

„Die Verantwortung der Sicherheit der Bürger liegt nun nicht mehr nur bei der Feuerwehr, sondern auch bei der Verwaltung“, sagte Redeker abschließend. Er hoffe nun, dass die Verantwortlichen in sich gehen und darüber nachdenken.



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