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Werbering sammelt 565 Unterschriften / „Umsetzung der Haltestelle problematisch für Ältere“

Marktverlegung wieder in der Diskussion

Marktbeschicker Frank Pook aus Fuhlen ist gegen eine Verlegung, weil dann nicht alle Anbieter Platz fänden und der Markt aus-

veröffentlicht am 27.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 11:21 Uhr

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einandergerissen würde.

Foto: doro

Hessisch Oldendorf (doro). „Wir sind überrascht, dass so viele Unterschriften zusammengekommen sind“, sagt Dr. Andreas Beißner, Vorsitzender des Werberings und Stadtmarketing Hessisch Oldendorf. 565 Bürger haben sich so innerhalb von zweieinhalb Tagen gegen die Verlegung der Bushaltestelle vor der Sparkasse aus der Innenstadt und im Zuge dessen gegen die Verlegung des Marktes vom Kirchplatz auf den Marktplatz ausgesprochen. Kritisiert wird vom Werbering vor allem, dass dann für ältere und behinderte Menschen weite Fußwege anfielen. Die Einrichtung der neuen Bushaltestelle verursache zudem immense Kosten bei knappen Haushaltsmitteln.

„Wir haben lange überlegt, ob wir die Aktion starten“, erläutert Beißner. Auslöser sei gewesen, dass viele Geschäftsinhaber von Kunden auf die Marktverlegung angesprochen worden seien. Dazu komme, dass bei vorausgegangenen Gesprächen mit Politik und Verwaltung verschiedene Aspekte wenig Berücksichtigung gefunden hätten. Eine Alternative sei aus Sicht des Werberings, die Bushaltestelle nur am Markttag in eine Nebenstraße zu verlegen. Gegen deren Komplettverlegung habe man sich aber früher schon ausgesprochen.

Die Nebenstraßen-Lösung wiederum ist für die Öffis keine realistische Alternative. Manifestiert wurde das Vorhaben mit dem Beschluss des Ortsrates Hessisch Oldendorf und der Verwaltung dennoch.

„Die in der Verwaltung abgegebene Stellungnahme des Werberings lag bei der Sitzung des Ortsrats Hessisch Oldendorf aber nicht allen Mitgliedern vor“, kritisiert Ortsbürgermeister Claus Clavey, „vielleicht wäre diese Entscheidung ansonsten nicht zustande gekommen.“

„Ich nehme die Willensbekundung der Bürger ernst“, sagt Bürgermeister Harald Krüger, dem die Unterschriften ebenso wie den Fraktionsvorsitzenden übergeben worden sind. Deshalb solle die Verlegung für ein Jahr zunächst als Pilotprojekt laufen. In dieser Zeit werde das Kundenverhalten beobachtet, insbesondere, wie viele Leute im Moment und nach der Verlegung an den jeweiligen Bushaltestellen aussteigen. Die Öffis wurden bereits über das Vorhaben informiert. Stelle sich nicht der erwartete Effekt ein – beabsichtigt war mit der Verlegung schließlich eine Belebung der Innenstadt – könne der Markt ohne großen Aufwand zurückverlegt werden. Über den Zeitpunkt der Unterschriften-Aktion zeigte sich Krüger dagegen schon verwundert: „Die vorgebrachten Gründe sind nicht neu.“

„Eine grundsätzlich gute Idee“, findet dagegen Sebastian Hoffmann (CDU) die Aktion. Er gehe davon aus, dass die politische Diskussion um das Thema noch nicht beendet ist.



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