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Ortswechsel vom Verwaltungsausschuss abgewendet / Anschließende Beratung in Fachausschüssen

Markt und Bushaltestelle bleiben, wo sie sind

Hessisch Oldendorf (jhe). Viele Diskussionen hat es in den vergangenen Wochen und Monaten über eine Verlegung des Wochenmarktes gegeben. Denn nicht nur der Markt, auch die Bushaltestelle vor der Sparkasse sollte in diesem Zuge einen neuen Standort erhalten.

veröffentlicht am 05.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 10:41 Uhr

Auch die Bushaltestelle bleibt am angestammten Platz.
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Das Vorhaben, über das Anfang Mai im Ortsrat und in der Verwaltung abgestimmt wurde, war eigentlich schon entschieden. Nun ging das Thema noch einmal durch den Verwaltungsausschuss, der laut Bürgermeister Harald Krüger „einstimmig beschlossen hat, dass der Wochenmarkt und die Bushaltestelle nicht verlegt werden“. Mit dieser Entscheidung habe die Politik dem breiten Bürgerwillen Rechnung getragen, so Krüger.

„Die Fronten waren am Ende nicht klar“

Auch Dirk Adomat, Fraktionssprecher der Mehrheitsgruppe aus SPD und Grünen sagt: „Rund 600 Menschen haben sich gegen die Verlegung geäußert, darunter auch Geschäftsleute, denen wir eigentlich helfen wollten.“ Die Fronten seien am Ende doch nicht so klar gewesen, wie sie bei den ersten Gesprächen zur Marktverlegung erschienen seien. „Es war nur ein Teil der Marktbeschicker, der das Ganze forcierte“, lässt Adomat das Geschehen Revue passieren.

Ortsbürgermeister Claus Clavey (SPD) kritisiert in diesem Zuge, dass dem Ortsrat nicht die richtigen Zahlen vorgelegen hätten, als der Beschluss gefasst wurde. Denn die Ortsratsmitglieder seien von 600 Unterschriften für die Verlegung des Wochenmarktes ausgegangen. „Man hätte uns sagen müssen, dass es tatsächlich nur 110 Unterschriften waren“, sagt Clavey.

Die Standbetreiber des Wochenmarktes werden ihre Waren auch weiterhin auf dem Kirchplatz anbieten. Fotos: Dana

Ebenso bemängelt Sebastian Hoffmann (CDU), dass dem Ortsrat die Stellungnahme des Werberings nicht vor der Abstimmung vorgelegen habe. Die jüngste Entscheidung des Verwaltungsausschusses, den Markt nicht zu verlegen, bewertet Hoffmann aber als positiv. Schließlich solle „die Politik nicht die eigenen Interessen vorantreiben, sondern die Bürger vertreten. Solche Entscheidungen sollte man nie gegen die Bürger treffen“, sagt Hoffmann und verweist dabei auf das Bürgerbegehren in Hameln.

Durch die Entscheidung des Verwaltungsausschusses fühlt sich Andreas Beißner, Vorsitzender des Werberings und Stadtmarketings, „darin bestärkt, dass wir mit der Unterschriftenaktion alles richtig gemacht haben“. Im Namen seines Vereins sagt er: „Wir begrüßen es, dass das Vorhaben zurückgezogen wurde.“ Zudem betont Beißner, dass der Werbering seine Meinung zu diesem Thema nicht geändert habe, wie es in Gerüchten geheißen habe. Bereits Ende Januar habe der Verein in einem Gespräch mit der Stadtverwaltung seine Position dargelegt. Dabei habe sich der Werbering gegen eine Verlegung der Bushaltestelle und des Marktplatzes ausgesprochen.

In den Fachausschüssen sollen nun Beratungen über das Thema folgen – allerdings laut Krüger nicht mehr vor der Sommerpause. Dirk Adomat betont, dass nun „der zeitliche Druck herausgenommen wurde“. Dies schaffe Raum, über ein neues Konzept nachzudenken – „auch vor dem Hintergrund, das gesamte Stadtmarketing neu zu überdenken“. Aber dies sei nur miteinander möglich, weshalb alle Beteiligten nochmal an einen Tisch kommen sollten, um ihre Standpunkte und Beweggründe zu erläutern. Dies schließe auch die Beschicker ein, die sich für eine Verlegung des Marktes ausgesprochen hatten. „Wir müssen einen Weg finden, alle Interessen unter einen Hut zu bekommen“, so Adomat.



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