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Touristikzentrum Westliches Weserbergland startet neue Projekte

Markenzeichen sollen gestärkt werden

HESSISCH OLDENDORF. Von einem spannenden Jahr spricht der Geschäftsführer des Zweckverbands Tourismuszentrum Westliches Weserbergland, Matthias Gräbner, im Rückblick auf das vergangene Jahr.

veröffentlicht am 01.02.2018 um 16:40 Uhr
aktualisiert am 01.02.2018 um 21:00 Uhr

Das Natournah-Zentrum Schillat-Höhle soll in diesem Jahr zertifiziert werden. Das Zertifikat besagt: Alle Menschen haben Zugang in die Sehenswürdigkeit unter Tage. Foto: bj

Autor:

Peter Jahn
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Zukunftsweisende Projekte konnten angegangen werden. Sie sollen die bereits laufenden erfolgreichen Projekte ergänzen und neue Attraktionen schaffen, die noch mehr Besucher ins Weserbergland locken. „Das Thema Tourismus ist komplex und hat sich bei uns schnell entwickelt, wie die letzten zehn Jahre zeigen“, betont Hessisch Oldendorfs Bürgermeister Harald Krüger. Neben neuen Attraktionen benötige man „weitere Netzwerke, um die Kunden bundesweit zu gewinnen“.

Tourismus ist ein Wirtschaftsfaktor mit Wertschöpfungseffekten, darüber sind sich die Vertreter der Städte und Gemeinden einig, die zum Zweckverband Tourismuszentrum Westliches Weserbergland gehören, bei ihrem Treffen im Hessisch Oldendorfer Kultourismusforum. Die Kommunen investieren in den Verband, um neue Projekte zu entwickeln und bereits bestehende zu unterhalten. Für den Erfolg unabdingbar sind Attraktionen.

Und da sollen weitere hinzukommen. Mitte dieses Jahres wird das Informations- und Besucherzentrum am Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica eröffnet, für das Steinzeichen in Steinbergen wird derzeit ein Zukunftskonzept erarbeitet. Nach der Insolvenz gibt es derzeit eine Zwischennutzung mit verschiedenen Veranstaltungen auf dem Gelände des ehemaligen Erlebnisparks. Das Kernthema für die Zukunft lautet: Mountainbike. Es soll ein Park für Mountainbiker entstehen – ein Verein hat sich gegründet und zum Ziel gesetzt, die Mountainbiker aus der Region, aus Deutschland und dem näheren Ausland in den Jahrtausendpark zu locken.

Zu den erfolgreichen Projekten zählen der Radwanderweg entlang der Weser, der 75 Kilometer lange Hansaweg zwischen Hameln und Detmold, ein historischer Handelsweg vom Teutoburger Wald durch Ostwestfalen-Lippe ins Weserbergland. Dann ist da auch noch der Wittekindsweg, der über 95 Kilometer von Osnabrück über die Höhen des Wiehengebirges bis nach Porta Westfalica führt, wo neben dem Besucherzentrum im Juli auch das Restaurant „Wilhelm 1896“ eröffnen wird.

Mit Porta Westfalica sind die bisher im Tourismusverband Westliches Weserbergland zusammengeschlossenen Städte Rinteln, Hessisch Oldendorf und die Gemeinden Auetal, Aerzen sowie Emmerthal eine Partnerschaft eingegangen. Es wird für die Anlaufstelle in Porta Westfalica eine halbe Mitarbeiterstelle geschaffen.

Naturparks gibt es in den verschiedensten Regionen Deutschlands. Sie haben ein positiv besetztes Image, wie Gräbner betont, und sie locken in großer Zahl Besucher an. Der Naturpark Weserbergland ist ebenfalls ein Markenzeichen, er soll noch besser eingebunden werden. Ein Naturparkplan, der erarbeitet werden soll, kann dabei helfen, die gesamte Weserbergland-Region nach innen und außen noch bekannter zu machen, ist sich der Geschäftsführer des Zweckverbandes sicher.

Beim Radmarathon gehen von Jahr zu Jahr mehr Teilnehmer an den Start. Im vergangenen Jahr waren es 495 Teilnehmer. Bei besserem Wetter an diesem Wochenende wären sicher über 800 Radler gekommen, ist Matthias Gräbner sicher. Auf der Vorschlagsliste für weitere Veranstaltungen steht der Megamarsch. In 24 Stunden hundert Kilometer durchs Weserbergland. In vielen Städten läuft diese Veranstaltung bereits seit einigen Jahren mit großem Erfolg. Gestartet wird um 16 Uhr nachmittags und dann geht es bis am nächsten Tag um 16 Uhr über die Strecke. Teilnehmer kommen auch aus dem Weserbergland, einige trainieren im Bereich Bückeberg und Auetal – „Warum also nicht auch hier ein solches Event anbieten“, lautet die Frage. Matthias Gräbner will in Kürze eine Antwort darauf geben.

Viele Menschen, die auf Reisen gehen, orientieren sich daran, ob die Beherbergungsbetriebe, in denen sie Halt machen, gewissen Standards entsprechen. Dazu dient die Zertifizierung. Wer Sterne vorweisen kann, wird bevorzugt angesteuert.

Ein Kriterium, das immer interessanter wird, ist die Barrierefreiheit, da für alle nutzbar. Das Siegel haben das Hotel-Restaurant Waldquelle mit seinem Baumhaushotel in Aerzen und das Grohnder Fährhaus. Das Ausflugsziel Schillat-Höhle in Langenfeld wird in diesem Jahr der Prüfung unterzogen.

Das Kerngeschäft für den Verband Touristikzentrum ist der Reiseplaner. 121 Betriebe mit rund 1800 Betten inserieren darin. Der Reiseplaner 2018 liegt vor, konnte bereits in den vergangenen Tagen bei Messen vorgestellt werden. Das jährlich erscheinende Werk umfasst 108 informative Seiten, gibt allerhand Tipps für den Besuch von Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen, stellt vielseitige Angebote vor.

Diese zielen nicht nur auf Tagestouristen, sondern auch auf Gäste ab, die über einen längeren Zeitraum sich im Weserbergland erholen und etwas erleben wollen. Im Reiseplaner ist für jeden etwas dabei, egal, ob Appartement, Ferienwohnung, Pension oder Hotel. Das Reisejournal bietet die Möglichkeit, ein individuelles Paket zu schnüren, mit einem für 2018 erweiterten Angebot.

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