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Vogelstimmen im Naturschutzgebiet Hohenstein: Exkursion mit Nabu-Experten

Markante Rufe zu früher Stunde

Barksen. Während der Großteil der Bevölkerung den Sonntagmorgen gerne zum Ausschlafen nutzt, hat sich gestern um 6 Uhr eine Gruppe Naturfreunde zum Vogelstimmenspaziergang im Naturschutzgebiet Hohenstein getroffen. Unter fachkundiger Führung des ehemaligen Nabu-Kreisvorsitzenden Hans Arend starten die Frühaufsteher am Parkplatz Försterlaube. „Weiß einer, ob der Kuckuck wieder da ist?“, fragt er in die Runde und einer antwortet: „Ja, ich habe ihn schon gehört.“

veröffentlicht am 04.05.2015 um 11:04 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:21 Uhr

Mit dem Fernglas begeben sich die Vogelstimmen-Spaziergänger auf die Suche nach den morgendlichen Sängern.  ah
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Barksen. Während der Großteil der Bevölkerung den Sonntagmorgen gerne zum Ausschlafen nutzt, hat sich gestern um 6 Uhr eine Gruppe Naturfreunde zum Vogelstimmenspaziergang im Naturschutzgebiet Hohenstein getroffen. Unter fachkundiger Führung des ehemaligen Nabu-Kreisvorsitzenden Hans Arend starten die Frühaufsteher am Parkplatz Försterlaube. „Weiß einer, ob der Kuckuck wieder da ist?“, fragt er in die Runde und einer antwortet: „Ja, ich habe ihn schon gehört.“
 Anfangs ist es im Wald relativ ruhig: hier eine singende Amsel, da die morgendliche Stimme von Ringeltaube, Rotkehlchen, Grünspecht, Goldammer oder Buchfink. „Er ist der einzige Vogel, der schreiben kann“, sagt Arend mit Verweis auf dessen Rufklang: „Ich, ich schreib an die Regierung!“
 „Hört ihr in der Ferne die Singdrossel?“, fragt ein Teilnehmer und alle lauschen. Dreimal wiederholt sie ihren Gesang. „Dabei verfügt sie über 200 Motive“, weiß er zu berichten. Ganz in der Nähe gesellt sich eine flötende Stimme dazu. „Das ist eine Misteldrossel“, sagt ein anderer. Mithilfe eines Hörstifts und des entsprechenden Codes im Vogelstimmenbuch lässt er ihren Gesang ertönen und meint: „Kommt hin.“
 Dann schlägt die Stunde des laut Arend „kleinen Kerls mit der großen Klappe“, des Zaunkönigs: Zu den kleinsten einheimischen Vögeln zählend, ist seine Stimme laut, hoch und zum Ende hin trillernd. Von nun an können auch die Laien seinen markanten Ruf erkennen. Mehrfach setzt sich auf dem Weg durch den Wald die Stimme des Zilpzalps durch, der seinen Namen flötet.
 Arend berichtet vom wichtigen Lebensraum Wald für die Vögel und vom für ihren Fortbestand notwendigen Erhalt von Insektenarten. Die Fähigkeit zu singen sei bei Vögeln angeboren, müsse aber wie beim Menschen erst erlernt werden, ergänzt er. Inzwischen ragt die Sonne über die Baumkronen hinweg, von denen aus die Vogelmännchen mit ihren Rufen die Weibchen anlocken oder auch ihr Revier abgrenzen. Beim Blick durch das Fernglas entdecken die Vogelstimmenspaziergänger manch einen der Konzertmusiker, unsichtbar bleibt allerdings der Waldlaubsänger – „ein melodischer Kerl“, wie einer anerkennend meint. Am Segelhorster Bach geht es entlang zur Endstation am Sportplatz in Barksen, unterwegs hören einige Profis aus der Gruppe sogar die Stimmen verschiedener Grasmücken-Arten heraus. Mit dieser vom Nabu Hessisch Oldendorf/Hameln organisierten Veranstaltung startete die Reihe Erlebnisse rund um den Wald und seine Bewohner, zu der diese Zeitung ihre Leser begleitend zur neuen Themenserie „Unser Wald“ einlädt.

Von: Annette Hensel



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