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In allen Ortsteilen wird illegal Müll bei Altglascontainern entsorgt / CDU beantragt regelmäßige Reinigung

Lösung für die „Schandflecken“ in den Dörfern?

FISCHBECK/HESSISCH OLDENDORF. Durch illegal abgestellten Müll würden die Plätze um die Altglascontainer in vielen Dörfern zum „Schandfleck“, meint die CDU und will etwas dagegen unternehmen. Ihr Vorschlag: Die Ortsräte sollten den Bauhof oder die Kreisabfallwirtschaft mit einer regelmäßigen Reinigung beauftragen.

veröffentlicht am 09.10.2017 um 15:54 Uhr

An den Glascontainern im ganzen Stadtgebiet wird – wie hier in Fischbeck – immer wieder unerlaubt Müll hinterlassen. Foto: PR/Detlev Diesterweg
Johanna Lindermann

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Johanna Lindermann Volontärin zur Autorenseite
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Illegal entsorgter Müll, zurückgelassene Verpackungen und achtlos weggeworfene Glasflaschen – der Platz rund um die Altglascontainer in Fischbeck sieht häufig „abstoßend“ aus, findet die CDU-Ortsratsfraktion in Fischbeck. „Mit diesem Zustand wollen wir nicht länger leben“, sagt Thomas Figge, Stadtverbandsvorsitzender der CDU in Hessisch Oldendorf.

Private Entsorgungsunternehmen entleerten die Container im ganzen Landkreis Hameln-Pyrmont in regelmäßigen Abständen – „eine Müllentsorgung kann dabei technisch aber nicht geleistet werden“, erklärt Figge. Denn es komme immer wieder dazu, dass Bürger ihre mitgebrachten Verpackungen an den Glascontainern stehen lassen oder sogar ihren Haus-, Sonder- oder Sperrmüll illegal an den Containern entsorgen. Der Abfall türme sich oft wochenlang – und das, „obwohl jeder seinen Müll in der Regel ohne zusätzliche Kosten entsorgen könnte“, etwa durch kostenlose Sperrmüllabfuhr zwei Mal im Jahr.

Der Stadtverband der CDU denke schon länger über eine Lösung für dieses Problem nach, so Figge, denn auch in allen anderen Ortsräten sei die illegale Müllentsorgung ein Dauerthema. „Da die Altglascontainer vielfach an Durchgangsstraßen beziehungsweise gut einsehbaren Plätzen aufgestellt sind, entwickeln sich diese Plätze häufig zu Schandflecken im Ort.“ Ortsratsmitglieder würden häufig auf diesen Missstand hingewiesen, könnten aber direkt nicht für Abhilfe sorgen.

Die CDU will diesen Zustand nun nicht länger hinnehmen. Eine laufende Überwachung aller Plätze ist nicht umsetzbar, allerdings zeichnet sich nun eine andere denkbare Lösung an: Der Bauhof oder die Kreisabfallwirtschaft des Landkreises, so die Idee der CDU, könnte die Plätze regelmäßig in kurzen Zeitabständen säubern. Dadurch würde die derzeitige Reinigung durch die Kreisabfallwirtschaft, die in „größeren Zeitintervallen“ stattfinde, durch kürzere Intervalle, etwa alle 8 bis 14 Tage, ersetzt.

Zur Finanzierung der regelmäßigen Reinigung könnten Dorfstrukturmittel eingesetzt werden. „Sollten wir dann wieder jemanden beim illegalen Entsorgen erwischen, können wir konkrete Kosten nennen und diese dann auch vom Verursacher zurückverlangen“, fügt Figge hinzu.

Die CDU schlägt daher vor, diesen Antrag in allen Ortsräten zu beraten und entsprechende Beschlüsse zu fassen. Zuerst soll der Antrag demnächst im Ortsrat Fischbeck gestellt werden.

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