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Insulaner baut in Fischbeck traditionelle Hütte, die für Therapien genutzt werden soll

Leimana ist weg - das Hawaii-Flair bleibt

Fischbeck. Ein bisschen hawaiianische Gelassenheit brachte er mit, schöne Geschichten vom Inselparadies und einen Lendenschurz: Der Hawaiianer Leimana Naki hielt bis vor kurzem Groß Berkel auf Trab. Der Hawaiianer hat dort Familie Steffen besucht. Für ein paar Wochen schüttete er sein Lächeln und seine Gelassenheit über alle, die seinen Weg kreuzten. In Fischbeck hat er sich nun quasi „verewigt“, dem norddeutschen Dörfchen auch etwas Insel-Flair beschert. 18 Einheimische und der rundliche Insulaner bauten im Garten von Familie Rohrdrommel eine hawaiianische Hütte. Drei Tage hat das gedauert. Und die Deutschen legten sich richtig ins Zeug. 30 Tannenbäume schlugen sie, schälten die Rinde ab, das gesamte Holz ist aus dem Garten der Rohrdrommels.

veröffentlicht am 31.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 18:21 Uhr

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Michael und Nicole haben Leimana auf Hawaii kennengelernt, er führte sie durch den Wald, brachte ihnen die spirituelle, ruhige Lebensweise näher und traute das Ehepaar nach hawaiianischem Ritual. „Ich habe Leimanas Hütte gesehen und war fasziniert von den Bindetechniken. Sofort stand fest, diese Hütte baue ich mir auch“, sagt Michael Rohrdrommel. Und Leimana hat natürlich sofort zugestimmt, zu helfen, wenn er ins Weserbergland kommt.

Hier angekommen, bat er allerdings um eine deutsch-hawaiianische Kompromisslösung: Leimana wollte Hilfe von einem deutschen Zimmermann. Die hatte er. 18 Helfer werkelten, lernten und feierten drei Tage, bis die Hütte stand. Ohne Gebete und Rituale ging auch dabei nichts. Zu Beginn der Bauarbeiten betete Leimana, bat um Segen und darum, dass in der Gegend viele Fischteiche und Hütten entstehen mögen. Während die Männer das Dach geflochten haben, haben die Frauen zwischendurch Hula-Tänze gelernt und Leimana hat den Grill angeworfen.

Ohne Wände, dafür mit Strohdach und Urlaubsgefühl, steht sie nun, die Hütte. „Die Hütte bleibt im Garten, solange es das Wetter zulässt.“ So richtig wasserdicht sei die Hütte aber nicht. „Auf Hawaii sind solche Hütten, genannt Halen, eigentlich Lager- oder Schutzhütten“, sagt Nicole.

In Fischbeck soll sie einem ganz anderen Zweck dienen. „Sie wird zum einen für viele Treffen genutzt und es wird im Garten nach und nach ein spiritueller Ort gebaut, wo Menschen einen Rückzugsort finden“, erklärt Michael Rohrdrommel. „Unser Haus verfügt über mehrere Ferienwohnungen und wird gerade zu einem Rückzugsort für Menschen mit Burnout, Lebenskrisen, Selbstfindungsphasen und als Erholungsort nach schweren Krankheiten konzipiert.“ Verschiedene Therapiemöglichkeiten auf ganzheitlicher Ebene sind angedacht. „Dieses Konzept ist auf Hawaii geboren und hat sich im Prozess entwickelt und entwickelt.“red

Der Hawaiianer Leimana Naki bindet Baumstämme zu einem Gerüst für die Hütte zusammen.pr

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