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Schulvorstand kritisiert: Verkehrssituation am Gelände gefährlich / Verwaltung: „Tolerabel“

Lehrer fürchten um Sicherheit der Schüler

Heßlingen (doro/red). Nach den Sommerferien sollen die Kindergartenkinder ihre neuen Räume im Gebäude der Grundschule Sonnental beziehen. „Bis jetzt – vier Wochen vor Beginn der Sommerferien – ist seitens der Stadtverwaltung Hessisch Oldendorf für den Schulvorstand nicht zufriedenstellend geklärt, auf welchem Wege die Kindergartenkinder mit ihren Eltern in die Räume der Kita gelangen werden“, kritisiert Schulleiterin Waltraud Matter-Wiemann.

veröffentlicht am 28.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 15:41 Uhr

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Der Wunsch des Schulvorstandes, dass der Unterrichtsbetrieb nicht durch ständiges Kommen und Gehen sowie das Befahren durch Pkw von Kindergarteneltern direkt vor den Unterrichtsräumen der Schule gestört werden darf, sei der Verwaltung bekannt. Laut einem Schreiben der Stadt sollen „Verwaltung und Ortsrat“ darüber entscheiden, aber „eine Terminierung der Entscheidung steht in den Sternen“ heißt es vonseiten des Schulvorstandes.

„Ab dem 4. September, direkt nach den Ferien, werden wohl die Heßlinger Schulkinder während des gesamten Schulbetriebes, also auch während der Pausen erheblichen Gefährdungen ausgesetzt sein“, glaubt Waltraud Matter-Wiemann. Hintergrund: Bedingt durch den Einzug des Kindergartens wird der bisher sichere und saubere Zugang für die Schulkinder ins Gebäude über den Pausenhof und hinteren Eingang entfallen, da die im Konsens einmal vor drei Jahren vereinbarte Planung für die Lage der Außenspielfläche des Kindergartens ohne rechtzeitige Einbeziehung der Schule verworfen wurde. Nun wird ein Teil des Schulhofes ohne vorherige Absprache Außenspielfläche des Kindergartens werden und den bisherigen Zugang ins Gebäude für die Schulkinder unmöglich machen.

Der Wunsch des Schulvorstandes, die vorhandene Aschenbahn des Sportplatzes zu befestigen, um den hinteren Eingang für die Schule zu erhalten, wurde aus Kostengründen von der Verwaltung abgelehnt. Vielmehr wurde das Angebot gemacht, die Aschenbahn zu belassen und als Zugang zur Schule zu nutzen. Eine sofort von der Schulleitung eingeleitete, über mehrere Tage dauernde Testphase erwies sich inzwischen auch für die Verwaltung als wenig praktikabel und problematisch.

Als Zugang zur Schule und zum Pausenhof bleibt für die Schüler nun nur noch der vordere Eingang mit öffentlichen Parkflächen und regem Publikumsverkehr, der bei Einzug des Kindergartens ins Schulgebäude noch zunehmen werde. In der ganzen Angelegenheit habe die Stadtverwaltung bislang Zuständigkeiten und damit verbundene Verantwortlichkeiten hin- und her geschoben und ausweichend geantwortet. Die Verwaltung setze vielmehr auf eine „ganzheitliche Lösung“, die zu einem „späteren Zeitpunkt“ in Angriff genommen werden soll und bittet „um Toleranz und Verständnis für eventuell entstehende Unannehmlichkeiten temporärer Art während der Übergangsphase“.

„Dass die Lösung nicht optimal ist, ist der Verwaltung bewusst“, sagt Bürgermeister Harald Krüger, doch er hält die zeitlich begrenzte Maßnahme für „hinnehmbar“. Ein Beispiel dafür, dass es funktionieren kann, wenn der Kindergarten seinen Außenbereich vor den Klassenräumen hat, ist für ihn die Grundschule Großenwieden.

Die Grundschule hat allerdings auch nicht das Problem des an- und abfahrenden „Elternverkehrs“ auf ihrem Gelände – und genau das scheint in Heßlingen die Achillesferse zu sein.

Was für die Verwaltung tolerabel scheint, ist für den Schulvorstand jedoch nicht hinnehmbar. In der letzten Sitzung am Montag wurde der Schulvorstand einstimmig beantragt, dass im Rathaus umgehend, bis zum Beginn der Sommerferien, unabhängig von einer ganzheitlichen Lösung, kurzfristig Entscheidungen im Hinblick auf den Sicherheitsaspekt und störungsfreien Unterrichtsbetrieb ab September getroffen werden müssen.

Es werde in der nächsten Woche einen Termin mit der Grundschule, dem Ortsrat und Ortsbürgermeister sowie der Verwaltung geben, kündigt Bürgermeister Harald Krüger an. Ob es eine zufriedenstellende Lösung geben wird, ist fraglich, denn das neue, allumfassende Konzept, an dem derzeit gearbeitet werde, kann aus Kostengründen erst im nächsten Jahr umgesetzt werden.

Durch den Publikumsverkehr vor dem Gebäude befürchtet der Schulvorstand Gefährdungen für die Kinder. Links: Der Hintereingang ist nach Einzug des Kindergartens für die Schulkinder tabu. Fotos: Wal



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