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Linke fordern bessere Leistungen als Rechtfertigung für höhere Steuern

„Leckerli“ für Hund und Herrchen?

HESSISCH OLDENDORF. Trotz Erhöhung der Hundesteuer komme die Stadt den Vierbeinern und ihren Besitzern nicht genügend entgegen, meint Felix Mönkemeyer von den Linken. Er fordert, die Steuer für sozial Schwächere zu senken, mehr Hundekotbeutelspender aufzustellen und den Hunden mehr Wiesen zum Spielen zu überlassen.

veröffentlicht am 31.08.2017 um 13:04 Uhr
aktualisiert am 01.09.2017 um 12:48 Uhr

Mehr Freilaufflächen zum Toben und Spielen für den „besten Freund“ sowie Entlastungen für die Halter fordert Ratsherr Felix Mönkemeyer von den Linken. Foto: dpa Paul Zinken
Johanna Lindermann

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Johanna LindermannDWZ Volontärin
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84 Euro Steuern kommen auf einen Hundehalter in Hessisch Oldendorf pro Jahr zu, bei mehr als einem Hund steigt der Betrag noch. Die Erhöhung der Hundesteuer in diesem Jahr sorgte für reichlich Diskussionen im Stadtrat (wir berichteten). Unter anderem enthielt sich Felix Mönkemeyer, der für Partei Die Linke im Rat sitzt. Er findet: Trotz höherer Steuern komme die Stadt Hundehaltern sowie den Hunden selbst nicht genügend entgegen.

„Um die Erhöhung der Steuern zu rechtfertigen, muss deutlich mehr für die Halter der Hunde getan werden“, begründet Mönkemeyer. Unter anderem solle der Hundesteuer eine soziale Komponente hinzugefügt werden, die weniger leistungsstarke Haushalte entlaste, findet er. Daher stellt er nun bei der Stadt Hessisch Oldendorf den Antrag, zu prüfen, ob Empfänger von Arbeitslosengeld, Rentner und Bürger, die sich mit ihren Hunden in Vereinen und Hundeschulen engagieren, bei der Hundesteuer entlastet werden könnten. Letzteres schaffe zudem den Anreiz für Hundehalter, sich mit ihren Tieren in Vereinen und Hundeschulen zu engagieren, ergänzt er.

Darüber hinaus fordert Mönkemeyer, „mittelfristig flächendeckend in Kernstadt und Ortsteilen Hundekotbeutelspender anzubieten“ und zu prüfen, ob ausreichend Abfalleimer für die Entsorgung der Beutel zur Verfügung stünden.

Ein weiterer Punkt des Antrags des Linken beschäftigt sich mit Freilaufflächen für Hunde. Die Stadt solle hier Möglichkeiten prüfen, „öffentlich zugängliche Flächen anzubieten, in denen Hunde ohne Leinenzwang mit Artgenossen interagieren können“, so Mönkemeyer. Diese Freilaufflächen seien „nötig, um ein artgerechtes Halten der Tiere zu gewährleisten“. In anderen Städten, wie etwa Hannover, werde dieses Konzept „schon lange erfolgreich praktiziert“.

Durch diese Maßnahmen würden gleichzeitig die Lebensqualität in Hessisch Oldendorf für die Hundehalter und die Lebensbedingungen der Hunde im gesamten Stadtgebiet verbessert werden, findet der Ratsherr. Der Antrag soll nun bei der nächsten Sitzung des Hessisch Oldendorfer Stadtrates behandelt werden.

Mein Standpunkt
Johanna Lindermann
Von Johanna LindermannDWZ

Dass ein Haustier die Lebensqualität verbessert, dürfte jedem klar sein, der sein Heim mit einem teilt. Es ist schon ungerecht genug, dass für Hunde Steuern erhoben werden, für Katzen hingegen nicht. Einen Gegenwert für diese Ausgaben für Hund und Herrchen zu erhalten, klingt daher fair. Außerdem könnten entsprechende Angebote gleichzeitig die Attraktivität der Stadt für junge Familien erhöhen, in denen schließlich auch häufig Hunde leben.



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