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Breitbandausbau auf den Dörfern eines der Hauptthemen: Was sich die Ortsbürgermeister für 2018 wünschen

Landrat soll sein Versprechen einlösen

HESSISCH OLDENDORF. Zusammenhalt innerhalb der Ortschaften, Breitbandausbau – was wünschen sich die acht Ortsbürgermeister für das kommende Jahr sonst noch so alles? Wir haben sie zum Jahreswechsel befragt:

veröffentlicht am 29.12.2017 um 15:18 Uhr
aktualisiert am 09.07.2018 um 16:55 Uhr

Schnelles Internet auch auf dem Land: Den vom Landkreis in Aussicht gestellten Breitbandausbau in der Fläche sehen die Ortsbürgermeister als eines der wichtigsten Ziele. Foto: Pixabay
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Annette Hensel Reporterin
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Claus Clavey, Bürgermeister der Ortschaft Hessisch Oldendorf: Der Ortsrat der Kernstadt wünscht sich, dass 2018 neue Baugebiete ausgewiesen werden für Einzel- und Reihenhäuser wie für größere Objekte, da seniorengerechte Wohnungen fehlen. Mehr Konsumenten beleben die Wirtschaft, sorgen für Erhalt und Neuansiedlung von Geschäften. Ferner müssen die Wasserprobleme durch ein Brückenstauwerk und durch Überprüfung der Oberflächenwasserkanäle geregelt werden. Ein wichtiges Anliegen ist der Umbau der Stadthalle. Das Baxmannbad, das 2018 20-jähriges Bestehen feiert, ist als Highlight im Fokus zu behalten. Ich wünsche mir, dass sich junge Leute trotz Überbelastung weiterhin in Vereinen und für Vereine engagieren, da diese das Gemeinschaftsleben fördern. Ein Homebus-Verkehr zu den Ortsteilen wäre auch wünschenswert.



Claus Clavey


Rosemarie Kreiensen, Bürgermeisterin der Ortschaft Fischbeck:
Mein größter Wunsch für Fischbeck ist ein Neubau mit kleinen Wohnungen für Seniorinnen und Senioren, niedrigschwelligen Angeboten und einer Concierge als Ansprechpartnerin. Bei uns bewohnen viele der mehr als 750 über 65-Jährigen ein zu groß gewordenes Haus, das jungen Familien mit Kindern zur Verfügung stehen könnte. Unzufriedenheit herrscht über den neugestalteten Dorfplatz. Da muss dringend etwas passieren, eine andere Beschichtung aufgetragen werden, denn aktuell mutiert der Platz eher zum Schandfleck. Wünschen würde ich mir zudem einen barrierefreien Zugang zur Friedhofskapelle – unbürokratisch und zügig. Und für uns Fischbecker wünsche ich, dass diejenigen, die die Glascontainerplätze ständig verunreinigen, ein Einsehen haben und ihren Müll zukünftig ordnungsgemäß entsorgen.


Rosemarie Kreiensen



Juliane Dohme, stellvertretende Bürgermeisterin der Ortschaften Großenwieden und Kleinenwieden: Für unsere Ortschaften wünsche ich mir, dass es uns auch 2018 gelingt, die Attraktivität und Lebensqualität unserer Dörfer für Familien wie Rentner weiter auszubauen: durch bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, den dringend erforderlichen Breitbandausbau oder die weitere erfolgreiche Teilnahme an der Dorferneuerung. Außerdem hoffe ich, dass es beim harmonischen Miteinander in den Dörfern, Vereinen und im Ortsrat bleibt. Trotzdem wäre es schön, wenn es uns gelänge, ehrenamtliches Engagement attraktiver zu machen, um dafür mehr Menschen zu gewinnen, denn hiervon lebt unsere Dorfgemeinschaft.

Juliane Dohme



Jost Beckmann, Bürgermeister der Ortschaft Sonnental:
Die politische Arbeit im Ortsrat Sonnental ist immer sehr zielführend – auch dank guter Zusammenarbeit von Ortsratsmitgliedern und Verwaltung und gegenseitiger Unterstützung. Genau das wünsche ich mir weiterhin. Für unsere Ortsratssitzungen wünsche ich mir eine höhere Bürgerbeteiligung und mehr Beteiligung von jungen Menschen in Politik und Vereinen. Die Grundschule Sonnental hat sich mit sehr guten Angeboten positiv weiterentwickelt. Ich wünsche mir, dass sich dieser Weg fortsetzt und von Politik und Verwaltung unterstützt wird. Die geplanten Schutzmaßnahmen für die Problembereiche bei Starkregen-Ereignissen sollten 2018 weitestgehend umgesetzt werden. Für den Breitbandausbau werden wir aus dem Ortsrat jede Unterstützung geben, die uns möglich ist.


Jost Beckmann


Dr. Dieter Claus, Bürgermeister der Ortschaft Hohenstein: 2018 soll für die Dörfer der Ortschaft Hohenstein die Aufnahme in die Verbunddorferneuerung beantragt werden. Ich wünsche mir dafür eine starke und engagierte Unterstützung aller Einwohnerinnen und Einwohner. Dieses Projekt und der hoffentlich bald beginnende Breitbandausbau sind wichtige Beiträge für die Zukunftsfähigkeit unserer Dörfer.

Dr. Dieter Claus


Friedrich Koch, Bürgermeister der Ortschaft Süntel: Sehr wichtig ist es, dass das Süntelbad erhalten bleibt und die Stadt dafür nicht nur 2018, sondern auch in den Folgejahren finanzielle Mittel bereitstellt. Des Weiteren ist es für den Süntel wie für die Region wichtig, dass der Breitbandausbau kurzfristig realisiert wird. Neben diversen Maßnahmen, die wir im Ortsrat beschlossen haben, sollte der Radweg von Höfingen nach Fischbeck endlich realisiert werden. Es gibt weitere Wünsche, jedoch sollten aufgrund leerer Kassen der Stadt erst einmal die genannten Maßnahmen durchgeführt werden. Allen Vereinen wünsche ich, dass sie weiterhin Mitbürger finden, die sich ehrenamtlich engagieren, denn nur so haben die Gemeinschaften in den Dörfern eine gute Zukunft.


Friedrich Koch


Klaus Brzesowsky, Bürgermeister der Ortschaft Hemeringen/Lachem: Ich wünsche mir die Umsetzung eines neuen Baugebietes, welches noch nicht realisiert werden konnte. Der Bedarf und die Nachfrage nach Baugrund halten unvermindert an, eine Bebauung würde den Erhalt der vorhandenen Infrastruktur sichern und stärken. Auch wünsche ich mir, dass die geplanten Maßnahmen zum Hochwasserschutz im Laufe des Jahres realisiert werden: Das Starkregen-Ereignis hat gezeigt, dass Eingriffe zum Schutz der Bürger erforderlich sind. Ein lang gehegter Wunsch konnte dank des großen Engagements der Feuerwehr-Kameraden Ende 2017 abgeschlossen werden: der Bau des Feuerwehrgerätehauses in Lachem.


Klaus Brzesowsky


Sven Sattler, Bürgermeister der Ortschaft Rohdental: Der „Dorfentwicklungsplan Weserdörfer“ prägt Arbeit und Ziele unseres Ortsrats nachhaltig. Er ist um zwei Punkte erweitert worden: die Sanierung des Waldbades, in dem am 18./19. August „50 Jahre und mehr“ gefeiert werden und die Grillhütte Segelhorst, die 2018 wieder errichtet und eingeweiht werden soll. Ganz wichtig für die Ortschaft ist neben kulturellem Zusammenhalt und Vereinsförderung der Breitbandausbau, der laut Landrat 2018 abgeschlossen sein soll. Wir erwarten ein Umsetzen dieses Versprechens, denn die Dörfer prägen den Kreis, nicht alleine die Städte Hameln und Pyrmont. In Welsede und Rohden werden dieses Jahr auf den Spielplätzen die Spielgeräte getauscht. Wir hoffen auf den Ausbau von Radwegen, etwa von Welsede nach Hessisch Oldendorf. Friedhofswege in Rohden, Segelhorst und Welsede sollen verbessert und seniorengerecht aufgearbeitet, Feldwege und Gräben als Hochwasserschutz erhalten werden.

Sven Sattler



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