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Geld fließt in Beatmungsintensivstation

Land pumpt eine Million Euro ins Krankenhaus

Hessisch Oldendorf. Die BDH-Klinik erhält wohl wie geplant eine Million Euro vom Land Niedersachsen. Dieses Geld wird das neurologische Krankenhaus für den Bau einer Beatmungsintensivstation ausgeben. „Wir finden das äußerst erfreulich“, sagte der Krankenhaus-Geschäftsführer Uwe Janosch gestern auf Anfrage dieser Zeitung. Die letzte Tranche der Gesamtsumme sei ein wichtiger Schritt für die Klinik. „Das gibt uns Sicherheit“, sagte Janosch.

veröffentlicht am 04.09.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 13:41 Uhr

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Autor:

Robert Michalla
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Nach den Worten des Landtagsabgeordneten Ulrich Watermann (SPD) stellt das Land den Krankenhäusern in diesem Jahr voraussichtlich 107 Millionen Euro zur Verfügung. Der Sozialausschuss des Landtages muss zu dem Investitionsprogramm allerdings noch Stellung nehmen, bevor das Landeskabinett es absegnen kann.

Watermann betonte, dass die Investitionen in Krankenhäuser gerade für eine Region wie Hameln-Pyrmont mit seinen vielen Klinik-, Kur- und Pflegestandorten von besonderer Bedeutung sei. Der SPD-Landratskandidat Tjark Bartels sagte laut der Pressemitteilung: „Ich freue mich sehr, dass in diesem Jahr die Neurologische Klinik in Hessisch Oldendorf Teil des Investitionsprogramms der neuen Landesregierung ist.“

Die Vorgängerregierung aus CDU und FDP hatte im vergangenen Jahr ein Investitionsprogramm in Höhe von 128 Millionen Euro aufgelegt, 21 Millionen Euro mehr als SPD und Grüne. Die Klinik in Hessisch Oldendorf hatte im vergangenen Jahr 3,6 Millionen Euro erhalten.

Die Klinik baut derzeit eine Beatmungsintensivstation (wir berichteten). Ursprünglich sollte die neue Station bis zum Jahresende fertig sein. Dieses Ziel kann die Klinik aber nicht mehr erreichen. Vielmehr werde die neue Station „bestenfalls im Frühjahr 2014“ eröffnet, sagte Janosch. Deutlich teurer werde der Bau aber nicht.

Der Bau der Beatmungsintensivstation ist für die Klinik ein wichtiges Projekt. Solch eine Station „gibt es so in ganz Niedersachsen nicht“, sagte Janosch. Die Station sei „zukunftsträchtig für unsere Patienten und ein wichtiger Schritt für die Zukunftssicherung der BDH-Klinik“. Insgesamt kostet das neue Gebäude samt Ausstattung rund zehn Millionen Euro. 7,6 Millionen Euro kommen vom Land Niedersachsen, 2,4 Millionen trägt die Klinik selbst dazu bei.

Aktuell sucht das Krankenhaus neue Mitarbeiter, einige neue Kollegen sind nach den Worten des Geschäftsführers Janosch bereits eingestellt.

Nach dem Bau wird das Krankenhaus über eine Intensivstation mit 20 Beatmungsplätzen verfügen. Hinzu kommt eine Spezialeinheit für Schlaganfallpatienten, eine sogenannte Stroke Unit, mit vier Betten. Derzeit verfügt das Haus über acht Intensivbetten mit sechs Beatmungsplätzen. Die Intensivbeatmungsplätze ermöglichen die Therapie schwer kranker Patienten. Viele von ihnen kommen derzeit von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zur Frühreha nach Hessisch Oldendorf. Weil bislang Beatmungsplätze für die Weiterbehandlung fehlen, werden viele Patienten in benachbarte Bundesländer gebracht.

Außerdem erhält das Gebäude eine neue An- und Abfahrt für Rettungswagen, „was die Abläufe in der Klinik deutlich verbessern wird“, sagt Janosch. Mit der Beatmungsintensivstation schafft die BDH-Klinik 40 bis 50 neue Arbeitsplätze. Derzeit arbeiten rund 430 Menschen in dem 240-Betten-Haus.

BDH, der Name des Klinikträgers, steht für den Bundesverband Rehabilitation. Hauptsitz des gemeinnützigen Sozialverbandes ist Bonn. Der Bundesverband vertritt nach eigenen Angaben seit mehr als 90 Jahren die Interessen von Menschen mit Behinderung und bietet neurologische Rehabilitation. In deutschlandweit sieben Einrichtungen sowie einem ambulanten Therapiezentrum behandelt der Bundesverband Rehabilitation jährlich etwa 10 000 Menschen.



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