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Azubis wollen sich beweisen

Ladage-Auszubildende beteiligen sich an Wettbewerb

HESSISCH OLDENDORF. Im Einzelhandel zu arbeiten, bedeutet nur Regale vollzupacken und an der Kasse zu sitzen? Dass die Aufgaben weit vielseitiger sind, Planung erfordern und eigene Ideen umgesetzt werden können, beweisen nun sechs Azubis von Edeka Ladage.

veröffentlicht am 24.01.2018 um 17:56 Uhr

Victor Peter, Patricia Runge, Lisa Weinreich, Falko Beyrau (v. li.) wollen bei der Azubi-Aktion mit ihrem Projekt glänzen. Foto: jsp
Jens Spickermann

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„Aus Kunden werden Fans – wir bedienen sie gerne“, lautet das Motto einer Werbemaßnahme, die die jungen Mitarbeiter eigenverantwortlich organisieren und dabei möglichst viel über Planung und Umsetzung im Einzelhandel lernen sollen. Dafür präsentiere, bewerben verkaufen sie von Montag bis Donnerstag in Wennigsen und am Freitag und Samstag in Hessisch Oldendorf selbst kreierte Burger- und Lachs-Kombinationen. Natürlich dient die Werbeaktion dazu, Kunden ins Geschäft zu locken – für die Azubis ist das aber auch eine Möglichkeit, sich in der Projektplanung zu beweisen. Dazu gehört es, Einsatzpläne zu schreiben, Produkte beim Lieferanten auszuwählen, die Dekoration zu besorgen und eigene Rezeptideen zu entwickeln und zu verwirklichen. Alles was sie tun, halten sie in einem Videotagebuch fest und hoffen, sich mit ihrem Konzept gegen die Teams anderer Edeka-Märkte durchzusetzen und am Ende einen Preis abzuräumen. Die Aktion findet nämlich im Rahmen eines Wettbewerbs statt, an dem sich im Landkreis Hameln-Pyrmont auch der Hamelner Marktkauf beteiligt.

„Wir können uns hier ganz frei entfalten“, sagt Azubi Falko Beyrau. Das bedeutet für das sechsköpfige Team: Ideen zum vorgegebenen Motto entwickeln und sie betriebswirtschaftlich sinnvoll umsetzen. „Was haben wir für die Produkte ausgegeben, was müssen wir dafür nehmen um die Personal- und Materialkosten wiederzubekommen?“, das müssen die Azubis bei dem Projekt beachten, erklärt Beyrau. Dadurch bekomme er viel Erfahrung. Über die normale Arbeitszeit hinaus dürfen sich die Azubis nicht mit der Aktion beschäftigen. „Ein Marktleiter kann die Leute ja auch nicht von morgens bis spät abends einplanen“, sagt Beyrau – es geht also auch um gutes Zeitmanagement.

Für die Auswahl des Waren-Sortimentes in dem Edeka-Markt spielt die Aktion übrigens auch eine Rolle: Die Azubis bewerben den Graved Lachs, die Soßen und die Burger und wenn sie bei den Kunden gut ankommen, sollen sie in das normale Sortiment aufgenommen werden.

Obwohl immer mehr Schulabgänger lieber studieren, als eine Ausbildung zu machen, sind die Azubis froh, sich für den Einzelhandel entschieden zu haben. „Ich fühle mich mehr mit den praktischen Sachen verbunden“, sagt Beyrau, der eine Berufsfachschule für Wirtschaft besucht hat. „Ich bin durch meinen Lebensweg und durch die Schule dazu gekommen.“

Obwohl Online-Händler mittlerweile schon Lebensmittel anbieten und Amazon in den USA seit Kurzem beweist, dass Supermärkte auch ohne Kassenpersonal funktionieren, ist er für die Zukunft des Einzelhandels optimistisch. Durch „fachkundige Beratung“ und indem man den Kunden ein „Einkaufserlebnis“ biete, könnten sich die Supermärkte gegen die digitale Konkurrenz behaupten.

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