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Stadt sucht Wohnungen für Flüchtlinge / Beirat sagt Unterstützung zu

Krüger bittet Senioren um Hilfe

Hessisch Oldendorf. Bürgermeister Harald Krüger (SPD) hat den Seniorenbeirat um Hilfe gebeten, um Flüchtlinge in der Stadt aufzunehmen. Die Mitglieder des Beirates sowie ihre Helfer sollen nach leeren Wohnungen Ausschau halten.

veröffentlicht am 24.11.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:41 Uhr

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Autor:

VON ROBERT MICHALLA
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Der Seniorenbeirat sagte bereits seine Unterstützung zu. „Da, wo wir helfen können, werden wir uns selbstverständlich einbringen“, sagte Beiratsmitglied Wilhelm Waltemathe. Der Vorsitzende Fritz Holstein sagte: „Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir die Flüchtlinge menschenwürdig unterbringen.“ Er fügte hinzu, dass er davon ausgehe, dass die Zahl der Flüchtlinge weiter steigen werde. Holstein nannte die Unterbringung „eine große und schwere Arbeit“. Seiner Meinung nach könnten die sogenannten Kümmerer in den einzelnen Ortsteilen helfen. Sie arbeiten bereits mit den verschiedenen Runden Tischen zusammen.

Krüger und

Clavey beim Seniorenbeirat

Hintergrund ist die steigende Zahl der Flüchtlinge, die Deutschland und damit auch Hessisch Oldendorf in Zukunft aufnehmen wird. SPD und Grüne im Ortsrat Hessisch Oldendorf hatten sich bereits dagegen gewehrt, dass Asylbewerber nur in der Kernstadt untergebracht werden (wir berichteten). Sie forderten, die Flüchtlinge auch Wohnungen in den Ortsteilen zuzuweisen. Einen entsprechenden Antrag dazu hatte die Mehrheitsgruppe formuliert. Ortsbürgermeister Claus Clavey (SPD) hatte den Antrag damit begründet, dass in der Kernstadt bereits „ein deutlich höherer Bevölkerungsanteil aus den Bereichen Migration, Ausländer und bildungsferne Familien“ lebe. Schon heute gebe es daher einen „erheblichen Bedarf bei der Sprachförderung“. Clavey betonte, dass sich SPD und Grüne nicht dagegen wehrten, grundsätzlich Asylbewerber aufzunehmen. Bei der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirates war er ebenso anwesend wie Bürgermeister Krüger.

Die Stadt Hessisch Oldendorf ist verpflichtet, in diesem Jahr insgesamt 37 Flüchtlinge unterzubringen. Um die Asylbewerber aufzunehmen, ist die Stadt darauf angewiesen, dass Wohnungsinhaber ihre Räume freiwillig vermieten. Nach Rathausangaben erklärten sich bislang aber kaum Wohnungsinhaber aus anderen Stadtteilen bereit, an Asylbewerber zu vermieten. Der Verwaltung seien daher die Hände gebunden, zumal sie von der Ankündigung, dass sie neue Asylbewerber aufnehmen muss, bis zu deren Ankunft nur sieben Tage Zeit hat, um komplett eingerichtete Wohnungen zu finden.

Um dieses Problem zu entschärfen, schlug Clavey bereits vor, dass der Landkreis künftig als Mieter auftritt. Das Rathaus in Hessisch Oldendorf kündigte überdies an, ein Netzwerk für die Hilfe von Flüchtlingen knüpfen zu wollen.



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