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Heiko Wiebusch gewährt im Ortsrat Einblicke in laufende Planung

Kreisverkehr und mehr Schilder

Hessisch Oldendorf. Mehr Schilder, aber kein Schilderwald, und ein aufgemalter Kreisverkehr für die Verkehrssicherheit. Das sind die Entwürfe, die Heiko Wiebusch, Fachbereichsleiter vom Bereich Bauliche Entwicklung, in der Sitzung des Ortsrates Hessisch Oldendorf präsentierte.

veröffentlicht am 21.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 07:21 Uhr

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Autor:

von Julia RAu
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Die Verwaltung wurde beauftragt, ein Wegweisungs- und Fußgängerleitsystem für die Kernstadt zu entwickeln, da sich nach einer Prüfung in den letzten zwei Jahren herausstellte, dass die Besucher nicht gut genug zu den Sehenswürdigkeiten und in die Innenstadt gelenkt werden und die Stadt daher nicht besonders gastfreundlich wirke. „Ein touristisches Fußgängerleitsystem gibt es bisher nur am Stift“, so Weibusch.

Um zukünftig gerade die Gäste, die Angehörige in der BDH-Klink besuchen, und die, die am Bahnhof ankommen, besser zu empfangen, soll es neue Schilder geben. „Wir wollen aber keinen Schilderwald haben“, betonte Wiebusch. Zudem spare die Beschilderung „zu ausgewählten Zielen“ auch Geld. Deshalb würden die Wegweiser nur zu wenigen Plätzen – zum Beispiel dem Bahnhof, der Innenstadt, der Kirche oder dem Baxmann-Bad – führen. Zudem sollen verschiedene Runden angezeigt werden. Gäste haben dann die Wahl zwischen Wall-Runde, Stadt-Runde und Weser-Runde. Und es soll zwei Informationstafeln geben, je eine am Parkplatz Südwall und am Bahnhof. Damit auch wirklich jeder die Kernstadt findet, gibt es noch eine große Tafel an der Weserstraße, die bereits vom Werbering realisiert wurde und auch zum Leitsystem gehört.

Im Zuge dieser Überlegungen, welche Wege die Touristen am besten wohin führen, „sind weitere Ideen entstanden, die dann für mehr Verkehrssicherheit auf diesen Wegen sorgen sollen“, so Wiebusch. Er betont, dass alle gezeigten Entwürfe noch nicht beschlossen, sondern ein Einblick in die aktuelle Planungsphase seien.

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Die wohl größte Maßnahme soll ein Kreisverkehr auf der Kreuzung Weserstraße und Münchhausenring werden. Das würde laut Wiebusch zum einen die Geschwindigkeit reduzieren und außerdem die Wege für Fußgänger sicherer machen. An jeden Arm des Kreisels solle unter Umständen ein Zebrastreifen aufgebracht werden, ob auch kleine „Querungshilfen“, also Inseln, gebaut werden müssen, steht noch nicht fest. Denn die müssten beleuchtet werden, was viel Geld kosten würde.

20 000 Euro könnte der Kreisel ohne Inseln kosten, der, genau genommen, nur aufgemalt und somit überfahrbar wäre – 100 000 Euro weniger, als die nicht überfahrbare „Ausbauvariante“ verschlingen würde. „Die Pläne sind jetzt unabhängig davon entstanden, aber zufällig ist genau diese Summe im Haushalt 2014 für eine bessere Anbindung der Innenstadt vorgesehen“, erklärte Wiebusch. Zunächst müsse der Entwurf aber noch in den zuständigen Gremien angenommen werden.

Für die Schilder sind insgesamt statt der anfänglich anberaumten 10 000 Euro laut Wiebusch nur noch 3000 Euro nötig. „Beim Kreisel kommen Sie aber noch einmal mit schöneren Zahlen in den Ortsrat, bevor das in den Bauausschuss geht“, schloss Clavey die Präsentation ab. Ortsratsmitglied Cord Möller (CDU) regte an, über ein einseitiges Halteverbot auf der Weserstraße nachzudenken, vor dem Hintergrund, dass der Südwall mehr eingebunden werden soll. Wiebusch nahm diesen Vorschlag auf. Man werde ihn demnächst noch einmal zur Diskussion stellen.

Eine weitere Maßnahme zur Verkehrssicherung soll es an der Welseder Straße geben. An der Abbiegung zu Edeka passierten zwischen 2008 und 2011 die meisten Verkehrsunfälle. Hauptgrund ist laut Wiebusch der Rückstau vom Parkplatz des Supermarktes, der sich „nicht mehr nur samstags bildet“, wie der Fachbereichsleiter sagte. „Neue Frequenzbringer wie Bessmann verstärken das Aufkommen zusätzlich“, merkte Gunhild Spies (CDU) an. In Absprache mit Eigentümer Stefan Ladage sollen deshalb Ein- und Ausfahrt getrennt werden, „um die Situation zu entschärfen“. Die Einfahrt bleibt, wo sie jetzt ist, die Ausfahrt soll am anderen Ende des Parkplatzes sein. Zudem wird der Zebrastreifen vor der Kreuzung um etwa 20 Meter in Richtung Innenstadt verlegt werden. Clavey wies die Fraktionen an, über den Vorschlag zu beraten.

Die blaue Linie zeigt den Weg, den Radfahrer vom Weser-Radweg über den Zebrastreifen nehmen könnten, die rote Linie verweist auf den Verkehrsfluss, der durch den Kreisverkehr auch in Richtung Innenstadt geführt werden soll.

Verwaltung



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