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Erstes Projekt ein Obstbaumwiesen-Rundweg / Ziel: Bewerbung für das Dorferneuerungsprogramm

Konzept steht – nun geht es an die Umsetzung

Rohden (bj). „Ich wünsche mir, dass Rohden aus dem Dornröschenschlaf erwacht und die Bewohner die Ergebnisse des Konzeptes schrittweise umsetzen“, sagt Andreas Ackermann. Der Planer war von der Stadt Hessisch Oldendorf im Rahmen eines Leader-Programms beauftragt worden, ein Ortsentwicklungskonzept zu erarbeiten.

veröffentlicht am 23.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:21 Uhr

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„Bei der ersten Veranstaltung mit interessierten Bürgern herrschte Skepsis. Es war für mich nicht abzusehen, wo die Reise hingehen würde“, erinnert sich der Landschaftsarchitekt. Doch dann habe das Ganze eine große Dynamik bekommen und das Ergebnis sei außerordentlich vielfältig. „Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist die aktive Beteiligung der jungen Generation besonders erfreulich und wichtig“, betont Andreas Ackermann. Das Ergebnis aus den Arbeitsgruppen, vielen Einzelgesprächen und Ortsterminen sei in einem einhundertseitigen Bericht dargestellt und beinhalte insbesondere die Aspekte Tourismus, Natur und Dorfentwicklung.

Er wisse, dass das Leitbild des Schwerpunktes Tourismus, Rohden als Tor zum Weserbergland attraktiver zu machen, ein ehrgeiziges Ziel sei, führt der Planer bei der Vorstellung des Gesamtkonzepts aus. Aber es gebe Pilotprojekte, die relativ zeitnah umsetzbar seien. „Man könnte mit einer gemeinsamen Pflanzaktion einsteigen, einen Obstwiesen-Rundweg in Angriff zu nehmen“, sagt Ackermann. Sowohl Landwirte als auch andere Grundstückseigentümer hätten sich spontan bereit erklärt, bestehende Baumbestände zu ergänzen und sogar Neuanpflanzungen auf ihren privaten Flächen vorzunehmen, führt er aus. „Die Anlage eines Rundwegs und die Reaktivierung regionaltypischer Obstbaumkulturen kann eine Vorinvestition in eine Bewerbung um die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm sein. Außerdem gibt es für solche Projekte finanzielle Unterstützung aus dem Leader-Programm“, verdeutlicht der Landschaftsplaner den Ortsratsmitgliedern und den zahlreichen Zuhörern im Sportheim.

Geld sei auch aus anderen Fördertöpfen zu holen, betont Andreas Ackermann. „Das Land Niedersachsen und die EU scharren mit den Füßen, um im Programm zur Umsetzung der Gewässerrahmenrichtlinie Geld loszuwerden“, merkt er an. Das könne man sich in Rohden zur Umsetzung des Gewässerentwicklungsplans Ellerbach zunutze machen.

Hohe Priorität hat im Entwicklungskonzept die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und die Vernetzung der Ortsteile Segelhorst, Rohden und Rohdental. Wichtig ist dem Planer die kurzfristige Beseitigung der kritischen Verkehrssituationen. „Hierbei geht es besonders um die Geschwindigkeitsbegrenzung am Parkplatz des Premiumwanderwegs Weserbergland. Um die Wanderer, die Pilgerer und die Schüler, die im Naturfreundehaus zu Gast sind, zu schützen, muss ein Tempolimit unter 70 Stundenkilometer her“, fordert Andreas Ackermann.



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